WHV gewinnt den Merkur-Spielothek-Cup



Geschrieben von: WHV-Webteam
Sonntag, den 12. August 2007 um 03:00 Uhr
Der Wilhelmshavener HV konnte gleich bei seiner
ersten Teilnahme den Merkur-Spielothek-Cup gewinnen. Zuvor jedoch wurde erst der
dritte Platz im Spiel zwischen TUS Nettelstedt-Lübbecke und der HSG Düsseldorf
ausgespielt.
Vor 500 Zuschauern in der Mindener Kampa-Halle gelang
dabei der HSG der bessere Start. Ähnlich wie im Spiel gegen GWD Minden führte
Düsseldorf nach 4 Minuten mit 1:4. Bis zu diesem Zeitpunkt funktionierte die
aggressive 4:2 Abwehrformation von Nettelstedt noch nicht wie gewünscht. In der
Folge jedoch kam der TUS durch seine Abwehr zu Ballgewinnen, so dass man in der
7 Minute folgerichtig zum 4:4 ausgleichen konnte. Bis zur 17.Minute blieb dann
die Partie eng. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen,
was auch an den beiden starken Torhütern Savonis auf Seiten der HSG und
Gudmundsson auf Seiten des TUS lag. Dieses zeigte sich ebenfalls am
zwischenzeitlichen Spielstand von 7:8 für Düsseldorf. Dann profitierte
Düsseldorf jedoch von einigen Fehlern im Angriffsspiel von Nettelstedt, wodurch
sich die HSG in der 21.Minute auf 8:11 absetzen konnte. Nettelstedt erspielte
sich jedoch wiederum durch die gute Abwehrarbeit Ballgewinne, wodurch man in der
24.Minute zum 11:11 ausgleichen konnte. Bis zur Halbzeit blieb die Partie
ausgeglichen, so dass beide Mannschaften mit dem Spielstand 12:12 in die Kabine
gingen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb die Partie weiterhin sehr eng.
Erst in der 38.Minute konnte sich Nettelstedt eine zwei Tore- Führung zum
zwischenzeitlichen 16:14 erspielen. Diese Führung baute Nettelstedt in den
folgenden Minuten auf 4-Tore (18:14) aus. Hierbei profitierte der TUS von den
vermehrt auftretenden Fehlern im Spiel der Düsseldorfer. Daneben hielt auch der
zweite Torhüter von Nettelstedt Blazicko in dieser Phase sehr stark. Jedoch
gaben sich die Düsseldorfer nicht auf und versuchten nun mit einer aggressiven
5:1 Abwehrformation zum Erfolg zu kommen. Durch diese Abwehrumstellung zwang man
den TUS zu einigen Fehlern, so dass Düsseldorf in der 53.Minute nur noch mit
einem Tor (22:21) zurücklag. Nettelstedt spielte jedoch weiterhin seine Angriffe
ruhig aus und konnte durch seine Außen wieder auf drei Tore davonziehen. Diesen
Vorsprung baute man sogar noch aus, so dass am Ende ein 27:22 Sieg des TUS stand
und damit Nettelstedt-Lübbecke den dritten Platz beim Merkur-Spielothek-Cup
erringen konnte.
Hiernach folgte nun das Finale zwischen der heimischen GWD
Minden und dem Wilhelmshavener HV. Dabei musste der Wilhelmshavener HV auf
seinen Spielmacher Oliver Köhrmann verzichten, der aufgrund seines im Spiel
gegen Lübbecke erlittenen Cuts am Auge nicht spielen konnte. Die
Spielmacherposition übernahm dadurch sein Bruder Christian Köhrmann. Vor 1000
Zuschauern gelang der GWD der bessere Start in die Partie. So führte Minden nach
4 Minuten mit 0:2. In der 7.Minute konnte dann Jacek Bedzikowski das erste
WHV-Tor erzielen, was gleichzeitig der Anschlusstreffer zum 1:2 war. Minden zog
jedoch wieder mit 2 Toren davon, die der WHV wieder in der 12.Minute ausgleichen
konnte. In der 13.Minute ging der WHV dann durch Michael Binder erstmals in
Führung, der eine Minute später sogar auf 6:4 erhöhte. Minden konnte in einer
kampfbetonten Partie im weiteren Verlauf wieder die WHV-Führung ausgleichen,
sich aber dann nicht entscheidend absetzen. Dieses lag vor allem an der guten
WHV-Abwehrarbeit mit einem starken Jendrik Meyer im Tor. Aber auch der WHV zog
nicht entscheidend davon, was an der guten Abwehr von Minden lag. Bis zur
Halbzeit erspielte sich dann Minden eine 11:12 Führung, womit beide Mannschaften
die Seiten wechselten.
Nach der Halbzeit blieb die Partie weiterhin eng und
kampfbetont. In der 34.Minute musste dann Jacek Bedzikowski nach seiner dritten
Zeitstrafe und der damit verbundenen roten Karte das Spielfeld verlassen. Der
WHV steckte auch diese Schwächung weg und konnte die Partie, angetrieben vom nun
im Rückraum agierenden Renato Rui, ausgeglichen gestalten (36.Minute 15:15). Bis
zur 40.Minute erspielte sich dann der WHV sogar eine 18:16 Führung .Dieses lag
vor allem am starken Christian Köhrmann, der auf der Spielmacherposition das
Spiel clever lenkte. Dadurch konnte sich der WHV-Angriff ein ums andere Mal
gegen die Mindener Deckung durchsetzen. Daneben stand die WHV-Abwehr in dieser
Phase und im Tor bot Jendrik Meyer eine klasse Leistung. In der 42.Minute war es
dann Christian Köhrmann per Siebenmeter vergönnt, den WHV erstmals mit drei
Toren (20:17) in Führung zu bringen. Selbst in einer doppelten
Unterzahlsituation konnte der WHV durch ein Tor vom starken Renato Rui seine
drei Tore Führung halten. Minden kämpfte jedoch verbissen weiter und konnte dann
zwischen der 53.und 55. Minute durch einen Doppelschlag von Kunisch auf 25:24
herankommen. Jedoch behielt der WHV die Nerven und Christian Köhrmann erhöhte
dann mit seinem vierten Siebenmetertreffer in der 58.Minute zum 27:24. Minden
verkürzte dann noch in der Schlussminute, so dass am Ende ein knapper, aber
verdienter 27:26 Sieg des WHV stand. Damit gewann der WHV gleichzeitig auch den
Spielotheken-Cup. Den zweiten zu vergebenen Pokal konnte ebenfalls ein
WHV-Spieler mit nach Hause nehmen. Christian Köhrmann wurde nämlich mit
insgesamt 11 Treffern Torschützenkönig des Turniers.
Somit konnte der WHV
sein zweites Turnier in der Vorbereitung gewinnen. Aufgrund des bei diesem
Turnier durch Verletzungen dezimierten Kaders ist dieser Sieg noch etwas höher
zu bewerten. Die Vorbereitung wird nun am nächsten Wochenende in Vechta mit
einem Spiel gegen den Zweitligisten Ahlener SG beendet. Danach kommt es wieder
zum Spiel GWD Minden gegen WHV, diesmal jedoch in der Nordfrost-Arena, wenn am
25.August die Bundesliga beginnt und es für den WHV wieder um wichtige
Bundesliga-Punkte geht.
TUS Nettelstedt-Lübbecke: HSG Düsseldorf
27:22 (12:12)
Nettelstedt: Gudmundsson (1.-30), Blazicko (30-60), Skatar
6, Szymanski 3, Cale 3, Tomic 3, Olafsson 3, Datukashvili 2, Remer 2/1, Kokir 2,
Anclais 2, Greiner 1, Tesch (n.e.), Madert (n.e.)
Düsseldorf: Savonis
(1-30.), Puhle (30-60.), Ramota 5, Berblinger 4/2, Sieberger 3, Makowka 3, Sulc
2, Novickis 2, Runge 1, Pöter 1/1, Neukirchen 1, Wernicke, von Gruchalla,
Wernicke, Heinrichs (n.e.), Fölser (n.e.)
Zuschauer:
500
Schiedsrichter: Prang/Reichl
Strafminuten: 16/ 8
Siebenmeter: 3/ 3
– 2/ 1
besondere Vorkommnisse: Rote Karte Szymanski (Lübbecke dritte
Zeitstrafe 40.Minute)
Wilhelmshavener HV: GWD Minden 27:26
(11:12)
WHV: Meyer, C. Köhrmann 7/4,Rui 5, Binder 5, Ljubanovic 4,
Gylfason 3, Bonath 1, Vucicevic 1, Bedzikowski 1, Kelm, Weiner (n.e.), Eilts
(n.e.), Schröder (n.e.), O. Köhrmann (n.e.),
Minden: Besirevic (1-30.),
Buhrmester (30-60), Niemeyer 7, Schäpsmeier 5, Kunisch 5, Just 3/ 1, Simon 2,
Jonsson 2, Buschmann 1, Henriksson 1, Hynek, Cehajic,
Auerswald
Zuschauer: 1000
Schiedsrichter: Immel/Klein
Strafminuten: 18/ 12
Siebenmeter: 4/ 4 – 2/ 1
besondere Vorkommnisse:
Rote Karte Bedzikowski (WHV dritte Zeitstrafe 34.Minute)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 13:53 Uhr
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