WHV siegt nach einem am Ende spannenden Spiel



Geschrieben von: WHV-Webteam
Sonntag, den 23. September 2007 um 03:00 Uhr
Der Wilhelmshavener HV konnte heute zwei wichtige
Punkte im Kampf um den Klassenerhalt erringen. So besiegte man in einer
spannenden Partie den Aufsteiger TuSEM Essen mit 25:24.
Vor 2.140 Zuschauern in der Nordfrost Arena begann der
WHV anfangs mit Kristian Ljubanovic, Gylfi Gylfason, Renato Rui, Jacek
Bedzikowski , Michael Binder und mit Oliver Köhrmann auf der Rückraummitte. Im
Tor stand, wie schon in den letzten Partien von Beginn an, Adam Weiner, dem in
der heutigen Partie mit Neuzugang Nils Babin wieder ein Partner zur Seite stand.
Beim Gast aus Essen war das Pendant für Oliver Köhrmann Sergio Ruiz Casanova,
der auf der Rückraummitte begann. Im Tor stand beim TuSEM der erfahrene
Neuzugang Thorsten Friedrich.
Das erste Tor der Partie gelang dem WHV, als
nämlich nach 55 Sekunden Renato Rui aus dem Rückraum hochstieg und zum ersten
Mal Thorsten Friedrich im Essener-Tor bezwingen konnte. Daran richtete auch die
5-1 Abwehrformation von Essen nichts aus, wo zu Beginn Ajoscha Schmidt als
Vorgezogener agierte, ehe er Mitte der ersten Halbzeit von Ben Schütte auf
dieser Position ersetzt wurde. Nichts desto trotz konnte sich der WHV in der
Folge bis zur vierten Minute mit 3:0 absetzen, wobei die in dieser Phase
auftretenden technischen Fehler der Essener (Zeitspiel, Stürmerfoul) konsequent
in Tore umgesetzt wurden. Jedoch sollte diese Führung nur kurz andauern, denn
schon in der siebten Minute glich Essen nach einem Unterhandwurf von Sergio Ruiz
Casanova zum 3:3 aus. Essen nutzte nun ihrerseits die Fehler im Angriffsspiel
des WHV, vor allem beim Passspiel, wodurch der Ausgleich erst ermöglicht wurde.
In den folgenden Minuten blieb die Partie ausgeglichen. Zwar ging Essen in der
12.Minute erstmals mit 5:6 in Führung (12:36), welche der WHV in Person von
Michael Binder innerhalb von 12 Sekunden wieder ausglich (6:6 12:48). In der
15.Minute ging dann wiederum der WHV nach einem Tor von Oliver Köhrmann, der vom
Kreis traf, mit 7:6 in Führung. Ein Mittel, was der WHV auch vermehrt in den
folgenden Minuten versuchte umzusetzen. So versuchte der WHV vermehrt mit
Kreisanspielen gegen die kompakte Deckung der Essener mit Mark Dragunski im
Mittelblock zum Erfolg zu kommen, was auch in der Folge gelang. So brachte in
der 18.Minute Kristian Ljubanovic vom Kreis per sehenswerten Heber den WHV
erstmals mit drei Toren in Führung (9:6). Dieser Vorsprung wurde auch durch eine
gute harmonierende Deckung des WHV erst möglich, die die Essener zu
Ballverlusten und Fehlwürfen zwang. Im Angriff bestrafte dann der WHV die
Essener Fehler mit zumeist schön heraus gespielten Toren vom Kreis bzw. aus dem
Rückraum. Zudem hielt Adam Weiner auch wieder stark, so dass sich der WHV bis
zur Halbzeit mit 4 Toren absetzen konnte (14:10 Halbzeitstand).
Zu Beginn
der zweiten Halbzeit stellte Essen im Angriff und in der Abwehr um. So spielte
fortan Andrei Siniak auf Rückraummitte und der ex WHV-Spieler David Katzirz kam
nun im Angriff zum Einsatz. In der Abwehr agierte nun eine 6-0 Deckung, bei der
zwischen den Pfosten Gerrie Eylers stand. Zu Beginn gelang wiederum dem WHV der
bessere Start. In der 31.Minute konnte Kristian Ljubanovic einen Tempogegenstoß
nach einem Stürmerfoul von Mark Dragunski erfolgreich abschließen, so dass der
WHV nun mit fünf Toren zum zwischenzeitlichen 16:11 in Führung ging. Jedoch
kämpfte sich Essen wieder heran, was vor allem an zwei Personen lag. So hielt im
Angriff Evars Klesniks mit seinen Treffern den TuSEM im Spiel und in der Abwehr
bot Gerrie Eylers im Tor eine starke Leistung, so dass Essen in der 38.Minute
auf 16:14 heran kam. Zudem stand die WHV-Deckung nicht mehr so aufmerksam wie in
der ersten Halbzeit. Bis zur 40.Minute hatte der zwei Tore Vorsprung des WHV
Bestand, ehe der WHV auf eine 5-1 Deckung umstellte, in der Christian Köhrmann
als Vorgezogener agierte. In der Folge baute der WHV seinen Vorsprung von 18:16
(40.Minute) bis auf 22.17 (49.Minute) aus. Dabei sollte man besonders das 20:16
hervorheben, als Tobias Schröder per Siebenmeter in Manier eines Keglers den
Ball an Gerrie Eylers vorbei ins Tor beförderte. Jedoch kämpfte Essen weiterhin
verbissen um den Anschluss. Dieser gelang schließlich Essen auch in einer
Überzahlsituation. So nutzte Essen die Anspielfehler des WHV während dieser
Situation aus und kam zwischen der 51.Minute und 53.Minute von 22:18 auf 22:20
heran. In der nun folgenden Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig
spannend in der Nordfrost-Arena. In der 55.Minute kam Essen nach einem Treffer
von Sergio Ruiz Casanova bis auf ein Tor heran (23:22), ehe im Gegenzug Renato
Rui wieder auf 24:22 für den WHV erhöhen konnte. In der 58.Minute brachte Gunnar
Dietrich Essen mit 25:24 wieder auf ein Tor heran. Zwar hatte der WHV dann im
Angriff den Ball, verlor diesen aber 30 Sekunden vor Ende der Partie. Essen nahm
nun den Torhüter heraus und versuchte mit sieben Spielern doch noch den
Ausgleich zu erzielen. Jedoch kam es nach dem letzten Pass zu Klesniks nicht
mehr zum Torwurf, so dass der WHV am Ende mit 25:24 gewinnen konnte und damit
zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt sichern konnte.
Beim WHV
überzeugten der treffsichere Siebenmeterschütze Tobias Schröder (6 Treffer) als
auch der starke Adam Weiner, der 14 Paraden, davon 2 gehaltene Siebenmeter, zum
Sieg beisteuern konnte.
Bei Essen muss man Evars Klesniks hervorheben, der
sich mit sieben Treffern in die Torschützenliste eintrug. Außerdem zeigte Gerrie
Eylers im Tor eine gute Leistung.
Stimmen zum Spiel:
Tobias
Schröder (WHV): Wir hätten die Partie deutlicher gewinnen können. Jedoch haben
wir uns selbst das Leben schwer gemacht. Am Ende zählen jedoch die gewonnenen
zwei Punkte.
Jens Pfänder (Trainer TuSEM Essen): Wir sind über das
Ergebnis enttäuscht, wie jeder verstehen kann, da wir die Partie so knapp
verloren haben. Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben, um die
beiden Punkte zu holen. In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr zu passiv
gestanden, wodurch wir auf die WHV- Angreifer keinen Druck ausüben konnten.
Daher gingen wir mit vier Toren Rückstand in die Kabine. Dieser Rückstand hat
uns jedoch keine Angst gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf eine
6-0 Deckung umgestellt (nicht unsere Stammdeckungsformation). Die Erkenntnis
dieser Umstellung ist jedoch, dass wir auch mit dieser Deckungsvariante einen
Gegner auswärts unter Druck setzen können. Nach dem 22:17 haben wir nicht
aufgesteckt und haben uns wieder heran gekämpft. Jedoch fehlte uns am Ende im
Angriff die Cleverness, um die Partie noch zu drehen. Jedoch ist am Ende der
Sieg des WHV über die gesamten 60 Minuten verdient. Glückwunsch an den WHV.
Michael Biegler (Trainer WHV): Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden,
obwohl der Sieg hinten heraus sehr glücklich war. Speziell in der Phase vom
22:17 zum 22:20 war der Sieg ins Wanken geraten. Für die Mannschaft war es das
4. Spiel in 12 Tagen. Trotzdem ist die Mannschaft gut in Schuss. Heute muss ich
speziell 4 Spielern Respekt zollen, die angeschlagen ins Spiel gingen. Diese
sind Oliver und Christian Köhrmann, Renato Rui und Gylfi Gylfason. Jedoch muss
ich auch Essen Respekt zollen, die über einen schussfreudigen Rückraum und
dynamische Spieler verfügen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gedeckt. Mit
der Deckungsleistung am Anfang der zweiten Halbzeit bin ich nicht einverstanden,
da wir in 11 Minuten 6 Tore kassierten. Ich bin glücklich, dass wir beide Punkte
behalten haben, auch im Hinblick auf die kommenden drei Partien. Alle Spieler
haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Wir können kurzfristig
glücklich über die beiden erzielten Punkte sein.
Wilhelmshavener HV:
TuSEM Essen 25:24 (14:10)
WHV: Weiner (1.-60.), Schröder 6/6, O. Köhrmann
5, Ljubanovic 4, Rui 4, Binder 3, Gylfason 2, Bedzikowski 1, C. Köhrmann,
Vucicevic, Babin (n.e.), Bonath (n.e.), Kelm (n.e.)
Essen: Friedrich
(1.-30.), Eylers (31.-60./ zwei Siebenmeter erste Halbzeit), Klesniks 7, Schmetz
5/1, Casanova 4, Dragunski 2, Siniak 2, Schmidt 2, Schütte 1, Dietrich 1,
Katzirz, Vrany, Sigfusson (n.e.), Thoke (n.e.), Kaluzinski (n.e.), Schult
(n.e.)
Zuschauer: 2140
Schiedsrichter: Methe/ Methe
Strafminuten:
2/ 8
Siebenmeter: 6/ 6 – 3/ 1 (Schmetz scheitert an Weiner /Schmidt scheitert
an Weiner)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 09:35 Uhr
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