WHV trifft am Mittwoch auf den VfL Gummersbach

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Zu seinem zweiten Heimspiel empfängt der Wilhelmshavener HV am Mittwoch mit dem VfL Gummersbach eines der Topteams der Liga, welches bekanntlich letzte Saison in der Champions League gespielt hat. Auch in dieser Saison ist wiederum die Champions- League Qualifikation das erklärte Saisonziel, was aufgrund der Dichte an Spitzenteams schon ein recht hoch gestecktes Ziel ist. Das Unternehmen Champions League Qualifikation wurde zudem noch durch eine Personalentscheidung kurz vor Saisonbeginn im erheblichen Maße erschwert. So verlor der VfL mit Daniel Narcisse einen seiner Toptorschützen der letzten Saison. Dieser wechselte nach einem wochenlangen juristischen Tauziehen zum französischen Topklub Chambery Savoie. Der VfL und seine Fans werden in dieser Saison sicherlich vor allem die „leichten Tore“ aus dem Rückraum von Narcisse schmerzlich vermissen, mit denen er alleine schon so manches Spiel des VfL entscheiden konnte. Des Weiteren verließen auch mit Torhüter Christian Ramota (unbekannt), Spielmacher Francois-Xavier Houlet (Laufbahnende), Außenspieler Michael Spatz (TV Großwallstadt) und Kreisläufer Jörg Lützelberger (TBV Lemgo) langjährige Stammspieler den VfL. Auf ein Wiedersehen mit unserem ehemaligen Spieler Bennet Wiegert wird es ebenfalls nicht kommen, da dieser kurz vor Saisonbeginn zu seinem ex- Klub SC Magdeburg wechselte.
Für die sechs Abgänge verpflichtete man jedoch auch sechs Neuzugänge, von denen am bekanntesten wohl der neue Spielmacher Oleg Kuleschow und unser ehemaliger WHV-Spieler Roman Pungartnik sind, die aus Magdeburg bzw. Hamburg den Weg ins Oberbergische fanden.
Der Saisonstart für Gummersbach verlief in dieser Saison nicht wie gewünscht. So verlor man gegen die Rhein-Neckar Löwen gleich zum Saisonstart mit 23:32, was gleichzeitig die höchste Niederlage in der heimischen Köln Arena war. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass in dieser Partie mit Gudjon Valur Sigurdsson und Goran Stojanovic zwei der Leistungsträger des VfL fehlten. In den beiden bisherigen Auswärtsspielen merkte man dem VfL noch die fehlende Abstimmung speziell im Angriff an, was natürlich auch am Weggang von Narcisse liegt. So konnte sich der VfL erst in letzter Sekunde in Minden mit 23:24 durchsetzen, ehe man in Berlin nur zu einem 28:28 Unentschieden kam. Am vergangenen Sonntag verlor man zudem gegen Flensburg-Handewitt in der heimischen Köln Arena mit 28:30, so dass ein angeschlagener, aber nicht minder gefährlicher VfL den Weg an die Nordsee antritt.
Der WHV hingegen kann mit seinem Saisonstart zufrieden sein. Nach dem wichtigen Sieg gegen Minden und der erwarteten Niederlage in Flensburg konnte man am letzten Mittwoch in einer hart umkämpften Partie in Nettelstedt einen Punkt erringen. Bis sechs Sekunden vor Ende sah es sogar nach einem Auswärtssieg aus, ehe dieser ideale WHV- Saisonstart doch noch von Seiten des TuS verhindert wurde. Speziell in dieser Partie zeigte der WHV vor allem eine starke kämpferische Leistung, wobei man sich auch von Rückständen nicht aus der Ruhe bringen ließ. Auch gegen Gummersbach wird dieses von Nöten sein, wobei sicherlich auch eine starke Torwart- und Abwehrleistung extrem wichtig sein werden. Wenn der WHV- Kader die bisherigen schweren Spiele gut überstanden hat, könnte man vielleicht sogar für einen Punktgewinn in Frage kommen. Jedoch wird dieses sehr schwer werden, denn der VfL steht in diesem Spiel schon unter einem gewissen Druck einen Sieg erringen zu müssen. Aber vielleicht gelingt dem WHV am Mittwoch auch mit Hilfe der Zuschauer in der Nordfrost-Arena eine Überraschung.


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 09:35 Uhr  

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