Lemgo bleibt ungeschlagen

PDFDruckenE-Mail

Dem WHV war es auch in seiner fünften Saison nicht vergönnt, dem TBV Lemgo einen Punkt abzujagen. Mit 31:41 (Hz 16:20) endete auch das zweite Heimspiel des Wilhelmshavener HV ohne Punktgewinn in eigener Halle. Dass dieses Spiel schlussendlich doch noch 72 Tore sah, stand in den ersten Minuten nicht zu vermuten. Beide Teams begannen mit einer konzentrierten Abwehrleistung und bis in die vierte Minute wollte einfach kein Tor fallen. Doch dann traf mit Filip Jicha genau der Mann auf der Seite der Gäste zum 0:1, der am Ende mit seinen insgesamt zehn Treffern durchaus zu den Matchwinnern zu zählen ist. Das 0:2 markierte der Isländer Logi Geirsson, der mit sechs Treffern und einer starken Abwehrleistung ebenfalls einiges zum Erfolg der Gäste beigetragen hat. Der erste Treffer des WHV liess länger auf sich warten. Erst in der siebten Minute konnte Kristjan Lubjanovic den Ball im Gehäuse der Gäste unterbnringen, zuvor waren Jadzek Bedzikowski und Olli Köhrmann am starken Carsten Lichtlein gescheitert.
Als in der 11. Minute erneut Kreisläufer Kristjan Lubjanovic das 4:5 erzielte, waren schon viele vorentscheidende Weichen gestellt, auch wenn sich das noch nicht am Ergebnis zeigte. Carsten Lichtlein war und blieb stark, Lemgo ging insgesamt sehr konzentriert zu Werke und der Wilhelmshavener Rückraum, mit Jadzek Bedzikowski und Bostjan Hribar ins Spiel gestartet, blieb im Angriff ebenso glücklos wie Adam Weiner im Tor, für ihn kam nach gut zwanzig Minuten Milos Puteras. Gästetrainer Volker Mudrow hatte offensichtlich eine gute Wahl getroffen, als er sich zum Saisonauftakt das Spiel des WHV in Lübbecke ansah. Entsprechend präzise war sein Team auf die neue Spielweise des WHV eingestellt und hatte nahezu jederzeit eine Antwort parat.
Dennoch, der WHV blieb immer dran und kam über die Aussen und vom Kreis zu den notwendigen Toren. Der Halbzeitstand von 16:20 war, so sah es auch Michael Biegler, "nicht die Welt", die Entscheidung wurde in die zweite Halbzeit vertagt. Allerdings ereignete sich wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff eine spielentscheidende Situation. Olli Köhrmann wurde beim Torwurf so hart angegangen, dass er angeschlagen vorzeitig in die Kabine zur ärztlichen Behandlung musste. Danach konnte Olli zu keinem Zeitpunkt mehr ernsthaft in der Abwehr eingesetzt werden . In der Konsequenz litt das Tempo des Wilhelmshavener Angriffsspiels deutlich, die Lemgoer Abwehr hatte noch mehr Zeit, sich auf die WHV-Angreifer einzustellen. Zwar dauerte es in der zweiten Halbzeit noch etwas und der WHV konnte bis zur 36. Minute auf drei Tore verringern. Doch dann drehte der TBV mächtig auf und durch drei Tore von Lemgos Sebastian Preiß in Folge führten den Gäste schnell zunächst mit fünf und dann mit sieben Toren, zwischenzeitlich stand es 20:27.
Die Hereinnahme von Christian Köhrmann, der in der Abwehr vorgezogen agierte,brachte das Angriffsspiel der Gäste zwar kurzzeitig ins Stocken, aber der der gewünschte Erfolg stellte sich nicht ein, da die WHV-Angreifer weiterhin glücklos blieben und einige Male zu überhastet den Abschluss suchten.
Spätestens ab der 44. Minute wurde die Partie dann sehr einseitig; Lemgo dominierte und versuchte nun, sich deutllich abzusetzen. Zehn Minuten vor Schluss stellte Florian Kehrmann erstmals einen Zehn Tore - Vorsprung her, der auch durch die zwischenzeitlich eingewechselten Jan-Hendrik Behrends, Tobias Schröder, Renato Rui und Frank Habbe am Kreis nicht mehr ernsthaft in Gefahr geriet.
Irgendwie sollte es heute nicht sein, so könnte man dieses Spiel aus Wihlelmshavener Sicht zusammenfassen. Übermotiviert kam es zu unnötigen Abspielfehlern und überhasteten Abschlüssen. Am Ende zeigte sich Gästetrainer Volker Mudrow denn auch sehr zufrieden über die Leisung seiner Mannschaft, der in der Presekonferenz einräumte, dass der WHV nach dem bisher Gezeigten für ihn ein sehr ernst zunehmender Gegner ist, auf den er sein Team sehr akribisch vorbereitet hatte. Und ganz Sportsmann, wünschte er dem WHV für den Saisonverlauf alles Gute und "nicht mehr so ein Wimpernschlagfinale wie in der vergangenen Saison".

Wilhelmshavener HV:
Weiner (1.-16.), Putera (16.-60.);
Ljubanovic 8, Liniger 6/4, Bedzikowski 3, Gylfason 2, Hribar 4, O. Köhrmann 4, Schröder, Behrends 1, Habbe 1, Katzirz, Rui, C. Köhrmann 2
TBV Lemgo:
Carsten Lichtlein (1.-60.), Jörg Zereicke;
Stephan, Preiß 5, Schwarzer 1, Hallgrimsson, Kehrmann 7, Binder, Baur 6/3, Geirsson 6, Jicha 10, Hegemann 3, Mocsai 3
Strafzeiten: WHV 10 Min ( Ljubanovic zweimal, Hribar, Bedzikowski, Biegler) / TBV 10 Min (Preiß, Hegemann, Kehrmann, Geirsson, Jicha)
Siebenmeter: WHV 5-4 (Liniger scheitert an Lichtlein) / TBV 3-3
Schiedsrichter: Andler / Andler
Zuschauer: 1900

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 10:33 Uhr  

This content has been locked. You can no longer post any comment.