Derbystimmung in der Nordfrost Arena

PDFDruckenE-Mail

aurichAm morgigen Abend um 19.30 Uhr steht für den Wilhelmshavener HV das letzte Spiel im Jahr 2008 auf dem Programm. Dabei kommt es zum zweiten Derby der Saison, wenn man auf den OHV Aurich trifft.

Eine sicherlich interessante und hart umkämpfte Partie wird den Zuschauern morgen in der Nordfrost Arena geboten werden, wobei die Ausgangslage beider Teams unterschiedlicher nicht sein könnte. So reist der Gast aus Aurich mit einem Heimsieg gegen den Bad Schwartau an, wo hingegen der WHV mit einer überraschenden Niederlage aus Rostock heimkehrte, was auch auf der heutigen Pressekonferenz noch einmal ein Thema war. Im Rückblick sah WHV- Manager Dieter Koopmann dort eine sehr schlechte und desolate Leistung des WHV, worüber sich alle Mannschaftsteile einig waren. Nach Gesprächen unter der Woche ist sich die Mannschaft im Klaren, dass man als Antwort nur einen Heimsieg zum Jahresabschluss abliefern kann.

Einer Tatsache, die sich auch WHV- Trainer Klaus-Dieter Petersen anschließt. So zählt morgen nur ein Sieg gegen ein Auricher Team, welches sich ähnlich wie der WHV im Umbruch befindet. Zu Saisonbeginn musste der OHV den Weggang zahlreicher Leistungsträger verkraften. Neben Kai Kieselhorst, Helge Rigterink und Peter Vorzar schmerzt sicherlich vor allem der Weggang von Jan-Philipp Willgerodt, der bekanntlich nun in Varel zu den Leistungsträgern zählt. Daher ging der OHV in eine schwierige Saison, in der man bisher acht Punkte gesammelt hat, mit denen man sicherlich zufrieden sein kann. Im Derby mit seinem eigenen Charakter sieht Klaus-Dieter Petersen einen leichten Vorteil zu Gunsten des WHV. So freut sich sein Team auf das morgige Spiel, will unbedingt spielen und den Kampf annehmen. Dabei bietet sich morgen dem WHV zudem die Chance, mit Spaß und Willen die Niederlage in Rostock wettzumachen. Dabei kann man sicherlich kein technisch hochwertiges Spiel erwarten, sondern eher werden der Kampf um jeden Ball und jeden Zentimeter der Nordfrost Arena das Spiel prägen. Wer hierbei mehr Leidenschaft zeigt und zudem klug und mit Köpfchen agiert, wird dann aus Sicht des WHV- Trainers den Sieg mit nach Hause nehmen. Aus Sicht des WHV steht nur ein Ziel, nämlich der Sieg. Dieses will der WHV mit Hilfe seiner guten Abwehr und den Torhütern bewerkstelligen, wodurch man zu Gegenstößen und leichten Toren kommen möchte. Zudem will man seine zuletzt erhöhte Fehlerquote durch strukturierte Laufwege minimieren.

Dabei trifft der WHV auf ein Team, dessen Stärken zum einen im Rückraum zu finden sind. Dort stehen mit Dzianis Maksimovich (89 Tore) und Neuzugang Arjan Stuiver (85 Tore) zwei torgefährliche Akteure. Zum anderen verfügt Aurich auch auf den Außenpositionen mit Ivo Warneke (89 Toren) und Jan-Uwe Behrends (71 Tore) über zwei starke Spieler. Zudem kommt es aber auch zu einem Wiedersehen mit einem ehemaligen WHV- Spieler, wenn nämlich Dusko Bilanovic an seine alte Wirkungsstätte Nordfrost Arena zurückkehrt. In Aurich spielt Dusko auf der Rückraummitteposition, was als Linkshänder sicherlich ungewöhnlich und für den Gegner eher ungewohnt ist.

Trotz alledem zählt im morgigen Derby, wie schon eingangs erwähnt, nur ein Sieg, ehe dann nach zwei Tagen Training ab dem 22. Dezember die Weihnachtspause für die WHV- Spieler ansteht. Ab dem 9. Januar beginnt dann die Vorbereitung auf die Rückrunde, die zunächst vom 12. -17. Januar ein Trainingslager in Wilhelmshaven vorsieht. Hiernach stehen Testspiele gegen die Bundeswehr-Nationalmannschaft in Warendorf (20. Januar) und gegen die HSG Varel in Altjührden (21. Januar) auf dem Programm. Die Rückrunde für den WHV beginnt dann bereits schon am 31. Januar, wenn man um 19.30 Uhr den TSV Bremervörde empfängt.

Nach dem Blick in die Zukunft ging aber auch der Blick zurück auf das Jahr 2008, welches man aus Sicht von Dieter Koopmann aufgrund der Vielzahl an Verletzungen möglichst schnell vergessen möchte. So konnte man zu keinem Zeitpunkt mit der gewünschten Stammsieben spielen, so dass man auch daher aktuell sportlich noch nicht so weit ist, wie man sein könnte. Dieses merkte man auch in Rostock, wo mit Christian Köhrmann der Kopf der Mannschaft an allen Ecken und Enden fehlte.

Klaus-Dieter Petersen sah rückblickend auf das Jahr 2008 vor allem den Aufbau eines neuen Teams, welches unter der Denkweise junge Spieler ohne Bundesliga- Erfahrung an die Bundesliga heranführen, angegangen wurde. In die Saison startete das Team gut, jedoch zeigte sich im Laufe der Saison, dass noch viel harte Arbeit auf das Team wartet, um die gesetzten Ziele zu erreichen. So hat man speziell in der Abwehr aufgezeigt bekommen, dass hier noch Verbesserungen notwendig sind. So fehlt dem WHV ein Abwehrchef, der die Mannschaft führt. So hat man zwar mit Gustaf Samuelsson und Lasse Arvidsson gute Abwehrspieler, die jedoch nicht über die körperlichen Voraussetzungen im Innenblock verfügen, so dass man sich hier noch weiter verbessern muss. Jedoch befinden sich die Spieler, ob das Torwart-Duo Holger Eilts und Bastian Rutschmann, die drei schwedischen Neuzugänge Lasse Arvidsson, Gustaf Samuelsson und Johan Andersson oder die jungen deutschen Spieler wie Rene Drechsler oder Fabian Hesslein auf einem guten Weg. Jedoch zeigt sich auch, dass man mit diesen jungen Talenten im Moment nur im unteren Mittelfeld spielen kann und es Zeit braucht, bis sich diese weiterentwickeln, um dann weiter nach oben zu kommen. So ist die Kontinuität in den Spielen noch nicht da und man fährt am Ende allzu oft die Ernte in Form eines doppelten Punktgewinns nicht ein. Daher ist das in dieser Saison gesteckte Ziel Platz 1.-5. nicht mehr zu erreichen und man muss sich daher an das Mittelfeld gewöhnen und weiterarbeiten, um dann die Sicherheit für die kommende Saison zu bekommen.

Abschließend sei noch zu erwähnen, dass die WHV- Geschäftsstelle ab dem 22. Dezember 2008 geschlossen und erst wieder ab dem 12. Januar 2009 für jegliche Kartenwünsche geöffnet ist.    Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:48 Uhr  

This content has been locked. You can no longer post any comment.