Lemgo bleibt ungeschlagen



Geschrieben von: WHV-Webteam
Samstag, den 09. September 2006 um 03:00 Uhr
Dem WHV war es auch in seiner fünften Saison nicht
vergönnt, dem TBV Lemgo einen Punkt abzujagen. Mit 31:41 (Hz 16:20) endete auch
das zweite Heimspiel des Wilhelmshavener HV ohne Punktgewinn in eigener
Halle.
Dass dieses Spiel schlussendlich doch noch 72 Tore sah, stand in den ersten
Minuten nicht zu vermuten. Beide Teams begannen mit einer konzentrierten
Abwehrleistung und bis in die vierte Minute wollte einfach kein Tor fallen. Doch
dann traf mit Filip Jicha genau der Mann auf der Seite der Gäste zum 0:1, der am
Ende mit seinen insgesamt zehn Treffern durchaus zu den Matchwinnern zu zählen
ist. Das 0:2 markierte der Isländer Logi Geirsson, der mit sechs Treffern und
einer starken Abwehrleistung ebenfalls einiges zum Erfolg der Gäste beigetragen
hat. Der erste Treffer des WHV liess länger auf sich warten. Erst in der siebten
Minute konnte Kristjan Lubjanovic den Ball im Gehäuse der Gäste unterbnringen,
zuvor waren Jadzek Bedzikowski und Olli Köhrmann am starken Carsten Lichtlein
gescheitert.
Als in der 11. Minute erneut Kreisläufer Kristjan Lubjanovic das
4:5 erzielte, waren schon viele vorentscheidende Weichen gestellt, auch wenn
sich das noch nicht am Ergebnis zeigte. Carsten Lichtlein war und blieb stark,
Lemgo ging insgesamt sehr konzentriert zu Werke und der Wilhelmshavener
Rückraum, mit Jadzek Bedzikowski und Bostjan Hribar ins Spiel gestartet, blieb
im Angriff ebenso glücklos wie Adam Weiner im Tor, für ihn kam nach gut zwanzig
Minuten Milos Puteras. Gästetrainer Volker Mudrow hatte offensichtlich eine gute
Wahl getroffen, als er sich zum Saisonauftakt das Spiel des WHV in Lübbecke
ansah. Entsprechend präzise war sein Team auf die neue Spielweise des WHV
eingestellt und hatte nahezu jederzeit eine Antwort parat.
Dennoch, der WHV
blieb immer dran und kam über die Aussen und vom Kreis zu den notwendigen Toren.
Der Halbzeitstand von 16:20 war, so sah es auch Michael Biegler, "nicht die
Welt", die Entscheidung wurde in die zweite Halbzeit vertagt. Allerdings
ereignete sich wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff eine spielentscheidende
Situation. Olli Köhrmann wurde beim Torwurf so hart angegangen, dass er
angeschlagen vorzeitig in die Kabine zur ärztlichen Behandlung musste. Danach
konnte Olli zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in der Abwehr eingesetzt werden .
In der Konsequenz litt das Tempo des Wilhelmshavener Angriffsspiels deutlich,
die Lemgoer Abwehr hatte noch mehr Zeit, sich auf die WHV-Angreifer
einzustellen. Zwar dauerte es in der zweiten Halbzeit noch etwas und der WHV
konnte bis zur 36. Minute auf drei Tore verringern. Doch dann drehte der TBV
mächtig auf und durch drei Tore von Lemgos Sebastian Preiß in Folge führten den
Gäste schnell zunächst mit fünf und dann mit sieben Toren, zwischenzeitlich
stand es 20:27.
Die Hereinnahme von Christian Köhrmann, der in der Abwehr
vorgezogen agierte,brachte das Angriffsspiel der Gäste zwar kurzzeitig ins
Stocken, aber der der gewünschte Erfolg stellte sich nicht ein, da die
WHV-Angreifer weiterhin glücklos blieben und einige Male zu überhastet den
Abschluss suchten.
Spätestens ab der 44. Minute wurde die Partie dann sehr
einseitig; Lemgo dominierte und versuchte nun, sich deutllich abzusetzen. Zehn
Minuten vor Schluss stellte Florian Kehrmann erstmals einen Zehn Tore -
Vorsprung her, der auch durch die zwischenzeitlich eingewechselten Jan-Hendrik
Behrends, Tobias Schröder, Renato Rui und Frank Habbe am Kreis nicht mehr
ernsthaft in Gefahr geriet.
Irgendwie sollte es heute nicht sein, so könnte
man dieses Spiel aus Wihlelmshavener Sicht zusammenfassen. Übermotiviert kam es
zu unnötigen Abspielfehlern und überhasteten Abschlüssen. Am Ende zeigte sich
Gästetrainer Volker Mudrow denn auch sehr zufrieden über die Leisung seiner
Mannschaft, der in der Presekonferenz einräumte, dass der WHV nach dem bisher
Gezeigten für ihn ein sehr ernst zunehmender Gegner ist, auf den er sein Team
sehr akribisch vorbereitet hatte. Und ganz Sportsmann, wünschte er dem WHV für
den Saisonverlauf alles Gute und "nicht mehr so ein Wimpernschlagfinale wie in
der vergangenen Saison".
Wilhelmshavener HV:
Weiner (1.-16.), Putera
(16.-60.);
Ljubanovic 8, Liniger 6/4, Bedzikowski 3, Gylfason 2, Hribar 4, O.
Köhrmann 4, Schröder, Behrends 1, Habbe 1, Katzirz, Rui, C. Köhrmann 2
TBV
Lemgo:
Carsten Lichtlein (1.-60.), Jörg Zereicke;
Stephan, Preiß 5,
Schwarzer 1, Hallgrimsson, Kehrmann 7, Binder, Baur 6/3, Geirsson 6, Jicha 10,
Hegemann 3, Mocsai 3
Strafzeiten: WHV 10 Min ( Ljubanovic zweimal, Hribar,
Bedzikowski, Biegler) / TBV 10 Min (Preiß, Hegemann, Kehrmann, Geirsson, Jicha)
Siebenmeter: WHV 5-4 (Liniger scheitert an Lichtlein) / TBV
3-3
Schiedsrichter: Andler / Andler
Zuschauer: 1900
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 10:33 Uhr
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