Gelingt dem WHV Trotzreaktion gegen Kronau?

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Drei Tage nach der herben 21:40 Niederlage gegen die SG Flensburg im Viertelfinale des DHB-Pokals steht für den WHV bereits das nächste Ligaspiel auf dem Programm. Am Samstag präsentiert sich der aktuelle Tabellenzehnte, die SG Kronau/Östringen, in der Nordfrost-Arena. Somit bleibt dem WHV keine Zeit zum Wunden lecken, es gilt sich auf die neue Aufgabe zu konzentrieren. Was dem WHV verwehrt blieb, nämlich der Einzug ins Final Four nach Hamburg, machte Kronau durch einen 28:22 Erfolg gegen die HSG Düsseldorf perfekt. Dabei überragten einmal mehr die polnischen Vizeweltmeister Mariusz Jurasik und Slawomir Szmal, die ihre bestechende WM-Form offensichtlich konserviert haben. Jurasik, als Rechtsaußen ins All-Star Team der WM gewählt und bei der SG auch im rechten Rückraum eingesetzt, traf gegen Düsseldorf neunmal und war damit Toptorschütze seines Teams. Torhüter Szmal zeigte sich gerade in der Anfangsphase des Spiels sehr stark und ließ erst in der 15.Minute den zweiten Düsseldorfer Treffer zu.

Mit Andrej Klimovets und Michael Haaß dürfen auch zwei Weltmeister am Samstag in der Nordfrost-Arena begrüßt werden. Der in Weißrussland geborene Klimovets überzeugte bei der WM vor allem in der Deckung, der er in den entscheidenden Spielen zusätzlich Sicherheit verlieh, nachdem ihn ein Muskelfaserriss zu Beginn des Turniers außer Gefecht gesetzt hatte. Michael Haaß kam zwar nur zu zwei Kurzeinsätzen und war damit Ergänzungsspieler, durfte sich aber ebenso wie alle anderen feiern lassen.

Während ein Einsatz von Oleg Velyky nach seiner Fußverletzung eher unwahrscheinlich ist, wird mit dem ungarischen Neuzugang Daniel Buday ein neues Gesicht zum ersten Mal Bundesligaluft schnuppern. Buday, zuletzt bei VKB Veszprem aktiv, gilt als Klassemann sowohl im Angriff als auch in der Abwehr und wurde auch von anderen namhaften Vereinen umworben.

Beim WHV ist die Lage angespannt. Nach der guten Hinrunde scheint die Mannschaft aus dem Tritt geraten zu sein und den Faden verloren zu haben. Dabei sind erst zwei Spiele nach der Pause absolviert, die beide gegen Spitzenmannschaften verloren gingen. Vor allem aber die Art und Weise der Niederlagen - gerade vor heimischem Publikum gegen Flensburg - ließ lautstarke Kritik auf Mannschaft und Umfeld niederprasseln. Mit dieser Kritik sollte die Mannschaft vernünftig umgehen und versuchen, möglichst eine Trotzreaktion folgen zu lassen, damit am Mittwoch verspielter Kredit bei den Fans zurückgewonnen werden kann.

Spielbeginn ist um 19:30 Uhr, Schiedsrichter der Partie sind Lars Schaller und Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg).
Von Bernd Hoffmann


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 09:16 Uhr  

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