WHV gewinnt den Merkur-Spielothek-Cup

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Der Wilhelmshavener HV konnte gleich bei seiner ersten Teilnahme den Merkur-Spielothek-Cup gewinnen. Zuvor jedoch wurde erst der dritte Platz im Spiel zwischen TUS Nettelstedt-Lübbecke und der HSG Düsseldorf ausgespielt. Vor 500 Zuschauern in der Mindener Kampa-Halle gelang dabei der HSG der bessere Start. Ähnlich wie im Spiel gegen GWD Minden führte Düsseldorf nach 4 Minuten mit 1:4. Bis zu diesem Zeitpunkt funktionierte die aggressive 4:2 Abwehrformation von Nettelstedt noch nicht wie gewünscht. In der Folge jedoch kam der TUS durch seine Abwehr zu Ballgewinnen, so dass man in der 7 Minute folgerichtig zum 4:4 ausgleichen konnte. Bis zur 17.Minute blieb dann die Partie eng. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, was auch an den beiden starken Torhütern Savonis auf Seiten der HSG und Gudmundsson auf Seiten des TUS lag. Dieses zeigte sich ebenfalls am zwischenzeitlichen Spielstand von 7:8 für Düsseldorf. Dann profitierte Düsseldorf jedoch von einigen Fehlern im Angriffsspiel von Nettelstedt, wodurch sich die HSG in der 21.Minute auf 8:11 absetzen konnte. Nettelstedt erspielte sich jedoch wiederum durch die gute Abwehrarbeit Ballgewinne, wodurch man in der 24.Minute zum 11:11 ausgleichen konnte. Bis zur Halbzeit blieb die Partie ausgeglichen, so dass beide Mannschaften mit dem Spielstand 12:12 in die Kabine gingen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb die Partie weiterhin sehr eng. Erst in der 38.Minute konnte sich Nettelstedt eine zwei Tore- Führung zum zwischenzeitlichen 16:14 erspielen. Diese Führung baute Nettelstedt in den folgenden Minuten auf 4-Tore (18:14) aus. Hierbei profitierte der TUS von den vermehrt auftretenden Fehlern im Spiel der Düsseldorfer. Daneben hielt auch der zweite Torhüter von Nettelstedt Blazicko in dieser Phase sehr stark. Jedoch gaben sich die Düsseldorfer nicht auf und versuchten nun mit einer aggressiven 5:1 Abwehrformation zum Erfolg zu kommen. Durch diese Abwehrumstellung zwang man den TUS zu einigen Fehlern, so dass Düsseldorf in der 53.Minute nur noch mit einem Tor (22:21) zurücklag. Nettelstedt spielte jedoch weiterhin seine Angriffe ruhig aus und konnte durch seine Außen wieder auf drei Tore davonziehen. Diesen Vorsprung baute man sogar noch aus, so dass am Ende ein 27:22 Sieg des TUS stand und damit Nettelstedt-Lübbecke den dritten Platz beim Merkur-Spielothek-Cup erringen konnte.
Hiernach folgte nun das Finale zwischen der heimischen GWD Minden und dem Wilhelmshavener HV. Dabei musste der Wilhelmshavener HV auf seinen Spielmacher Oliver Köhrmann verzichten, der aufgrund seines im Spiel gegen Lübbecke erlittenen Cuts am Auge nicht spielen konnte. Die Spielmacherposition übernahm dadurch sein Bruder Christian Köhrmann. Vor 1000 Zuschauern gelang der GWD der bessere Start in die Partie. So führte Minden nach 4 Minuten mit 0:2. In der 7.Minute konnte dann Jacek Bedzikowski das erste WHV-Tor erzielen, was gleichzeitig der Anschlusstreffer zum 1:2 war. Minden zog jedoch wieder mit 2 Toren davon, die der WHV wieder in der 12.Minute ausgleichen konnte. In der 13.Minute ging der WHV dann durch Michael Binder erstmals in Führung, der eine Minute später sogar auf 6:4 erhöhte. Minden konnte in einer kampfbetonten Partie im weiteren Verlauf wieder die WHV-Führung ausgleichen, sich aber dann nicht entscheidend absetzen. Dieses lag vor allem an der guten WHV-Abwehrarbeit mit einem starken Jendrik Meyer im Tor. Aber auch der WHV zog nicht entscheidend davon, was an der guten Abwehr von Minden lag. Bis zur Halbzeit erspielte sich dann Minden eine 11:12 Führung, womit beide Mannschaften die Seiten wechselten.
Nach der Halbzeit blieb die Partie weiterhin eng und kampfbetont. In der 34.Minute musste dann Jacek Bedzikowski nach seiner dritten Zeitstrafe und der damit verbundenen roten Karte das Spielfeld verlassen. Der WHV steckte auch diese Schwächung weg und konnte die Partie, angetrieben vom nun im Rückraum agierenden Renato Rui, ausgeglichen gestalten (36.Minute 15:15). Bis zur 40.Minute erspielte sich dann der WHV sogar eine 18:16 Führung .Dieses lag vor allem am starken Christian Köhrmann, der auf der Spielmacherposition das Spiel clever lenkte. Dadurch konnte sich der WHV-Angriff ein ums andere Mal gegen die Mindener Deckung durchsetzen. Daneben stand die WHV-Abwehr in dieser Phase und im Tor bot Jendrik Meyer eine klasse Leistung. In der 42.Minute war es dann Christian Köhrmann per Siebenmeter vergönnt, den WHV erstmals mit drei Toren (20:17) in Führung zu bringen. Selbst in einer doppelten Unterzahlsituation konnte der WHV durch ein Tor vom starken Renato Rui seine drei Tore Führung halten. Minden kämpfte jedoch verbissen weiter und konnte dann zwischen der 53.und 55. Minute durch einen Doppelschlag von Kunisch auf 25:24 herankommen. Jedoch behielt der WHV die Nerven und Christian Köhrmann erhöhte dann mit seinem vierten Siebenmetertreffer in der 58.Minute zum 27:24. Minden verkürzte dann noch in der Schlussminute, so dass am Ende ein knapper, aber verdienter 27:26 Sieg des WHV stand. Damit gewann der WHV gleichzeitig auch den Spielotheken-Cup. Den zweiten zu vergebenen Pokal konnte ebenfalls ein WHV-Spieler mit nach Hause nehmen. Christian Köhrmann wurde nämlich mit insgesamt 11 Treffern Torschützenkönig des Turniers.
Somit konnte der WHV sein zweites Turnier in der Vorbereitung gewinnen. Aufgrund des bei diesem Turnier durch Verletzungen dezimierten Kaders ist dieser Sieg noch etwas höher zu bewerten. Die Vorbereitung wird nun am nächsten Wochenende in Vechta mit einem Spiel gegen den Zweitligisten Ahlener SG beendet. Danach kommt es wieder zum Spiel GWD Minden gegen WHV, diesmal jedoch in der Nordfrost-Arena, wenn am 25.August die Bundesliga beginnt und es für den WHV wieder um wichtige Bundesliga-Punkte geht.


TUS Nettelstedt-Lübbecke: HSG Düsseldorf 27:22 (12:12)

Nettelstedt: Gudmundsson (1.-30), Blazicko (30-60), Skatar 6, Szymanski 3, Cale 3, Tomic 3, Olafsson 3, Datukashvili 2, Remer 2/1, Kokir 2, Anclais 2, Greiner 1, Tesch (n.e.), Madert (n.e.)

Düsseldorf: Savonis (1-30.), Puhle (30-60.), Ramota 5, Berblinger 4/2, Sieberger 3, Makowka 3, Sulc 2, Novickis 2, Runge 1, Pöter 1/1, Neukirchen 1, Wernicke, von Gruchalla, Wernicke, Heinrichs (n.e.), Fölser (n.e.)

Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Prang/Reichl
Strafminuten: 16/ 8
Siebenmeter: 3/ 3 – 2/ 1
besondere Vorkommnisse: Rote Karte Szymanski (Lübbecke dritte Zeitstrafe 40.Minute)


Wilhelmshavener HV: GWD Minden 27:26 (11:12)

WHV: Meyer, C. Köhrmann 7/4,Rui 5, Binder 5, Ljubanovic 4, Gylfason 3, Bonath 1, Vucicevic 1, Bedzikowski 1, Kelm, Weiner (n.e.), Eilts (n.e.), Schröder (n.e.), O. Köhrmann (n.e.),

Minden: Besirevic (1-30.), Buhrmester (30-60), Niemeyer 7, Schäpsmeier 5, Kunisch 5, Just 3/ 1, Simon 2, Jonsson 2, Buschmann 1, Henriksson 1, Hynek, Cehajic, Auerswald

Zuschauer: 1000
Schiedsrichter: Immel/Klein
Strafminuten: 18/ 12
Siebenmeter: 4/ 4 – 2/ 1
besondere Vorkommnisse: Rote Karte Bedzikowski (WHV dritte Zeitstrafe 34.Minute)


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 13:53 Uhr  

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