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Geschrieben von: WHV-Webteam
Samstag, den 30. September 2006 um 03:00 Uhr
Die Enttäuschung bei den Spielern des
Wilhelmshavener HV und den knapp 2000 Zuschauern in der NORDFROST-Arena über das
30:31 war deutlich fühlbar. Zu sehr hatte der WHV das Spiel über weite Strecken
bestimmt und sah sich am Ende um die Früchte seiner Leistung gebracht.
Ein Punkt aus dieser spannenden Begegnung wäre mehr als
verdient gewesen. Michael Biegler hatte sein Team bestens auf die HSG Nordhorn
eingestellt, das die Gäste von Beginn an unter Druck setzte und versuchte, dem
Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Mit einer leicht veränderten
Startaufstellung, Renato Rui auf der Rechtsaussenposition und Jendrik Meyer im
Tor, gelang ein vorzüglicher Start. Hellwach ging der WHV ins Spiel und gleich
der erste Angriff der HSG konnte abgewehrt werden. Im Gegenzug erzielte Bostjan
Hribar das 1:0 für die Hausherren. Das Signal zum Angriff in Deckung und Sturm
war gegeben und Nordhorn hatte alle Mühen, überhaupt ins Spiel zu kommen.
Folgerichtig stand es nach 8 Minuten schon 8:3, weil beim WHV vorne alles gelang
und Jendrik Meyer im Tor glänzend parierte und Nordhorns Angriff sich an dem
jungen Torhüter lange Zeit die Zähne ausbiss. Allein an ihm lässt sich am Ende
ablesen, wie schwer es für die favorisierten Nordhorner überhaupt war, Tritt zu
fassen. 18 Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter, konnte Jendrik Meyer
für sich verbuchen und war damit, ohne die Leistung seiner Mitspieler schmälern
zu wollen, der WHV-Spieler des Abends.
Ola Lindgren indes ahnte Schlimmes und
so warf er schon nach eben diesen acht gespielten Minuten die grüne Karte auf
den Zeitnehmertisch; Peter Gentzel wurde anstelle von Jesper Larsson ins Tor
beordert. Damit hatte der Nordhorner Trainer scheinbar alles richtig gemacht,
denn nach weiteren acht Minuten hatte sein Team den Rückstand immerhin auf 9:7
verkürzt. Doch der WHV zeigte sich davon unbeeindruckt; Olli Köhrmann, der
einmal mehr herausragend Regie führte, trieb seine Mitspieler an und erzielte
selbst das 13:7. Mit einem solchen Vorsprung hatte wohl niemand gerechnet und
auch bei Nordhorns Peter Gentzel vermehrten sich die Anzeichen, dass er genug
hatte und am liebsten wieder auf der Bank Platz nehmen wollte, als sich vom
WHV-Angriff abschiessen zu lassen. In einer temporeichen Schlussphase der ersten
Halbzeit konnte der WHV zwar diesen Vorsprung nicht halten, verteidigte aber
immerhin ein hochverdientes 16:13 vor dem Gang in die Kabinen.
Nach dem
Wiederanpfiff sahen die Zuschauer dann eine besser abgestimmte Gästemannschaft,
die durch zwei schnelle Tore von Holger Glandorf und Jan Filip auf 16:15
herankamen.
Diesmal zog Michael Biegler früh die Notbremse und nahm eine
Auszeit. Diese half zunächst wenig, Nordhorn gelang es jetzt besser,
kämpferische Akzente zu setzen und konnte nach dem 1:1 in der dritten Minute
wieder ausgleichen. 17:17 hiess es nach 36 gespielten Minuten. Michael Bielger
reagierte erneut und stellte Jan-Hendrik Behrends für Bostjan Hribar, der sich
in der Nordhorner Abwehr zu sehr verbissen hatte, auf 's Spielfeld. Mit Erfolg,
wie sich zeigte, denn schon bald führte der WHV wieder mit drei Toren und machte
erneut deutlich, dass es am heutigen Abend nichts zu verschenken gab.
Doch
dann kam die 44. Minute, in der Jadzek Bedzikowski und Renato Rui beim Stande
von 23:20 quasi gleichzeitig für zwei Minuten von den gut leitenden
Schiedsrichtern Damian/Wenz auf die Bank geschickt wurden. Damit war die
WHV-Deckung zu sehr geschwächt, um sich den Nordhorner Angriffen zu erwehren.
Insbesondere Holger Glandorf ergriff die Chance und brachte sein Team erstmalig
mit drei Treffern in Folge zum 23:25 in Führung.
Jetzt wurde es schwer für
den WHV, dran zu bleiben. Doch mit einer aufopferungsvollen Leistung gelang dies
weitestgehend. Zweimal konnte Tobias Schröder für sein Team zum 29:29 und zum
30:30 ausgleichen. Doch die 30:13 Führung der Gäste kurz vor Spielende konnte
nicht mehr egalisiert werden.
So war es nur verständlich, dass die Spieler
des WHV sich am Ende doch arg enttäuscht zeigten und auch die Zuschauer
überzeugt waren, dass zumindest eine Punkteteilung mehr als gerecht gewesen
wäre.
Wilhelmshavener HV
Weiner (n.e.), Putera( n.e), Meyer (19
Paraden); Ljubanovic 1, Hribar 4, Liniger 3/2, Gylfason, Habbe, Schröder 3,
Bedzikowski 4, Katzirz, Behrends 4, Rui 4, C. Köhrmann, O. Köhrmann 7
HSG
Nordhorn
Gentzel (13 Paraden), Larsson (n.e.); Verjans, Lund 3, Schepers,
Myrhol 2, Mičkal 1, Filip 5/1, Glandorf 12/3, Kubes 5, Przybecki 3, Stojkovic,
Bult
Strafzeiten: WHV 10 Min. (Ljubanovic, Bedzikowski, Rui 2x, O.Köhrmann)/
HSG 8 Min. (Lund, Kubes 2x, Przybecki)
Schiedsrichter: Damian / Wenz
Zuschauer: 1800
Spielfilm:
1:0 (2.), 2:1 (3.), 3:2 (5.), 5:3 (7.),
7:3 (9.), 8:4 (11.), 8:5 (12.), 8:6 (14.), 9:6 (15.), 10:7 (18.), 13:7 (20.),
13:9 (23.), 14:10 (25.), 14:11 (27.), 16:13 (HZ), 16:15 (32.), 17:15 (33.),
17:16 (35.), 17:17 (37.), 20:17 (40.), 23:20 (44.), 23:22 (45.), 23:24 (49.),
23:25 (51.), 24:25 (51.), 24:26 (52.), 25:26 (53.), 26:27 (54.), 27:28 (55.),
28:29 (56.), 29:29 (57.), 29:30 (58.), 30:30 (58.), 30:31 (59.), 30:31
(EN)
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 10:33 Uhr
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