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WHV gewinnt Hinspiel der Relegation



Geschrieben von: WHV-Webteam
Mittwoch, den 07. Juni 2006 um 03:00 Uhr
Der Wilhelmshavener HV präsentierte sich nach der herben Auswärtsniederlage beim MT Melsungen vor eigenem Publikum mit erfrischendem Spiel und konnte sich im Hinspiel der Relegation gegen den Zweitligisten TSV Bayer Dormagen verdient mit 32:22 (16:8) durchsetzen. Damit hat der WHV eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am kommenden Dienstag in Dormagen.
Die Befürchtungen, dass die beiden letzten Spiele der ersten Bundesliga dem WHV-Team zu sehr zugesetzt haben könnten, blieben unbegründet. Vor einem glänzend aufgelegten Adam Weiner im Tor des WHV legte der Wilhelmshavener HV los wie die Feuerwehr und liess die Gäste nach deren 1:1 - Ausgleich zunächst nur schwer ins Spiel kommen. Mit schnellem Angriffsspiel vor einer aufmerksamen Deckung erspielte sich der WHV eine Torchance nach der anderen und führte nach sieben Minuten bereits mit 6:1, Grund für die erste Auszeit durch die Gäste, die zu diesem Zeitpunkt überfordert wirkten und kaum richtig zum Abschluss kamen. Doch änderte sich zunächst gar nichts und nach 15 gespielten Minuten traf der heute über weite Strecken glänzend aufgelegte Marc Hohenberg zum 8:2. Mit druckvollem Spiel ging es weiter, vor allem Olli Köhrmann machte richtig Dampf und hatte mit Allan Rasmussen einen echten Turm in der Schlacht. Weiter ging es bis zum 13:3, dann verließ Gästetorhüter Reckzeh entnervt das Gehäuse und machte für seinen Kollegen Joachim Kurth Platz. Der machte es dann etwas besser und mit einer Umstellung auf eine 4:2 Deckung, die teilweise schon fast an eine offene Manndeckung erinnerte, kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Der WHV zollte in dieser Phase ein wenig dem hohen Anfangstempo Tribut und ließ Dormagen wieder ein wenig herankommen; Halbzeitstand dann 16:8.
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Die Gäste versuchten, mit einer sehr offenen Deckung das Angriffsspiel über Olli Köhrmann zu unterbinden und hatten damit zunächst auch Erfolg. Der WHV-Angriff kam ein wenig ins Stottern und war gezwungen, länger auszuspielen. Nach einem verwandelten Siebenmeter des vom Strich sehr sicheren Gästeschützen David Breuer und einem Treffer von Florian Wisotzki stand es 17:10, es roch ein wenig nach Aufholjagd des Zweitligisten. In dieser Phase drückten die Routiniers auf WHV-Seite in Person von Jacek Bedzikowski, Jan Fegter und Olli Köhrmann auf das Tempo, nahmen das Ruder in diesem Spiel wieder fest in die Hand und erhöhten auf 22:11. Die zweite Auszeit (42. Minute) von Gästetrainer Kai Wandschneider war die zwangsläufige Folge, aber ohne echte Wirkung. Denn die Gästedeckung, die sich immer mehr auf Olli Köhrmann und Jacek Bedzikowski konzentrierte, wurde nun mit Marc Hohenberg und Allan Rasmussen über Halbrechts erfolgreich unter Druck gesetzt. Es blieb nun bei einem 10-Tore Vorsprung, der bis zum Endstand von 32:22 durchgebracht werden konnte.
Der Jubel in der Halle nach diesem gelungenen ersten Teil der Relegation war dann auch deutlich vernehmbar. Indes, die Gretchenfrage, ob nun alles entschieden ist, kann natürlich nicht beantwortet werden. Der WHV weiss aus eigener Erfahrung, was in einem Relegationsrückspiel alles passieren kann und Trainer Michael Biegler warnte heute in der Pressekonferenz ausdrücklich davor, das Spiel am kommenden Dienstag in Dormagen zu unterschätzen.
Aber, außergewöhnliche Umstände verdienen außergewöhnliche Maßnahmen und so fand Michael Biegler heute auch deutliche Worte des Dankes in Richtung WHV-Präsident und dem Umfeld des Vereins, die alle dazu beigetragen habe, dass die Mannschaft nach dem deprimierenden Ergebnis des letzten Spieltages wieder so in die Spur gefunden hat, wie es heute zu sehen war.
Wilhelmshavener HV - TSV Bayer Dormagen 32:22 (16:8)
Wilhelmshaven: Weiner, Kehle; O. Köhrmann 11/2, Hohenberg 5, Rasmussen 5, Liniger 4/2, Gylfason 3, Bedzikowski 3, Chr. Köhrmann 1/1, Wiegert, Ljubanovic, Fegter, Staszewski
Dormagen: Kurth, Reckzeh; Breuer 7/6, Wisotzki 5, Koke 2, Johannsen 2, Tesch 2, Meyer 2, Landsberg 1, Laurencz 1, Plaz, Wernicke
Schiedsrichter: Frank Lemme / Bernd Ullrich (Magdeburg)
Zuschauer: 2300
Strafminuten: 6:12 (Gylfason (21.), Bedzikowski (43.), Chr. Köhrmann (60.) - 3x Landsberg (7., 36., 58.), Lochtenbergh (24.), Wisotzki (25.), Tesch (29.))
Disqualifikation: Kjell Landsberg (TSV), 58. Minute, dritte Zeitstrafe
Siebenmeter: 5/7 - 6/7
Spielfilm: 1:0, 1:1 (2.), 7:1 (13.), 7:2, 9:2, 9:3 (15.), 13:3 (20.), 13:5 (23.), 14:5, 14:6 (26.), 16:6 (28.), 16:8 (HZ) - 17:8 (32.), 17:10 (33.), 18:10, 18:11 (36.), 22:11 (41.), 22:12, 23:12, 23:14, 24:14 (45.), 24:15, 25:15, 25:16 (48.), 27:16, 27:19 (52.), 30:19 (56.), 30:20, 31:20, 31:21, 32:21, 32:22 (EN)
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 02. Juli 2008 um 21:06 Uhr
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