Gelingt dem WHV Trotzreaktion gegen Kronau?



Geschrieben von: WHV-Webteam
Freitag, den 16. Februar 2007 um 03:00 Uhr
Drei Tage nach der herben 21:40 Niederlage gegen
die SG Flensburg im Viertelfinale des DHB-Pokals steht für den WHV bereits das
nächste Ligaspiel auf dem Programm. Am Samstag präsentiert sich der aktuelle
Tabellenzehnte, die SG Kronau/Östringen, in der Nordfrost-Arena. Somit bleibt
dem WHV keine Zeit zum Wunden lecken, es gilt sich auf die neue Aufgabe zu
konzentrieren.
Was dem WHV verwehrt blieb, nämlich der Einzug ins
Final Four nach Hamburg, machte Kronau durch einen 28:22 Erfolg gegen die HSG
Düsseldorf perfekt. Dabei überragten einmal mehr die polnischen Vizeweltmeister
Mariusz Jurasik und Slawomir Szmal, die ihre bestechende WM-Form offensichtlich
konserviert haben. Jurasik, als Rechtsaußen ins All-Star Team der WM gewählt und
bei der SG auch im rechten Rückraum eingesetzt, traf gegen Düsseldorf neunmal
und war damit Toptorschütze seines Teams. Torhüter Szmal zeigte sich gerade in
der Anfangsphase des Spiels sehr stark und ließ erst in der 15.Minute den
zweiten Düsseldorfer Treffer zu.
Mit Andrej Klimovets und Michael Haaß
dürfen auch zwei Weltmeister am Samstag in der Nordfrost-Arena begrüßt werden.
Der in Weißrussland geborene Klimovets überzeugte bei der WM vor allem in der
Deckung, der er in den entscheidenden Spielen zusätzlich Sicherheit verlieh,
nachdem ihn ein Muskelfaserriss zu Beginn des Turniers außer Gefecht gesetzt
hatte. Michael Haaß kam zwar nur zu zwei Kurzeinsätzen und war damit
Ergänzungsspieler, durfte sich aber ebenso wie alle anderen feiern
lassen.
Während ein Einsatz von Oleg Velyky nach seiner Fußverletzung
eher unwahrscheinlich ist, wird mit dem ungarischen Neuzugang Daniel Buday ein
neues Gesicht zum ersten Mal Bundesligaluft schnuppern. Buday, zuletzt bei VKB
Veszprem aktiv, gilt als Klassemann sowohl im Angriff als auch in der Abwehr und
wurde auch von anderen namhaften Vereinen umworben.
Beim WHV ist die Lage
angespannt. Nach der guten Hinrunde scheint die Mannschaft aus dem Tritt geraten
zu sein und den Faden verloren zu haben. Dabei sind erst zwei Spiele nach der
Pause absolviert, die beide gegen Spitzenmannschaften verloren gingen. Vor allem
aber die Art und Weise der Niederlagen - gerade vor heimischem Publikum gegen
Flensburg - ließ lautstarke Kritik auf Mannschaft und Umfeld niederprasseln. Mit
dieser Kritik sollte die Mannschaft vernünftig umgehen und versuchen, möglichst
eine Trotzreaktion folgen zu lassen, damit am Mittwoch verspielter Kredit bei
den Fans zurückgewonnen werden kann.
Spielbeginn ist um 19:30 Uhr,
Schiedsrichter der Partie sind Lars Schaller und Sebastian Wutzler
(Leipzig/Frankenberg).
Von Bernd Hoffmann
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 09:16 Uhr
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