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Die Sensation blieb leider aus

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Am Ende stand der WHV nach tollem Spiel mit leeren Händen da und musste sich dem SC Magdeburg mit 30:32 geschlagen geben. In dieser Partie war mehr drin, dies sah auch Gästetrainer Ghita Licu so, der sich abschliessend sehr froh zeigte, dass sich seine Mannschaft in dieser spannenden Partie durchsetzen konnte. In der abschliessenden Pressekonferenz machte es Magdeburgs Trainer Licu deutlich. Er hatte den WHV schon vor dem Spiel als spielstark eingeschätzt und war froh über die beiden gewonnenen Punkte. Denn am Ende wurde es nochmals richtig spannend, als der WHV, der im letzten Viertel des Spiels ständig einem Vier-Tore Rückstand hinterher rannte, mit einer enormen Energieleistung zu Beginn der 59. Minute auf 30:31 herankam und der Ausgleich förmlich in der Luft lag. Einzig Magdeburgs Nummer 12 im Tor, Silvio Heinevetter, im bisherigen Verlauf des Spiels nicht unbedingt auf dem Posten, schien etwas dagegen zu haben und hielt den knappen Vorsprung fest. Der letzte Angriff gehörte den Gästen, die wenige Sekunden vor Schluss noch das 30:32 und damit die Entscheidung erzielten.

Dabei sah es lange Zeit für die Hausherren richtig gut aus. In der ersten Halbzeit ging man konzentriert zu Werke und blieb gegen die Gäste auf Tuchfühlung, die in Stefan Kretzschmar den einzigen Kämpfer in ihren Reihen hatten. Oliver Köhrmann strotzte vor Selbstbewußtsein und leitete imer wieder regelrechte Angriffswirbel ein, die vor allem über die rechte Seite entweder durch Gylfi Gylfasson oder Jan-Hendrik Behrends erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Behrends erwischte heute allemal einen Sahnetag und wurde mit einer ähnlichen Leistung wie in Lübbecke mit neun Feldtoren und sehenswertem Kampf zum Schreckgespenst der Magdeburger Abwehr. Ihm und Olli Köhrmann war es zu verdanken, dass Jogi Bitter schon nach knapp 15 Minuten in der ersten Halbzeit das Feld räumte und seinem Kollegen Heinevetter Platz machte. Und Jan-Hendrik Behrends gelang auch das Kunststück, nach 30 gespielten Minuten einen zugesprochenen Freiwurf direkt zu verwandeln; der Halbzeitstand von 12:13 sah also gut aus und weckte die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang aus Sicht des WHV.

Doch in Halbzeit Zwei gab es trotz des Ausgleichs zum 13:13 zunächst einen kleinen Stimmungswechsel. Adam Weiner, mit etlichen Paraden in Durchgang Eins, hatte ein wenig den Faden verloren. Zusätzlich begünstigt durch eine Reihe von Zeitstrafen gegen den WHV und zugesprochener Siebenmeter konnte sich der SCM dank seines sicheren Siebenmeterschützen Joël Abati gegen eine über eine längere Phase geschwächte WHV-Mannschaft etwas deutlicher in Front bringen und lag bald mit vier Toren vor. Mehr wurde es aber nicht, dafür stimmte die kämpferische Einstellung beim WHV gut genug, zumal Christian Köhrmann im Unterzahlspiel geradezu perfekt mit seinem quirligen Spiel das passive Spiel vermeiden konnte. Allerdings auch Magdeburg hatte nach ca. vierzig gespielten Minuten eine Schwächung erfahren; Stefan Kretzschmar musste nach einem Zusammenprall mit Gylfi Gylfason verletzt auf der Bank sitzen bleiben. Mit dem ersten Vier-Tore Vorsprung der Gäste begann eine lange, spannende Zeit mit viel Kampf und Emotionen, bevor es zu dem dramatischen Endspurt kam, bei dem sich die Gäste aus Magdeburg mit Matchwinner Abati als die glücklichere Mannschaft feiern durfte.

Indes durfte das Team von Michael Biegler, der in der Pressekonferenz viel Lob und anerkennende Worte für sein Team fand, im Herzen schwer enttäuscht, am Ende aber doch wenigstens mit erhobenem Haupt vom Felde gehen. Der Unterschied der beiden Kontrahenten in der Tabelle war heute auf ein Minimum geschrumpft, wenn auch nichts Zählbares dabei herausgesprungen war.

Wilhelmshavener HV - SC Magdeburg 30:32 (12:13)

Wilhelmshavener HV
Weiner, Meyer; Behrends 9, Oliver Köhrmann 6/1, Gylfason 5, Ljubanovic 3, Christian Köhrmann 2, Liniger 2/2, Bedzikowski 2, Rasmussen 1, Fegter

SC Magdeburg:
Heinevetter, Bitter; Abati 13/8, Tkaczyk 5, Kretzschmar 5, Rojewski 2, Atlason 2, Grafenhorst 2, Bielecki 1, Richwien 1, Theuerkauf 1

Schiedsrichter: Wolfgang Heinz, Günter Hock
Zeitstrafen: WHV 12 / SCM 8
Zuschauer: 2450 in Wilhelmshaven

Spielfilm:
1:1 (4.), 3:2 (6.), 3:4 (7.), 3:6 (11.), 5:6 (14.), 5:8 (16.), 8:9 (19.), 10:10 (22.), 10:11 (26.), 11:12 (29.), 12:13 (HZ), 13:13 (32.), 13:14 (33.), 14:14 (34.), 14:15 (35.), 15:15 (35.), 15:17 (37.), 16:19 (40.), 18:20 (44.), 18:22 (47.), 20:24 (49.), 21:25 (51.), 23:27 (53.), 24:28 (55.), 26:30 (56.), 28:31 (58.), 30:31 (59.), 30:32 (EN)


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 03. Juli 2008 um 15:41 Uhr  

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