WHV- Befreiungsschlag mit 39:25 Kantersieg

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Am heutigen Abend stand für den WHV das letzte Spiel des Jahres 2008 auf dem Programm, wo man auf den OHV Aurich traf. Am Ende sollten die 1.919 Zuschauer das beste Heimspiel in der bisherigen Saison gesehen haben, in dem der WHV mit einem Kantersieg von 39:25 seinen Fans einen schönen Jahresausklang bescherte.



Der WHV ging mit Dominic Kelm, Lasse Arvidsson Michael Binder, Tobias Schröder, Gustaf Samuelsson, Fabian Hesslein und Bastian Rutschmann im Tor in die Partie, in der dann im Angriff Johan Andersson für Dominic Kelm wechselte.

Dem gegenüber standen auf Seiten des OHV Dusko Bilanovic, Tim Christopher Jost, Dzianis Maksimovich, Sven Seidler, Arjan Stuiver, Ivo Warnecke und Jens Lievens im Tor.

Zunächst erwischte der WHV den besseren Start und ging dank Michael Binder per Heber mit 1:0 in Führung. Jedoch glich Aurich postwendend zum 1:1 aus (2:14) und sollte in den folgenden Minuten sogar erstmals dank Dusko Bilanovic mit 2:3 in Führung gehen (4:21). Auch in den folgenden Minuten sollte die Partie eng und ausgeglichen bleiben, wobei beide Teams vermehrt versuchten, über den Kreis zum Torerfolg zu kommen. Bis zur 13.Minute blieb es beim 7:7 ausgeglichen, ehe nun schon die Vorentscheidung zu Gunsten des WHV fallen sollte. So kam unser Team zum einen dank einer aggressiven und früh störenden 6:0 Abwehr zu Ballgewinnen. Zum anderen steigerte sich Bastian Rutschmann im Tor, der zuvor nicht eine Hand an einen Ball bekommen hatte. Die Wende leitete dann die 17. Minute ein, in der „Basti“ einen Siebenmeter von Dusko Bilanovic hielt und sich fortan von Minute zu Minute steigerte. Die dadurch entstandenen Ballgewinne nutzte der WHV eiskalt per Tempogegenstoß, um sich einen beruhigenden Vorsprung zu erspielen. In Zahlen ausgedrückt gelang dem OHV bis zur 27. Minute kein Tor, wo hingegen der WHV in den 14 Minuten von 7:7 auf 15:7 davon zog. Eine beruhigende Führung, die von Seiten der Zuschauer schon jetzt mit viel Applaus bedacht wurde.

Bis zur Halbzeit baute der WHV seinen Vorsprung dann sogar bis auf neun Tore aus (18:9), so dass sicherlich jetzt schon das Spiel zu Gunsten des WHV entschieden war, was auch die vielen mit gereisten Fans aus Aurich mit Entsetzen und Stille bedachten. Sinnbildlich für das WHV- Spiel sei hier nur das Tor zum 18:9 in der 29. Minute zu nennen. Angelehnt an den Charterfolg von Polarkreis 18 stand Michael Binder auf Linksaußen „Allein/Allein“ und versenkte den Ball schließlich ohne Probleme im Auricher Kasten.

Auch im zweiten Abschnitt sollte das „Schützenfest“ des WHV weitergehen. Gegen eine löchrige Abwehr des OHV kam der WHV immer wieder zu Toren und so nutzte Gustaf Samuelsson in der 32. Minute eine der Lücken, um sich durchzutanken und den WHV erstmals mit zehn Toren (20:10) in Führung zu bringen. Diesen Vorsprung baute der WHV auch in der Folge dank eines guten Angriffes, der aber auch wieder einige Fehler offenbarte, weiter aus. Dabei wiederholte sich immer dasselbe Bild. Der überragende Bastian Rutschmann entschärfte einen Auricher Wurf und im Gegenangriff sorgte man entweder per Tempogegenstoß oder aus dem Rückraum in Person von Johan Andersson für die Tore beim WHV. In der 39. Minute sollte dann sicherlich die Rubrik „Tor des Jahres“ bedient werden, als unseren Jungs nämlich dieses gelang. In Unterzahl spielte von Rechtsaussen Johan Andersson Gustaf Samuelsson an, welcher aus der linken Rückraumposition kommend per Kempa- Trick mustergültig zum 24:13 vollendete.

Bis zur 43. Minute hielt der Vorsprung beim Stande von 27:15, ehe nun Michael Binder aufdrehte und mit vier Toren in Folge den WHV- Vorsprung hielt. Beim Stande von 31:19 erzielte schließlich Michael in Unterzahl bei seinem neunten Versuch seinen neunten Treffer zum 32:19 (48.13), wodurch unserem Linksaußen ein perfektes Spiel gelang. Perfekt ist das Stichwort, denn so mutete der Auftritt in Phasen beim WHV, was man an Johan Andersson. Festmachen konnte: Gegen fehlerhafte Auricher erzielte Johan in doppelter Unterzahl per Unterhand in der 49. Minute das 33:20 und drei Minuten später folgte ein weiterer Unterhandkracher zum 35:21. Den höchsten Vorsprung des WHV erzielte dann auch der schwedische Linkshänder in spektakulärer Weise. So vollendete Johan einen Tempogegenstoß nach einem wieder einmal gewonnenen Ball durch die Abwehr, indem er sich zunächst erst einmal um die eigene Achse drehte, ehe er den Ball krachend über Jens Lievens im Auricher Tor versenkte. Die Zuschauer tobten schon jetzt und bedankten sich beim Team mit Standing Ovations für die tolle Leistung. Der Rest war dann nur noch Jubel. Johan Andersson tanzte fünf Minuten vor dem Ende schon auf der Bank, Bastian Rutschmann schrie nach jedem gehaltenen Ball sein Freude heraus und in der 56. Minute schwappte seit langer Zeit wieder die Laola Welle durch die Nordfrost Arena . Am Ende siegte der WHV ungefährdet und völlig verdient mit 39:25 und feierte im Anschluss ausgiebig mit den Fans im Foyer diesen wichtigen Sieg im Derby.

Überragend beim WHV waren der perfekte Michael Binder mit neun Toren bei neun Versuchen und der überragende Bastian Rutschmann mit insgesamt 25 Paraden (davon drei parierte Siebenmter).  


Stimmen zum Spiel:  

Bastian Rutschmann (Wilhelmshavener HV): Heute haben wir endlich einmal 60 Minuten so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten eine aggressive Abwehr und haben dann im Angriff auf unsere Chancen gewartet und diese dann auch endlich einmal rein gemacht. Dadurch hat Aurich heute auch keine Chance gehabt. 25 Paraden sind gut. Da kann man mit Leben.

Michael Binder (Wilhelmshavener HV): Ich denke, dass im Bezug auf die letzten Spiele, solch ein Spiel sehr wichtig war. Heute war es zudem auch wichtig für unsere Fans, die auch während der Talfahrt immer hinter uns standen und uns unterstützt haben. Danke und Respekt an unsere Fans für die tolle Unterstützung. Heute haben uns diese auch wieder mit der vollen Halle ihr Vertrauen gezeigt. Mit dem Sieg habe wir heute ein wenig Wiedergutmachung und im Bezug auf Weihnachten ihnen ein kleines Geschenk geliefert. Wir haben in den letzten Wochen nicht das abgerufen, was wir können. Heute ist uns dieses gelungen. Wir waren voller Selbstvertrauen und bis in die Haarspitzen motiviert. Daher macht es besonders Spaß, wenn man gewinnt und im speziellen, wenn man hoch gewinnt.

Herr Hettmann (OHV Aurich): Herzlichen Glückwunsch dem WHV zum verdienten Sieg, der voll in Ordnung geht. Dazu muss man sagen, dass wir heute mit dem letzten Aufgebot angereist sind und den Ausfall von drei Stammkräften kompensieren mussten. Daher haben wir auch in den letzten drei Spielen viele Federn gelassen und nur eines gewonnen. Heute haben wir in der Anfangsphase gut mitgehalten und konnten auch in Führung gehen. Im Laufe des Spieles konnten wir dieses nicht mehr abrufen, was auch am glänzenden Torwart des WHV lag. Es ist jedoch bedenklich, wie wir in Phasen agiert haben und dabei viele Federn gelassen haben, wobei wir auch auf einen WHV getroffen sind, der 60 Minuten konsequent gut gespielt hat. Unser Angriff war heute schlecht und hat sich laut meiner Statistik 40 Fehler, sowohl technische als auch Fehlwürfe geleistet. Dadurch haben wir Gegenstöße bekommen, an denen unsere Torhüter keine Hand bekommen haben. Dadurch verlieren wir am Ende auch deutlich. Wir müssen uns über die Geschehnisse nun unterhalten, die Köpfe hoch kriegen und dann das Ziel Klassenerhalt angehen, was wir erreichen wollen.  

Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Der Sieg geht heute auch in der Höhe voll in Ordnung. So haben wir zum Jahresabschluss die Halle sauber gemacht. Zudem war heute „Basti- Time“ in der Halle, der seine Sache sehr gut gemacht hat. Morgen um 11.00 Uhr fegen wir die Halle dann noch aus, damit die gesamten Geschehnisse des Jahres 2008 wegkommen, damit wir im neuen Jahr durchstarten können. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die Rückrunde. Die Dinge, die im Jahr 2008 waren, sind dann weggefegt. Wir haben hier tolle Zuschauer, die uns in jedem Spiel toll unterstützen. In der Rückrunde wollen wir denen dann weitere tolle Spiele zeigen und dann durchstarten.   

Wilhelmshavener HV : OHV Aurich   39:25     (18:9) 

WHV: Rutschmann (1.-60. / 25 Paraden), Binder 9, Andersson 8/3, Arvidsson 7, Schröder 5, Samuelsson 5, Hesslein 3, Krause 1, Staszewski 1, Drechsler, Kelm, Eilts (n.e.), Padeken (n.e.) 

OHV Aurich: Lievens (1.-42. / 52.-60. / 12 Paraden), Meyer (43.-51.), Warnecke 6, Bilanovic 5/1, Stuiver 4, Maksimovich 4, Kress 3, Seidler 2, Wehmeyer 1, Krause, Jost, Arndt (n.e.), Arends (n.e.) 

Zuschauer: 1919
Schiedsrichter: Hohlwein/Michalzik
Strafminuten: 16 (Arvidsson dreimal, Samuelsson, Schröder, Kelm, Drechsler und Binder)/12 (Stuiver zweimal, Warnecke zweimal, Krause und Bilanovic)
Siebenmeter: 3/3 – 4/1 (Bilanovic scheitert an Rutschmann, Warnecke scheitert an Rutschmann und Stuiver scheitert an Rutschmann)
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Arvidsson (Wilhelmshavener HV) (dritte Zeitstrafe) (56:50)
  Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:48 Uhr  

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