WHV siegt nach einem am Ende spannenden Spiel

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Der Wilhelmshavener HV konnte heute zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt erringen. So besiegte man in einer spannenden Partie den Aufsteiger TuSEM Essen mit 25:24.
Vor 2.140 Zuschauern in der Nordfrost Arena begann der WHV anfangs mit Kristian Ljubanovic, Gylfi Gylfason, Renato Rui, Jacek Bedzikowski , Michael Binder und mit Oliver Köhrmann auf der Rückraummitte. Im Tor stand, wie schon in den letzten Partien von Beginn an, Adam Weiner, dem in der heutigen Partie mit Neuzugang Nils Babin wieder ein Partner zur Seite stand. Beim Gast aus Essen war das Pendant für Oliver Köhrmann Sergio Ruiz Casanova, der auf der Rückraummitte begann. Im Tor stand beim TuSEM der erfahrene Neuzugang Thorsten Friedrich.
Das erste Tor der Partie gelang dem WHV, als nämlich nach 55 Sekunden Renato Rui aus dem Rückraum hochstieg und zum ersten Mal Thorsten Friedrich im Essener-Tor bezwingen konnte. Daran richtete auch die 5-1 Abwehrformation von Essen nichts aus, wo zu Beginn Ajoscha Schmidt als Vorgezogener agierte, ehe er Mitte der ersten Halbzeit von Ben Schütte auf dieser Position ersetzt wurde. Nichts desto trotz konnte sich der WHV in der Folge bis zur vierten Minute mit 3:0 absetzen, wobei die in dieser Phase auftretenden technischen Fehler der Essener (Zeitspiel, Stürmerfoul) konsequent in Tore umgesetzt wurden. Jedoch sollte diese Führung nur kurz andauern, denn schon in der siebten Minute glich Essen nach einem Unterhandwurf von Sergio Ruiz Casanova zum 3:3 aus. Essen nutzte nun ihrerseits die Fehler im Angriffsspiel des WHV, vor allem beim Passspiel, wodurch der Ausgleich erst ermöglicht wurde. In den folgenden Minuten blieb die Partie ausgeglichen. Zwar ging Essen in der 12.Minute erstmals mit 5:6 in Führung (12:36), welche der WHV in Person von Michael Binder innerhalb von 12 Sekunden wieder ausglich (6:6 12:48). In der 15.Minute ging dann wiederum der WHV nach einem Tor von Oliver Köhrmann, der vom Kreis traf, mit 7:6 in Führung. Ein Mittel, was der WHV auch vermehrt in den folgenden Minuten versuchte umzusetzen. So versuchte der WHV vermehrt mit Kreisanspielen gegen die kompakte Deckung der Essener mit Mark Dragunski im Mittelblock zum Erfolg zu kommen, was auch in der Folge gelang. So brachte in der 18.Minute Kristian Ljubanovic vom Kreis per sehenswerten Heber den WHV erstmals mit drei Toren in Führung (9:6). Dieser Vorsprung wurde auch durch eine gute harmonierende Deckung des WHV erst möglich, die die Essener zu Ballverlusten und Fehlwürfen zwang. Im Angriff bestrafte dann der WHV die Essener Fehler mit zumeist schön heraus gespielten Toren vom Kreis bzw. aus dem Rückraum. Zudem hielt Adam Weiner auch wieder stark, so dass sich der WHV bis zur Halbzeit mit 4 Toren absetzen konnte (14:10 Halbzeitstand).
Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte Essen im Angriff und in der Abwehr um. So spielte fortan Andrei Siniak auf Rückraummitte und der ex WHV-Spieler David Katzirz kam nun im Angriff zum Einsatz. In der Abwehr agierte nun eine 6-0 Deckung, bei der zwischen den Pfosten Gerrie Eylers stand. Zu Beginn gelang wiederum dem WHV der bessere Start. In der 31.Minute konnte Kristian Ljubanovic einen Tempogegenstoß nach einem Stürmerfoul von Mark Dragunski erfolgreich abschließen, so dass der WHV nun mit fünf Toren zum zwischenzeitlichen 16:11 in Führung ging. Jedoch kämpfte sich Essen wieder heran, was vor allem an zwei Personen lag. So hielt im Angriff Evars Klesniks mit seinen Treffern den TuSEM im Spiel und in der Abwehr bot Gerrie Eylers im Tor eine starke Leistung, so dass Essen in der 38.Minute auf 16:14 heran kam. Zudem stand die WHV-Deckung nicht mehr so aufmerksam wie in der ersten Halbzeit. Bis zur 40.Minute hatte der zwei Tore Vorsprung des WHV Bestand, ehe der WHV auf eine 5-1 Deckung umstellte, in der Christian Köhrmann als Vorgezogener agierte. In der Folge baute der WHV seinen Vorsprung von 18:16 (40.Minute) bis auf 22.17 (49.Minute) aus. Dabei sollte man besonders das 20:16 hervorheben, als Tobias Schröder per Siebenmeter in Manier eines Keglers den Ball an Gerrie Eylers vorbei ins Tor beförderte. Jedoch kämpfte Essen weiterhin verbissen um den Anschluss. Dieser gelang schließlich Essen auch in einer Überzahlsituation. So nutzte Essen die Anspielfehler des WHV während dieser Situation aus und kam zwischen der 51.Minute und 53.Minute von 22:18 auf 22:20 heran. In der nun folgenden Schlussphase wurde es dann noch einmal richtig spannend in der Nordfrost-Arena. In der 55.Minute kam Essen nach einem Treffer von Sergio Ruiz Casanova bis auf ein Tor heran (23:22), ehe im Gegenzug Renato Rui wieder auf 24:22 für den WHV erhöhen konnte. In der 58.Minute brachte Gunnar Dietrich Essen mit 25:24 wieder auf ein Tor heran. Zwar hatte der WHV dann im Angriff den Ball, verlor diesen aber 30 Sekunden vor Ende der Partie. Essen nahm nun den Torhüter heraus und versuchte mit sieben Spielern doch noch den Ausgleich zu erzielen. Jedoch kam es nach dem letzten Pass zu Klesniks nicht mehr zum Torwurf, so dass der WHV am Ende mit 25:24 gewinnen konnte und damit zwei wichtige Punkte für den Klassenerhalt sichern konnte.
Beim WHV überzeugten der treffsichere Siebenmeterschütze Tobias Schröder (6 Treffer) als auch der starke Adam Weiner, der 14 Paraden, davon 2 gehaltene Siebenmeter, zum Sieg beisteuern konnte.
Bei Essen muss man Evars Klesniks hervorheben, der sich mit sieben Treffern in die Torschützenliste eintrug. Außerdem zeigte Gerrie Eylers im Tor eine gute Leistung.


Stimmen zum Spiel:

Tobias Schröder (WHV): Wir hätten die Partie deutlicher gewinnen können. Jedoch haben wir uns selbst das Leben schwer gemacht. Am Ende zählen jedoch die gewonnenen zwei Punkte.

Jens Pfänder (Trainer TuSEM Essen): Wir sind über das Ergebnis enttäuscht, wie jeder verstehen kann, da wir die Partie so knapp verloren haben. Speziell in der zweiten Halbzeit haben wir alles gegeben, um die beiden Punkte zu holen. In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr zu passiv gestanden, wodurch wir auf die WHV- Angreifer keinen Druck ausüben konnten. Daher gingen wir mit vier Toren Rückstand in die Kabine. Dieser Rückstand hat uns jedoch keine Angst gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir dann auf eine 6-0 Deckung umgestellt (nicht unsere Stammdeckungsformation). Die Erkenntnis dieser Umstellung ist jedoch, dass wir auch mit dieser Deckungsvariante einen Gegner auswärts unter Druck setzen können. Nach dem 22:17 haben wir nicht aufgesteckt und haben uns wieder heran gekämpft. Jedoch fehlte uns am Ende im Angriff die Cleverness, um die Partie noch zu drehen. Jedoch ist am Ende der Sieg des WHV über die gesamten 60 Minuten verdient. Glückwunsch an den WHV.

Michael Biegler (Trainer WHV): Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, obwohl der Sieg hinten heraus sehr glücklich war. Speziell in der Phase vom 22:17 zum 22:20 war der Sieg ins Wanken geraten. Für die Mannschaft war es das 4. Spiel in 12 Tagen. Trotzdem ist die Mannschaft gut in Schuss. Heute muss ich speziell 4 Spielern Respekt zollen, die angeschlagen ins Spiel gingen. Diese sind Oliver und Christian Köhrmann, Renato Rui und Gylfi Gylfason. Jedoch muss ich auch Essen Respekt zollen, die über einen schussfreudigen Rückraum und dynamische Spieler verfügen. In der ersten Halbzeit haben wir gut gedeckt. Mit der Deckungsleistung am Anfang der zweiten Halbzeit bin ich nicht einverstanden, da wir in 11 Minuten 6 Tore kassierten. Ich bin glücklich, dass wir beide Punkte behalten haben, auch im Hinblick auf die kommenden drei Partien. Alle Spieler haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Wir können kurzfristig glücklich über die beiden erzielten Punkte sein.


Wilhelmshavener HV: TuSEM Essen 25:24 (14:10)

WHV: Weiner (1.-60.), Schröder 6/6, O. Köhrmann 5, Ljubanovic 4, Rui 4, Binder 3, Gylfason 2, Bedzikowski 1, C. Köhrmann, Vucicevic, Babin (n.e.), Bonath (n.e.), Kelm (n.e.)

Essen: Friedrich (1.-30.), Eylers (31.-60./ zwei Siebenmeter erste Halbzeit), Klesniks 7, Schmetz 5/1, Casanova 4, Dragunski 2, Siniak 2, Schmidt 2, Schütte 1, Dietrich 1, Katzirz, Vrany, Sigfusson (n.e.), Thoke (n.e.), Kaluzinski (n.e.), Schult (n.e.)

Zuschauer: 2140
Schiedsrichter: Methe/ Methe
Strafminuten: 2/ 8
Siebenmeter: 6/ 6 – 3/ 1 (Schmetz scheitert an Weiner /Schmidt scheitert an Weiner)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 09:35 Uhr  

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