Tobias Schr



Sonntag, den 09. November 2008 um 03:03 Uhr
Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV das fünfte Heimspiel auf dem Programm. Gegen den SC Magdeburg II sollte der WHV am Ende mit 33:29 siegen und damit den zweiten Heimsieg feiern. Daran hatte maßgeblichen Anteil Tobias Schröder, welcher förmlich wie „Phoenix aus der Asche“ emporstieg.
Zu Beginn standen auf Seiten des WHV Lasse Arvidsson, Johan Andersson, Christian Köhrmann, Michael Binder, Fabian Hesslein und im linken Rückraum Tobias Schröder. Im Tor stand Bastian Rutschmann. Dem gegenüber standen auf Seiten von Magdeburg Fabian Böhm, Fabian Metzner, Steffen Coßbau, Norman Flödl, Alexander Auerbach und Hannes Lindt. Im Tor stand Dario Quenstedt.
Zwar sollte zunächst der SCM nach 45 Sekunden per Siebenmeter durch Steffen Coßbau in Führung gehen(0:1), welche dann auch gleichzeitig die erste und letzte Führung der YoungsterS sein sollte. Fortan bestimmte dann der WHV das Geschehen, wobei schon im ersten Angriff gleich Tobias Schröder dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Aus dem Rückraum sorgte er nicht nur für das 1:1 (1:25), sondern hatte auch mit seiner Spielführung maßgeblichen Anteil daran, dass sich unser Team absetzte. Dank einer guten aggressiven 6:0 Abwehr kam der WHV zu Ballgewinnen bzw. zwang den SCM zu Fehlwürfen, die der WHV vorne konsequent nutzte. Über 3:1 (3:52) und 6:2 (9:55) zog man schließlich bis auf 8:3 (12:27) davon. Dabei bestimmten auch Emotionen das Geschehen, die in den letzten Spielen fehlten. Jedes Tor wurde von Seiten des Schützen, Mitspieler und der Bank mit hochgerissenen Armen gefeiert und hinten packte eine konsequente Abwehr des WHV zu.
Daran änderte auch eine kurzfristige Schwächephase durch eine 2 Minuten Strafe nichts, in der Magdeburg dank Fehler des WHV wieder bis auf zwei Tore (8:6 14.Minute) herankam. Der WHV konterte umgehend und setzte sich wieder dank gut vorgetragener Angriffe und eines starken Tobias Schröder ab. So stand es 13:9 nach 21 Minuten und in der Folge baute der WHV dank auch einer starken Abwehr in den letzten fünf Minuten bis zur Halbzeit den Vorsprung auf sechs Tore aus, so dass beide Teams beim Stande von 18:12 die Seiten wechselten. Etwas fiel den 1.652 Zuschauern in der Nordfrost Arena schon in der ersten Halbzeit auf. Der WHV- Angriff war kaum wieder zu erkennen. So spielte man variabel und kam auch dadurch zu leichten Toren aus dem Rückraum, die in den letzen Spielen einfach fehlten. Zudem konnte man auch die Fehlerzahl minimieren und sich schon dadurch einen beruhigenden Vorsprung erspielen, woran sicherlich auch Tobias Schröder im Angriff als auch in der Abwehr großen Anteil hatte.
Auch in der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst nichts am Spielverlauf. Schon in der ersten Minute der zweiten Halbzeit kam der WHV zu zwei Ballgewinnen, die Lasse Arvidsson und Tobias Schröder per Tempogegenstoß nutzten. Dieser acht Tore Vorsprung hielt auch in den folgenden Minuten. So bestrafte der WHV jeden Fehlwurf von Seiten des SCM und hielt auch dadurch den beruhigenden Vorsprung (26:18 43. Minute und dann 28:22 48. Minute). In den letzten Minuten der Partie schlichen sich dann jedoch vermehrt Fehler in das WHV- Spiel ein. Applaus kam dann noch einmal in der 53. Minute auf, als Lasse Arvidsson mit der dritten Zeitstrafe und der Roten Karte das Feld verlassen musste. Der Jubel bezog sich aber nicht auf die Rote Karte, sondern galt vielmehr dem couragierten und kämpferischen Auftritt Lasses. Als Folge kam Magdeburg wieder etwas heran, konnte aber den WHV- Vorsprung nur noch bis auf drei Tore verkürzen, so dass am Ende ein 32:29 Sieg stand. Dieser war über die gesamten 60 Minuten verdient und zudem nach den letzten Niederlagen extrem wichtig. Auf jeden Fall ist der Auftakt in den Monat November gelungen, der nun noch für den WHV vier Spiele (zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele) vorhält.
Stimmen zum Spiel:
Tobias Schröder (Wilhelmshavener HV): Meine Trainingsergebnisse waren in dieser Woche eher gemischt, so dass ich heute gedacht hätte, dass ich 15 Minuten spiele und ein- bis zwei Tore mache. An solch ein Comeback mit neun Toren hätte ich nicht geglaubt. Jedoch bin ich heute nur mit einer Motivation ins Spiel gegangen, nämlich Gewinnen. Es passt nämlich alles in der Mannschaft, nur leider fehlten Siege. Für mich hat es nach der langen Verletzungspause wieder richtig Spaß gemacht, mit den Jungs zu spielen. Nach acht Jahren war es zudem heute man erstes Spiel in der 2. Bundesliga. Jedoch braucht das Team auch noch seine Zeit. So ist grundsätzlich die Aggressivität vorhanden, aber es braucht noch etwas Zeit, um die Mannschaft richtig einzustellen. Zudem habe ich mich heute gefreut, dass ich effektiv gespielt habe und nur wenige Fehler gemacht habe.
Lasse Arvidsson (Wilhelmshavener HV): Es war heute ein schwieriges Spiel, da wir zuvor 4 Niederlagen in Folge hatten. Jedoch hat uns heute auch Tobias Schröder mit seiner Routine sehr geholfen. Er zeigte uns, dass er zurück ist. Aber auch der Rest der Mannschaft hat über die gesamten sechzig Minuten gefightet und alles gegeben. Über die letzten 20 Minuten bin ich persönlich enttäuscht. Wir waren in der zweiten Halbzeit generell nicht gut in der Abwehr. 29 Gegentore sind gegen solch einen Gegner einfach zu fiel. 32 eigene Tore hingegen sind in Ordnung. Nun haben wir noch eine Woche Zeit, um uns im Training noch weiterzuentwickeln.
Helmut Kurrat (Trainer SC Magdeburg II): Heute habe ich zwei Glückwünsche an den WHV zu richten. Zum einen gratuliere ich dem Team für einen verdienten Sieg, zum anderen gratuliere ich Pitti zum Erreichen des reifen Traineralters. Einen Glückwunsch hätte ich aber heute lieber nur verteilen wollen. Heute hat es bei uns bei weitem nicht gereicht, so dass der Sieg des WHV hoch verdient war. So hat der WHV Engagement, Kampfgeist und Herzblut gezeigt, was ich bei meinem Team nicht gesehen habe. So war ich speziell über die ersten Halbzeit erschrocken, denn mit solch einer Spielweise kann man auswärts nicht gewinnen. In der zweiten Halbzeit sind wir dann zwar am Ende etwas herangekommen, was jedoch nur noch Ergebniskosmetik war. Aber ich habe heute auch, im speziellen bei Fabian Böhm, gute Ansätze gesehen. Heute hat der WHV mit Tobias Schröder auf der Schlüsselposition das Spiel gewonnen. Daher wünsche ich dem WHV nach dieser kompakten Leistung auf dem weiteren Weg in die oberen Tabellenregionen alles Gute.
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Danke für die netten Worte. Ich möchte heute hauptsächlich auf die positiven Dinge eingehen. So ist heute unser Alphatier Tobias Schröder nach langer Zeit zurückgekehrt. Er hat heute 50 Prozent von dem gezeigt, was er kann. Ich hoffe daher, dass er in den nächsten Spielen sein Potenzial noch weiter ausschöpft. Auch dank unserer guten Abwehrarbeit haben wir in der ersten Halbzeit Magdeburg den Schneid abgekauft. Zudem hat auch Tobias Schröder dank seiner ruhigen Spielweise im Angriff dazu beigetragen, dass wir die erste Halbzeit bestimmen konnten. Der heutige Sieg war aber ein Mannschaftserfolg, den sich das Team durch harte Arbeit unter der Woche verdient hat. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einige Chancen liegen gelassen. So unterliefen uns einige Fehlwürfe und technische Fehler, was auch damit zu erklären ist, dass wir wechseln mussten. Daher haben wir in der Abwehr etwas abgebaut. Zudem hat heute Andreas Staszewski Junior ein gutes Debüt gegeben. Für die nächsten Wochen ist dieses ein guter Anfang. Wir müssen nun mit Tobi weiterarbeiten und auf dem bisherigen aufbauen. In den nächsten Spielen müssen wir aber eine bis zwei Schippen drauf tun, damit wir auch gegen die Grossen der Liga als Sieger die Halle verlassen können.
Wilhelmshavener HV : SC Magdeburg II 32:29 (18:12)
WHV: Rutschmann (1.-23. / 45.-57. / 4 Paraden), Eilts (24.-30./ 30.-44. / 58.-60./ 10 Paraden), Schröder 9, Binder 7, Andersson 6/5, Arvidsson 3, Köhrmann 2, Hesslein 2, Kelm 2, Samuelsson 1/1, Staszewski, Drechsler, Padeken (n.e.), Krause (n.e.)
Magdeburg II: Quenstedt (1.-18. / 41.-60. 6 Paraden), Schulz (19.-30./ 30.-40. / 3 Paraden), Coßbau 8/1, Lindt 7/2, Böhm 5, Auerbach 3, Hauge 3, Munzert 2, Auerbach 2/1, Flödl 1, Metzner 1, Friedl, Steinert (n.e.), Hagen (n.e.)
Zuschauer: 1652
Schiedsrichter: Menne/Thiele
Strafminuten: 10 (Arvidsson (dreimal), Kelm, und Schröder)/6 (Böhm, Munzert und Auerbach)
Siebenmeter: 7/6 (Andersson trifft den Pfosten)– 5/4 (Coßbau scheitert an Rutschmann)
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte 53. Minute Lasse Arvidsson (dritte Zeitstrafe)
Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. Januar 2009 um 22:39 Uhr
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