Wilhelmshaven HV holt zwei Punkte aus L

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Gut aus den Startlöchern kam der Wilhelmshaver HV beim ersten Saisonspiel. Mit 29:33 (HZ 12:15) durfte nach einer schönen Mannschafzsleistung gleich der erste Auswärtssieg gegen den Ligakonkurrenten TuS Lübbecke gefeiert werden. Nach der für WHV - Trainer Michael Biegler etwas kurzen Vorbereitungszeit gab es für Heimmannschaft und Gäste durch die Integration von jeweils sechs Spielern noch eine ganze Reihe von Fragezeichen über die aktuelle Spielstärke. Und so wurde das Spiel in den Anfangsminuten reichlich nervös geführt. Der 0:1 Führung des WHV folgte postwendend der Ausgleich und bis zum Stande von 5:5 mit wechselnder führung sah vieles nach einer Wiederholung der letzten Partie in der Kreisporthalle zu Lübbecke aus. Kaum ein gebundenes Spiel im Angriff und größere Lücken in der Abwehr beider Teams. Dann aber fing sich der WHV als Erstes und baute ein konzentriertes Angriffspiel auf. In der Folge klingelte es gleich vier mal hintereinander im Gehäuse von Heimtorwart Torsten Friedrich, während die WHV-Deckung konzentrierter zu Werke ging und die weiterhin unsicher vorgetragenen Lübbecker Angriffsbemühungen im Keime erstickte. Grund genug für Heimtrainer Jens Pfänder, die Timeout-Karte auf den Zeitnehmertisch zu legen und seine Mannschaft neu einzustellen. Mit Wiederaufnahme des Zeitspiels dann die erste Zeitstrafe für den WHV, Kristjan Lubjanovic musste pausieren. Den damit verbundenen Siebenmeter verwandelte Lübbeckes effektivster Angreifer Stian Tönnnesen zum 6:9, doch postwendend folgten zwei Tore des WHV in Unterzahl, erzielt durch WHV-Zugang Bostjan Hribar, der sich schon in den Vorbereitungsspielen stark zeigte und in Lübbecke so richtig auftrumpfte. Nach etwas mehr als zwanzig Spielminuten konnte er schon sechs Treffer für sich verbuchen, trieb damit die Lübbecker Abwehr in die Verzweiflung und Torsten Friedrich aus dem Tor, für ihn stellte sich nun Birkir Gudmundsson zwischen die Pfosten.
An der Großwetterlage des Spieles änderte dies aber zunächst aber wenig. Der WHV marschierte und markierte in der 22. Minute mit dem 7:13 einen deutlichen Vorsprung. Erst jetzt kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel und verkürzten nach zwischenzeitlicher Auszeit des WHV auf drei tore zum 12:15 Halbzeitstand.
Nach der Pause, Lübbecke hatte Anwurf, kamen die Gastgeber plötzlich bedrohlich nah an den Ausgleich und erst nach mehr als vier gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit beendete der bestens aufgelegte WHV-Rechtsaussen Gylfi Gylfasson mit zwei Treffern die zwischenzeitliche Torflaute des WHV zum Stande von 14:17. Manuel Liniger legte auf der anderen Aussenbahn nach; der WHV war wieder vier Tore vor. Jetzt entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, in dessen Verlauf sich der WHV aber behaupten konnte und den Vorsprung durch Bostjan Hribar in der 43. Minute weiter auf fünf Tore vergrößerte. Zuvor hatte Adam Weiner einen Siebenmeter von Stian Tönnesen entschärft. Dann kam es zum Paukenschlag in der 51. Minute. Bei einem Lübbecker Angriff kam es zu einem unglücklichen Zusammenstoss eines Lübbecker Angreifers mit Olli Köhrmann, der danach verletzt vom Spielfeld getragen wurde. In diesen Schreckminuten, die bei allen Wilhelmshavenern dunkle Erinnerungen an die Verletzungsserie der vergangenen Saison hervorrief, schloss die Heimmannschaft bis auf 25:27 auf. Nun aber fing sich das WHV-Team wieder, angeführt von Ollis Bruder Christian Köhrmann. Mutig und frech zeigte sich nun vor allem Manuel Liniger, dem in der Schlussphase zwei wichtige Feldtore und ein Siebenmeter gelangen. Die Gastgeber zeigten sich dem Druck des WHV in den Schlussminuten nicht mehr gewachsen und wurden mit dem letzten WHV-Tor durch Bostjan Hribar zum 28:33 regelrecht düpiert, auch wenn Lübbeckes Patrick Fölser noch zum Endstand von 29:33 verkürzen konnte.
Mit dem Schlusspfiff gönnten sich die WHV-Spieler zunächst das obligatorische und verdiente Siegertänzchen, bevor man sich um Olli Köhrmann kümmerte, der zwischenzeitlich wieder auf der Bank Platz genommen hatte und Anteil an der Siegesfreude haben wollte.
Heimtrainer Jens Pfänder sprach abschliessend in der Pressekonferenz aus, was jeder in der Halle sehen konnte. Der WHV hatte für sein erstes Spiel die bessere Reife und wusste die Schwächen der Lübbecker Deckung gut zu nutzen. Insofern also ein verdienter Sieg des Wihelmshavener HV, der schon am kommenden Mittwoch sein erste Heimspiel gegen den Vfl Gummersbach bestreiten wird.


TuS N-Lübbecke – Wilhelmshavener HV 29:33 (12:15)

TuS N-Lübbecke:
Gudmundsson (19. - 50. - 6 Paraden), Friedrich (5/1 P.); Fölser (4), Szymanski, Greiner (1), Kokir (3), Sudzum, Mraz (3/1), Tønnesen (12/3), Hermann (2), Hartmann (1), Olafsson (2), Iacob (1), Remer (n.e.)

Wilhelmshavener HV:
Weiner (17/1 Paraden), Putera (bei 1 Siebenmeter); Ljubanovic (2), Hribar (10), Liniger (6/2), Gylfason (5), Habbe, Schröder (1), Bedzikowski (5), Katzirz (n.e.), Rui (n.e.), Behrends, C. Köhrmann (1), O. Köhmann (3/1)

Schiedsrichter: Colin Hartmann & Stefan Schneider (Magdeburg/Ebendorf)

Zuschauer: 2000

Siebenmeter: 5/4 Tönnesen scheitert an Weiner —- 4/3 Hribar scheitert an Friedrich

Strafminuten: 4:8 - Sudzum (2) —- Ljubanovic (2), Gylfason, Schröder

Torfolge: 0:1, 1:1, 1:2, 3:2, 3:4, 4:4, 4:5, 5:5 (13.), 5:9 (17.),6:11, 7:11, 7:13 (22.), 9:13, 9:14, 12:14 (30.), 12:15 —- 13:15, 14:15 (32.), 14:18, 15:18, 15:19, 16:19, 16:20, 17:20, 17:22 (43.), 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 20:24, 20:25, 21:25, 21:26, 22:26, 23:26, 24:27, 25:27, 25:28, 26:28, 26:29, 26:30, 27:30, 27:31, 28:31, 28:32, 28:33, 29:33 (EN).
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 14:46 Uhr  

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