WHV- Abwehr zieht bei 38:29 Sieg dem TSV Altenholz den Zahn

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Am heutigen Samstagabend stand für den WHV das zweite Heimspiel der Saison 2009 auf dem Programm. Dabei zeigte wiederum die WHV- Abwehr eine starke Leistung und stellte schon in der ersten Halbzeit die Zeichen auf Heimsieg. Am Ende setzte man sich deutlich mit 38:29 durch und blieb auch im vierten Spiel in Folge ungeschlagen.

Schon vor dem Anwurf sollte die Nordfrost Arena beben, was nur an einer Person lag, nämlich Renato Rui. Nach 10 Monaten Verletzungspause kehrte er nämlich wieder in die Nordfrost Arena zurück, was von Seiten der Zuschauer beim Einlaufen mit lautem Jubel und dem schon lange nicht mehr gehörten Ruiiiiiiiiiiiii gefeiert wurde. Die Reaktion von Renato war entsprechend, nämlich ein breites Grinsen, was auch im Spiel noch öfters zu sehen war.

Zu Beginn standen neben Renato Rui, Johan Andersson, Michael Binder, Christian Köhrmann, Tobias Schröder, Lasse Arvidsson und Bastian Rutschmann im Tor für den WHV auf dem Parkett. Dem gegenüber stellten sich auf Seiten von Altenholz Michael Spieker, Matthias Karbowski, Torge Greve, Sebastian Opderbeck, Tim Philip Jurgeleit, Moritz Weltgen und Tim Lübker im Tor.

Zwar sollte dem TSV nach 56 Sekunden durch Tim Philip Jurgeleit das erste Tor und die damit verbundene erste Führung zum 0:1 gelingen, wobei es die einzige Führung von Altenholz blieb. Fortan bestimmte nämlich nur noch der WHV die Partie und hierbei im Besonderen die Abwehr. Diese war aggressiv und rückte früh auf die TSV Angreifer, wodurch man immer wieder Ballgewinne verbuchte. Zudem hielt Bastian Rutschmann stark und ermöglichte auch so Ballgewinne, die man vorne zu leichten Toren nutzte. In der fünften Minute bebte dann zum zweiten Mal die Halle, als Renato einen Tempogegenstoß zum 4:1 nutzte und somit zum ersten Mal nach zehn Monaten wieder in der Nordfrost Arena traf. Bis zur 9. Minute baute der WHV den Vorsprung bis auf fünf Tore aus (7:2), wobei sich immer wieder dasselbe Spiel wiederholte. Hinten erspielte sich der WHV Ballgewinne, die vorne dann eiskalt genutzt wurden. So zog man bis zur 17. Minute bis auf sieben Tore davon (11:4) und vier TSV Tore in 17 Minuten (zwei Tore aus dem gebundenen Spiel und zwei Siebenmetertore) sprechen schon eine eindeutige Sprache für die gute Arbeit der WHV- Abwehr.

Über 12:7 (20.47), 14:7 (23.17), 15:8 (25.31) zog der WHV dank eines sehenswerten Tempogegenstoß von Tobias Schröder (mit einer Hand gefangen und dann per Dreher vollendet) erstmals mit neun Toren (17:8   26.48) davon und sorgte schon so für die Vorentscheidung. Durch eigene technische Fehler schmolz der WHV- Vorsprung bis zur Halbzeit auf sechs Tore (17:11), aber trotzdem sollte man hier schon zwei Teile der Mannschaft hervorheben. Zum einen wäre hier die Abwehr zu nennen mit einem guten Bastian Rutschmann und zum anderen Renato Rui, der bei vier Würfen vier Tore erzielte und zudem in der Abwehr stark agierte.

Auch im zweiten Abschnitt sollte sich an der einseitigen Partie nichts ändern. Der WHV Angriff konnte auch nicht von einer Abwehrumstellung des TSV (5:1 Abwehr mit Moritz Weltgen als Vorgezogener) entscheidend gestört werden. Zudem agierte die WHV- Abwehr nach wie vor sicher und ging mit der nötigen Aggressivität gegen den TSV Angriff vor. Dank Treffer von Johan Andersson und Lasse Arvidsson ging der WHV wieder mit acht Toren (20:12  35. Minute) in Front und hielt auch in der Folge dank Johan Andersson und Tobias Schröder diesen sicheren Vorsprung.

Schließlich erzielte Lasse Arvidsson mit dem 26:16 (42. Minute) die höchste WHV- Führung (10 Tore) des Spieles und der Torreigen sollte noch nicht beendet sein. Lasse per Heber zum 28:18 und Michael Binder mit einem Kracher aus dem Rückraum zum 29:19 in der 45. Minute hielten den zehn Tore Vorsprung, ehe nun auch die zweite Reihe des WHV zu Einsatzzeiten kam. Dadurch sollte der TSV bis zur 51. Minute bis auf 32:25 heran kommen. Jedoch stellten postwendend Johan Andersson per Siebenmeterheber und Michael Binder den neun Tore Vorsprung zum 34:25 (52. Minute) wieder her. Am Ende setzte sich der WHV schließlich mit 38:29 durch und feierte damit den dritten Heimsieg in Folge dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung, wobei die Abwehr gerade in der ersten Halbzeit herausragte.
 

 
Stimmen zum Spiel:  

Renato Rui (Wilhelmshavener HV): Ich bin heute sehr zufrieden. Zwar haben wir noch leichte Fehler gemacht, was sich aber noch geben wird. Für mich persönlich war es heute wieder schön, in die alte Heimat zurückzukehren, was man schon beim Einlaufen gemerkt hat. Wir müssen aber über die gesamten 60 Minuten in jedem Spiel kämpfen, auch wenn wir mit fünf oder sieben Toren führen. Man kann auch mit so einer Führung gegen einen guten Gegner noch verlieren. Wir müssen nun weiter arbeiten und sind heiß auf das nächste Spiel gegen Nettelstedt. Wir wollen dort gewinnen und es macht immer Spaß gegen Nettelstedt zu spielen.   

Jens Häussler (Trainer TSV Altenholz): Glückwunsch zu einem mehr als verdienten Sieg. Wir haben uns heute hier wie ein Absteiger präsentiert. Unsere sonst stabile 6:0 Abwehr war heute viel zu ängstlich und hat dem Druck nicht standgehalten. Zudem haben wir heute vorne fast alles vergeben, so dass sich der WHV einen neun bis zehn Tore Vorsprung erspielte. Durch Wechsel im WHV- Spiel kamen wir dann wieder bis auf vier Tore heran, was zwar gut aussieht, aber nichts an der am Ende klaren neun Tore Niederlage ändert. So haben wir zu schwankende Leistungen und wissen nie, was bei uns herauskommt. Auswärts in Emsdetten verlieren wir mit einem Tor und spielen gut auf, werden dann jedoch im nächsten Spiel förmlich zerrissen. Im letzten Spiel gegen Schwartau gewinnen wir überraschend einen Punkt und bekommen heute dann den Hintern versohlt. Es fehlt bei unserer zweiten Garde augenblicklich das Feuer und das Brennen in den Augen. Von diesen Spielern muss mehr Herz und Einsatz gezeigt werden. Die nächsten Spiele sind allesamt schwere Aufgaben, ehe wir dann im März gegen die unteren Mannschaften die Punkte holen müssen.  

Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Wir hatten heute sehr viel Spaß in der Halle. Ich war schon im Vorfeld sehr euphorisch in die Partie gegangen, da ich in Altenholz sehr lange gewohnt habe. Nach der heutigen Leistung habe ich der Mannschaft spontan zwei Tage frei gegeben. So haben wir unsere Abwehr dicht gemacht und dadurch schon in der Anfangsphase zig Bälle gewonnen. Jedoch waren wir dann teilweise zu hektisch in der Vorwärtsbewegung und hätten eigentlich höher führen müssen. Wir konnten aber durch unsere gute Abwehr den Gegner unter Druck setzen, der dann gleich Fehler produzierte. Über diese gute Abwehr konnten wir dann unser Spiel in Ruhe entwickeln. Es war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der uns Bastian sehr viel Sicherheit gegeben hat. Es wird nun Zeit, dass Holle im nächsten Spiel die Hütte dicht macht. Der TSV ist für mich aber nicht ein Absteiger. Sie sind kampfstark und werden im März die nötigen Punkte für den Klassenerhalt schaffen. Gegen Nettelstedt müssen wir nun die Euphorie von heute mitnehmen. Ich hoffe, dass viele Fans des WHV mitfahren und uns unterstützen. Der TuS hat ein starkes Team und wir können dort unter die Räder kommen. Wir haben aber auch ein gutes Team und fahren dort hin, um zu gewinnen. Wir können befreit aufspielen, da danach mit den Heimspielen gegen Hannover und Schwerin schwere Aufgaben auf uns warten, wobei wir von Spiel zu Spiel denken müssen. Am Samstag werden wir mit breiter Brust auftreten, und den Kampf über 60 Minuten annehmen.   

 
Wilhelmshavener HV : TSV Altenholz   38:29     (17:11) 

WHV: Rutschmann (1.-43./ 51.-60/ 14 Paraden), Eilts (44.-50. und ein Siebenmeter/ 1 Parade), Schröder 7, Andersson 6/4, Binder 5, Arvidsson 4, Rui 4, Kelm 4, Drechsler 3, Köhrmann 3, Hesslein 2, Samuelsson, Krause, Staszewski (n.e.) 

TSV Altenholz: Lübker (1.-22. / 26.-30./ 30.-41./ 6 Paraden), Krieter (23.-26./ 1 Parade), Knust (42.-60. / 2 Paraden), Weltgen 7/3, Jurgeleit 6, Spieker 5, Opderbeck 3, Karbowski 2, Schulz 2, Bitterlich 2, Drecke 1, Wessig 1, Greve

Zuschauer: 1487
Schiedsrichter: Gerhard/Küsters
Strafminuten: 10 (Arvidsson zweimal, Schröder zweimal und Samuelsson)/10 (Drecke zweimal, Spieker zweimal und gegen die Bank)
Siebenmeter: 4/4 – 4/3 (Weltgen wirft neben das Tor)
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Bitterlich (TSV Altenholz) (grobes Foulspiel) (59:45)
  Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:50 Uhr  

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