Endspurt des WHV kommt zu sp

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 Bittere 30:28 Niederlage bei TuSEM Essen

Der Wilhelmshavener HV musste am gestrigen Samstagnachmittag eine am Ende bittere Niederlage einstecken. So verlor man sein Gastspiel beim Tabellenletzten TuSEM Essen mit 30:28, wobei in den letzten Minuten durchaus noch die Möglichkeit eines Unentschieden bestand. Durch diesen Sieg schiebt sich Essen bis auf einen Punkt an den WHV heran und der Abstiegskampf bleibt durch diesen nicht unverdienten Sieg weiterhin eng und spannend.

In einer gut gefüllten Sporthalle Am Hallo begann der WHV mit der gleichen Aufstellung wie im Spiel gegen Nettelstedt, so dass Gylfi Gylfason, Kristijan Ljubanovic, Michael Binder, Sven- Sören Christophersen, Christian Köhrmann und Renato Rui auf dem Feld standen. Im Tor begann wiederum Adam Weiner. Dem gegenüber stellten sich auf Seiten der Essener Vaclav Vrany, David Katzirz, Aljoscha Schmidt, Mark Schmetz, Evars Klesniks und Andrej Siniak. Im Tor stand über die gesamten 60 Minuten Gerrie Eijlers. Wie schon gegen Nettelstedt fand auch in Essen der WHV den besseren Start in die Partie. So ging man nach 35 Sekunden durch Michael Binder in Führung und konnte sich bis zur 3.Minute nach einem Treffer von Christian Köhrmann mit zwei Toren (1:3) absetzen. Diesen Vorsprung sollte der WHV auch in den folgenden Minuten halten können. Dabei nutzten die WHV- Angreifer die noch vorhanden Abstimmungsprobleme der 6:0 Abwehr der Essener konsequent aus. Zudem klappte zu diesem Zeitpunkt die eigene 4:2 Abwehrformation, die die Essener Angreifer zu Fehlwürfen zwang. Diese Ballgewinne nutzten die Angreifer des WHV ihrerseits aus. Bis zur 12.Minute hielt der WHV- Vorsprung, ehe sich dann in das WHV Angriffsspiel einige Fehler einschlichen (Fehlwürfe), die Essen zu Nutzen wusste. So bestrafte der Essener Rückraum in Person von David Katzirz und Evers Klesniks diese Fehler mit eigenen Toren, so dass Essen nicht nur ausglich, sondern in der 18.Minute nach einem Unterhandwurf von Klesniks erstmals mit 10:9 in Führung ging. Diese Führung sollte in den folgenden Minuten weiter ausgebaut werden, was an zwei Faktoren lag. Zum einen steigerte sich die 6:0 Abwehr der Essener mit Gerrie Eijlers, wodurch die Essener zu Ballgewinnen kamen. Zum anderen schwächte sich der WHV in dieser Phase mit drei Zeitstrafen, sodass das zuvor gut funktionierende WHV- Spiel einen Bruch bekam. Essen baute folgerichtig dadurch zwischen der 19.-25. Minute ihren ein Tore Vorsprung (11:10) auf vier Tore aus (15:11) und ging am Ende mit einem fünf Tore Vorsprung (17:12) in die Kabine.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt der Vorsprung der Essener an (32.Minute/ 19:14), ehe die nun agierende 6:0 Abwehrformation des WHV besser ins Spiel kam. So zwang die WHV- Abwehr die Essener zu Ballverlusten, die man wiederum im Angriff durch Tore bestrafte. Nach zwei Treffern von Sven-Sören Christophersen und einem Tor von Kristijan Ljubanovic war der WHV in der 36.Minute wieder auf zwei Tore an den TuSEM gerückt (19:17). Jedoch sollte man nicht noch näher an Essen herankommen, was vor allem am starken Gerrie Eijlers lag, an dem sich der WHV-Angriff in der Folge trotz so mancher freien Wurfchance die Zähne ausbiss. Dadurch setzte sich Essen mit einem weiterhin starken David Katzirz und einem guten Spielmacher Andrej Siniak wieder zwischen der 37.-47.Minute von 20:17 auf 25:20 ab. Diesen Vorsprung baute Essen bis zur 51.Minute sogar bis auf sieben Tore aus (28:21), da nach wie vor die Abwehr des WHV nicht stand und der Angriff weiterhin Fehlwürfe und technische Fehler produzierte. In der 53.Minute betrug der Vorsprung beim Stande von 29:23 immer noch sieben Tore und damit war eigentlich das Spiel schon entschieden. Jedoch hatte ein Akteur auf Seiten des WHV noch etwas gegen die sich abzeichnende Niederlage. Die nun folgenden Minuten gehörten nämlich dem wiederum durch enormen Kampfgeist auffallenden Sven-Sören Christophersen. So setzte er fast im Alleingang zum Endspurt an und erzielte zwischen der 54.-58.Minute fünf Treffer in Folge, so dass der Essener Vorsprung, die zu diesem Zeitpunkt sehr nervös und fahrlässig agierten nur noch ein Tor (29:28) betrug. Bei den mitgereisten 40 Fans des WHV keimte noch einmal Hoffnung auf einen Punktgewinn auf, der jedoch 52 Sekunden vor dem Ende durch den Treffer von Mark Schmetz zum 30:28 Endstand jäh zerstörte wurde.
Somit stand am Ende eine bittere 30:28 Niederlage beim Tabellenletzten, die zwar vom Spielverlauf her sicherlich verdient war, aber aufgrund der letzten Minuten wäre doch ein Punktgewinn noch möglich gewesen. Leider kam jedoch der Endspurt des WHV ein bis zwei Minuten zu spät, was jedoch nicht die überragende Leistung von Sven-Sören Christophersen schmälern sollte, der mit insgesamt 12 Treffern bester Akteur auf Seiten des WHV war.


Stimmen zum Spiel:

Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Zuerst einmal Glückwunsch an meinem Trainerkollegen zum Sieg. Wir waren hier heute hergefahren, um mit zwei Pluspunkten am Ende nach Hause zu fahren. Nun müssen wir mit zwei Minuspunkten die Heimfahrt antreten. Zu Beginn der Partie hatten wir einen guten Start. Mit unserer 4:2 Abwehr haben wir mit viel Selbstvertrauen gut gespielt. Ab der 20.Minute haben wir dann in den folgenden Minuten jedoch drei Zeitstrafen erhalten, wodurch wir in den letzten 10 Minuten unseren Rhythmus verloren haben und ohne Selbstvertrauen agiert haben. Dadurch haben wir leichte Tore kassiert, da zudem auch unsere Abwehr nicht kompakt genug stand. In der Halbzeit habe ich dann meine Mannschaft wieder aufgebaut und wir haben dann in der zweiten Halbzeit einige Umstellungen vorgenommen. Mit diesem Rhythmuswechsel sind wir dann wieder besser in die Partie gekommen. Zwischen der 30.-45. Minute haben wir dann wieder Zeitstrafen bekommen, wodurch Essen wiederum leichte Tore erzielen konnte. Danach muss ich dann meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Ab der 45. Minute hat sie dann das umgesetzt, was wir uns im Vorfeld vorgenommen haben und hat in dieser Phase mit viel Tempo und Druck gespielt. Leider fehlte dann am Ende das Quentchen Glück, um ein bis zwei Tore mehr zu erzielen. Mit der heutigen Mannschaftsleistung bin ich zufrieden. Wir haben uns hier heute teuer verkauft. In den nächsten Wochen werden wir die nötigen Punkte noch einfahren. So stehen noch Mannschaften hinter uns, was auch am Ende de Saison der Fall sein wird.

Krysztof Szargiej (Trainer TuSEM Essen): Ich habe zwar wie beim Kollegen jede Szene des Spieles im Kopf, aber ich möchte mich heute etwas kürzer fassen. Am Anfang der Partie hat sowohl unsere Abwehr als auch unser Torhüter nicht funktioniert. So war der zwar immer in der richtigen Ecke, aber er hat dann nicht den Ball gehalten. Somit kann man über den Anfang der Partie sagen, dass bei uns Sand im Getriebe war. Uns war im Vorfeld klar, dass es heute Abstiegskampf pur wird. Zwar hätte ich mir heute ähnlich wie die Zuschauer sicherlich einen 10 Tore Sieg wie gegen Minden gewünscht. Jedoch war der WHV hier mit einem Sieg gegen Nettelstedt angereist und wir hatten die 13 Tore Niederlage gegen Flensburg noch in Erinnerung. Ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Sie hat Moral und sie haben heute zudem gut mitgespielt. Nun müssen wir jedes Spiel zu Hause gewinnen, egal gegen welchen Gegner wir spielen. Die Mannschaft hat sehr viel Potenzial und ich glaube, ähnlich wie die Zuschauer auch, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.


TuSEM Essen : Wilhelmshavener HV 30:28 (17:12)

Essen : Eijlers (1.-60./ 18 Paraden), Katzirz 7, Schmetz 7, Siniak 5, Schmidt 5, Klesniks 4, Casanova 1, Dragunski 1, Vrany, Friedrich (n.e.), Wozniak (n.e.), Thoke (n.e.), Schütte (n.e.), Schult (n.e.), Dietrich (n.e.)

WHV: Weiner (1.-18./25.-60./ 18 Paraden), Meyer (19.-24./ 2 Paraden), Christophersen 12/1, Rui 4, Ljubanovic 4, C. Köhrmann 3, Kelm 2, Gylfason 1, Binder 1, Cehajic 1, Bonath, Vucicevic (n.e.)

Schiedsrichter: Andler/Andler
Strafminuten: 16 (Katzirz zweimal, Klesniks zweimal, Vrany zweimal, Schmetz, Casanova)/ 12 (Ljubanovic zweimal, Christophersen, Bonath, C. Köhrmann, Cehajic)
Siebenmeter: 3/0 (Schmetz scheitert an Meyer, Schmidt scheitert an Weiner und Schmetz scheitert an Weiner) – 2/1 (C. Köhrmann scheitert an Eijlers)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Juni 2008 um 09:30 Uhr  

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