WHV kassiert zweite Pleite innerhalb von vier Tagen



Donnerstag, den 16. Oktober 2008 um 00:02 Uhr
Am heutigen Abend riss die bisher makellose Auswärtsbilanz des WHV. Gegen den SV Post Schwerin verlor der WHV nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit katastrophalen Angriffsleistung mit 25:17.
Zu Beginn der Partie hatte zunächst der WHV den besseren Start. Nach Treffern von Johannes Krause und Lasse Arvidsson per Tempogegenstoß führte der WHV nach 1:45 mit 0:2. Jedoch konterte Schwerin und glich schon zwei Minuten später durch Christian Zufelde zum 2:2 aus. Jedoch sollte das den WHV nicht groß beeindrucken, sondern vielmehr erspielte man sich dank noch gut vorgetragener Angriffe wieder eine zwei Tore Führung (3:5 8.37 Minute). Dieses sollte auch bis zur 16. Minute Bestand haben, ehe dann in der 18. Minute Schwerin wieder zum 8:8 ausgleichen konnte und in der Folge nun das Heft in die Hand nahm. So ging der SV nach einem Doppelschlag von Daniel Pankofer in der 22. Minute erstmals in Führung. Beim WHV schlichen sich in dieser Phase einige Fehler in den Angriff ein, welche leider nicht die letzten sein sollten. Aber auch bei Schwerin schlichen sich nun einige Fehler ein, so dass der WHV bis zur 25. Minute wieder zum 11:11 ausglich. Die letzten fünf Minuten gehörten dann aber Schwerin. So kam man dank eines starken Milos Putera zu Ballgewinnen, die man vorne in Tore durch Daniel Pankofer, Lars Klüttermann und zwei Mal Alexander Ladig nutzte. Damit ging Schwerin mit einer 15:12 Führung in die Kabine.
Die zweite Halbzeit sollte sich dann aus Sicht eines WHV- Fans als negative Steigerung zum Hamm-Spiel im Bezug auf die Angriffsleistung darstellen. So vergab der WHV Ball um Ball durch technische Fehler im Angriff oder scheiterte am starken Milos Putera oder der 6:0 Deckung von Post Schwerin. Folglich baute Schwerin seine Führung aus, welche jedoch auch dank einiger eigener Fehler (scheiterten am guten Holger Eilts) zunächst nur auf fünf Tore (20:15 47. Minute) anwuchs. Jedoch sollte schon zu diesem Zeitpunkt die Niederlage des WHV feststehen, da der Angriff des WHV überhaupt nicht stattfand. Über 22:16 (53. Minute) siegte schließlich Schwerin mit 25:17.
Dabei bleiben am Ende aus Sicht des WHV 5 Treffer in der zweiten Halbzeit, wovon 4 vom Kreis (zweimal Kelm und zweimal Arvidsson) sowie ein Siebenmeter von Johan Andersson fielen. Am Ende bleibt aus Sicht des WHV- Fan sicherlich die Frage: „Was ist nur mit dem WHV- Angriff los?“ und eine gewisse Skepsis im Hinblick auf das kommende Derby. Es stehen also 10 Tage harter Arbeit für Klaus-Dieter Petersen und seine Spieler an, ehe dann am 26.Oktober gegen Varel im Derby hoffentlich ein anderer WHV auf dem Parkett steht.
Hingegen feierte Schwerin im vierten Heimspiel seinen vierten Sieg und konnte eines der Saisonziele, nämlich einen der Favoriten zu ärgern, eindrucksvoll in die Tat umsetzen.
Stimmen zum Spiel:
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Wir haben heute anders als gegen Hamm gespielt und waren am Anfang an Schwerin dran. Wir haben gut in der Abwehr gestanden, die erste Halbzeit ausgeglichen gestaltet und erst in den letzten drei Minuten drei Gegentore bekommen. In der 2. Halbzeit waren wir viel in Unterzahl und hatten dadurch auch keine Chance näher heranzukommen. Zudem haben wir viele Fehler gemacht und dadurch am Ende verdient verloren. Das Ergebnis von 8 Toren ist eindeutig und nicht schön zu reden. Wir wollen es nun in den folgenden Spielen besser machen und aus dem heutigen Spiel lernen.
Holger Eilts: Ich bin heute, ähnlich wie gegen Hamm, gut in die Partie gekommen, was aber am Ende nichts genutzt hat. 5 Tore in der zweiten Halbzeit von uns sind einfach zu wenig und nicht das, was wir hier heute wollten. In der ersten Halbzeit konnte man noch sehen, dass wir die Partie heute hätten gewinnen können. In der zweiten Halbzeit haben wir uns an der 6:0 Deckung der Schweriner die Zähne ausgebissen. Zudem haben wir viele technische Fehler gemacht und nicht die leichten Tore gemacht, welche aber von Seiten von Schwerin gegen uns gefallen sind.
SV Post Schwerin: WHV 25:17 (15:12)
Schwerin: Putera, Pankofer 12/5, Ladig 6, Klüttermann 2, Heinze 2, Evora 1, Witt 1, Zufelde 1
WHV: Rutschmann (1.-30.), Eilts (30.-60.), Samuelsson 5/1, Arvidsson 5, Andersson 3/1, Kelm 2, Krause 1, Köhrmann 1, Drechsler, Binder, Hesslein, Staszewski (n.e.), Padeken (n.e.)
Zuschauer: 945
Schiedsrichter: Bolus/Foitzik
Strafminuten: 6 (Ladig, Klüttermann und Witt)/ 10(Drechsler zweimal, Samuelsson zweimal und Arvidsson)Siebenmeter: 5/ 5 – 4/ 2 (Samuelsson scheitert an Putera, Andersson trifft die Latte)
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. Januar 2009 um 22:39 Uhr
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