WHV verliert nach gro

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Der Wilhelmshavener HV musste im vierten Heimspiel die zweite Heimniederlage hinnehmen. Nach einer vor allem in der Deckung starken Leistung und einer bis zum Ende kämpferischen Einstellung verlor man am Ende knapp mit 22:25 gegen den aktuellen Vizemeister. Vor 2.410 Zuschauern in der Nordfrost Arena begann der WHV in der gewohnten Stammformation. So spielten Oliver Köhrmann, Jacek Bedzikowski, Gylfi Gylfason, Renato Rui, Michael Binder, Kristian Ljubanovic und Adam Weiner stand zwischen den Pfosten. Dem gegenüber stellten sich auf Hamburger Seite Dimitri Torgowanow, Kyung-Shin Yoon, Pascal Hens, Krzysztof Lijewski, Torsten Jansen und Stefan Schröder. Im Tor stand zu Beginn der ehemalige WHV- Spieler Johannes Bitter. In einer von Beginn an aggressiven und teilweise hektischen Partie hatte der WHV den besseren Start. So ging der WHV nach dem ersten Treffer von Kristian Ljubanovic nach 2 Minuten mit 1:0 in Führung. 39 Sekunden später konnte jedoch, der in der ersten Halbzeit stark spielende, Kyung-Shin Yoon zum 1:1 ausgleichen. Der WHV ließ sich davon jedoch nicht beirren und im Gegenzug konnte Michael Binder den WHV wiederum in Führung bringen (2:1/ 2.55). Diese Führung sollte dann auch die letzte Führung im gesamten Spiel sein. In der Folge konnte Hamburg erst durch Pascal Hens in der 4.Minute zum 2:2 ausgleichen, ehe man sich dann zwischen der 6.-10.Minute von 2:3 (6:31) auf 2:6 (9:48) absetzte. Dabei nutzte der HSV die Fehler im Angriffsspiel des WHV und bestrafte diese mit leichten Toren, zumeist aus dem Rückraum. So provozierte die aggressive 6:0 Deckung des HSV den WHV zu Fehlwürfen, welche der HSV postwendend in Form von Tempogegenstößen bzw. schnell vorgetragenen Angriffen seinerseits in Tore umsetzte. In der 12.Minute betrug der Vorsprung des HSV nach einem erfolgreichen Siebenmeter von Yoon schon fünf Tore (2:7). Jedoch kämpfte der WHV, angetrieben von Oliver Köhrmann, weiterhin verbissen um den Anschluss, was auch in den weiteren Minuten gelingen sollte. So verkürzte erst Michael Binder zum 3:7, ehe in der 14.Minute Pascal Hens für zwei Minuten auf die Bank musste. Zuvor hatte bereits Adam Weiner einen Tempogegenstoß von Yoon entschärfen können. Diese Aktion und die zwei Minuten Strafe von Hens brachten den WHV zurück ins Spiel. So verbuchte die WHV Abwehr während der Überzahlsituation zwei Ballgewinne, die Renato Rui und Tobias Schröder in Form von Tempogegenstößen zu Toren nutzten. Zudem traf nochmals Renato, so dass nach diesem 3:0 Lauf der WHV in der 16.Minute nur noch mit einem Tor (6:7) zurücklag. Drei Minuten später konnte dann der WHV unter dem Jubel der Nordfrost Arena ausgleichen. Dabei nutzte der WHV einen technischen Fehler von Souza aus (Anspielfehler), welchen Kristian Ljubanovic per Heber zum 8:8 nutzte, der die Zuschauer sprichwörtlich von den Sitzen riss, denn nach dem Treffer stand erstmals die Halle. Der HSV reagierte daraufhin und fortan spielte Bertrand Gille für Dimitri Torgowanow am Kreis. Bis zur 26.Minute blieb die Partie ausgeglichen, ehe sich der HSV innerhalb von einer Minute wieder mit zwei Toren zum zwischenzeitlichen 10:12 absetzte. Hierbei nutzte der HSV wiederum Fehler im Angriffsspiel aus, welche per Tempogegenstoß zu Toren genutzt wurden. Bis zur Halbzeit blieb es bei diesem zwei Tore Vorsprung, so dass Hamburg mit einer 11:13 Führung in die Halbzeit ging.
In der zweiten Halbzeit stand nun beim HSV Per Sandström für Johannes Bitter zwischen den Pfosten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte der WHV gleich den besseren Start. So gewann der WHV gleich in der Abwehr den Ball und per Tempogenstoss erzielte Gylfi Gylfason nach 31 Sekunden den 12:13 Anschlusstreffer. 20 Sekunden später stellte jedoch Pascal Hens den zwei Tore Vorsprung der Hamburger wieder her. In der Folge sollte sich dann jedoch der Torwartwechsel der Hamburger auszahlen. So hielt zuerst Sandström einen Siebenmeter und den folgenden Nachwurf von Tobias Schröder und auch in den folgenden Minuten fanden die WHV- Angreifer oftmals in Sandström ihren Meister. Jedoch konnte Hamburg nur bedingt davon profitieren, da man seinerseits einige technische Fehler produzierte bzw. an der guten WHV- Deckung scheiterte. So konnte Hamburg seinen Vorsprung nur auf drei Tore ausbauen (14:17 39.41 Minute). Der WHV kämpfte jedoch weiterhin verbissen um den jeden Ball und kam durch Milan Vucicevic wieder auf zwei Tore heran, ehe Hamburg bis zur 43. Minute nach WHV- Fehlern wieder auf vier Tore davonzog (16:20 43.Minute). Jedoch kam der WHV nach Treffern von Oliver Köhrmann und Kristian Ljubanovic wieder auf zwei Tore heran (45.Minute). Jedoch kam der WHV bis zum Ende der Partie immer nur bis auf zwei Tore an den HSV heran. So vergab man leider in der Schlussphase durch Abspielfehler bzw. Fehlwürfe die Möglichkeit näher an den HSV heranzukommen. Der HSV hingegen spielte zu diesem Zeitpunkt cleverer und kam zumeist zu leichten Toren aus dem Rückraum und von Außen. So gewann der HSV am Ende knapp mit 22:25 gegen den WHV, was jedoch nicht die starke Leistung des WHV schmälern sollte. Diese Leistung honorierten auch die Zuschauer, welche zwei Minute vor dem Ende geschlossen standen. Somit endete ein toller Handball-Abend, wobei vor allem der WHV durch eine starke kämpferische Leistung und eine gute Deckungsleistung überzeugte.
Beim WHV muss man Kristian Ljubanovic hervorheben, der nicht nur durch seine fünf Treffer auf sich aufmerksam machen konnte.
Beim HSV zeigte vor allem in der zweiten Halbzeit Per Sandström eine starke Leistung. Zudem hatten Kyung-Shin Yoon und Pascal Hens mit sechs Treffern großen Anteil am Sieg der Hamburger.


Stimmen zum Spiel :

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): Wir freuen uns über den verdienten Sieg, welchen wir gegen einen aufopferungsvoll kämpfenden WHV erringen konnten. Dabei setzte uns der WHV durch seine lang vorgetragenen Angriffe unter Druck, so dass meine Abwehr am obersten Limit spielen musste. So war unser Hauptziel auch nicht in Rückstand zu geraten, was uns auch gelungen ist. Daher muss ich sowohl meiner Mannschaft aber auch dem WHV für sein Spiel ein großes Kompliment machen. Mit der Angriffsleistung meines Teams bin ich jedoch nicht zufrieden. Speziell in der ersten Halbzeit haben wir in der Phase, wo wir mit 3-4 Toren führten, zu viele Fehler gemacht. Am Ende sind wir jedoch froh, dass wir beide Punkte mitnehmen konnten.

Michael Biegler (Trainer Wilhelmshavener HV): Zuerst möchten meine Mannschaft und ich mich für die tolle Unterstützung bei der Halle bedanken. Die Mannschaft hat alles versucht, was möglich war. Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir dann nicht mehr so aggressiv in der Abwehr agieren, da ich aufgrund des Ausfalls von Jacek Bedzikowski tauschen musste. Zudem haben wir dann vorne zu viele Bälle weggeworfen. Wir haben sehr diszipliniert gespielt und kämpferisch alles gegeben. Vielen Dank nochmals für die Unterstützung, ein tolles Spiel mit einer knappen 3 Tore Niederlage.


Wilhelmshavener HV: HSV Hamburg 22:25 (11:13)

WHV: Weiner (1.-60.), Ljubanovic 5, Binder 4, Schröder 3/2, O. Köhrmann 3, Gylfason 2, Vucicevic 2, Rui 2, Bedzikowski 1, Bonath, C. Köhrmann, Babin (n.e.), Kelm (n.e.)

Hamburg: Bitter (1.-30.), Sandström (31.-60), Hens 6, Yoon 6/2, Schröder 4, Jansen 3, Torgowanow 2, B. Gille 2, Lijewski 2, G. Gille, Flohr, Souza, Jurecki (n.e.), Ursic (n.e.), Lindberg (n.e.), Schult (n.e.)

Zuschauer: 2410
Schiedsrichter: Hartmann/ Schneider
Strafminuten: 6/ 8
Siebenmeter: 4/ 2 (Schröder scheitert an Sandström/O. Köhrmann scheitert an Sandström– 2/ 2
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 09:35 Uhr  

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