WHV zu Gast beim Spitzenreiter TuS Nettelstedt- L



Freitag, den 20. Februar 2009 um 18:22 Uhr
Am morgigen Samstagabend um 19.00 Uhr gastiert der Wilhelmshavener HV beim aktuellen Tabellenführer und ohne Frage dem Spitzenteam der 2. Bundesliga Nord, nämlich dem TuS Nettelstedt- Lübbecke. Dabei geht der WHV sicherlich als Außenseiter in die Partie, was man auch mit Hilfe zweier Statistiken belegen kann.
So ist der TuS bis auf die Auswärtsniederlage gegen den ASV Hamm bisher in souveräner Manier durch die Saison gegangen und befindet sich so auf einem sehr guten Weg in Richtung direkter Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Aber nicht nur in der bisherigen Saison ist die „Festung Kreissporthalle“ uneinnehmbar, was sich anhand einer anderen beeindruckenden Statistik festmachen lässt. So ist der TuS nämlich seit 16 Jahren in der 2. Bundesliga ohne Punktverlust bei einem Heimspiel geblieben, was von Seiten des WHV- Managers Dieter Koopmann auch auf der heutigen Pressekonferenz betont wurde. Zudem hat der TuS einen Etat, der weit über 2 Millionen Euro liegt, wodurch unlängst die Verpflichtung von Sergio Ruiz Casanova von TUSEM Essen ermöglicht wurde. Somit sind im morgigen Spiel die Rollen sicherlich klar verteilt, wodurch aber nicht die Freude von Dieter Koopmann auf die Partie getrübt wird. So hat das Team unter der Woche gut trainiert und wird sich morgen um 13.30 Uhr auf den Weg nach Lübbecke machen, wo man dann sehen muss, was dort möglich ist.
Vorfreude ist ein gutes Stichwort, denn auch Klaus-Dieter Petersen freut sich auf das Spiel, wo sich der WHV mit einem kompletten Kader gegen einen großen Gegner präsentieren wird. Dabei liegt aus seiner Sicht die Herausforderung darin, dass man den großen Favoriten ärgern möchte. Die Favoritenstellung des TuS wurde dabei von Seiten des WHV- Trainers mit Hilfe eines Vergleiches noch untermauert. Wenn man nämlich, ähnlich wie gegen Varel, alle Positionen miteinander vergleicht, würde der WHV mit 8:1 verlieren. Der einzige Sieg wäre auf der Managerposition, was eindrucksvoll die Stärken des TuS zeigt.
Diese liegen zum einen in der Abwehr, wo man eine harte und kompromisslose Gangart anschlägt und zudem individuell stark besetzt ist. Dadurch kassierte der TuS nicht nur 60-70 Tore weniger als alle anderen Teams, sondern kommt auch zu vielen Ballgewinnen, die man mit Gegenstoßtoren eiskalt ausnutzt. Dort muss man aus Sicht von Klaus-Dieter Petersen den Hebel in Gang setzen und mit Hilfe des Angriffes die Abwehr knacken und versuchen, die Tempogegenstöße des TuS zu unterbinden. Zum anderen ist Nettelstedt im Rückraum mit Branko Kokir, Michal Jurecki, Sergio Ruiz Casanova und Lars Friedrich individuell stark besetzt und daher auch schwer zu stoppen. Trotzdem wird der WHV morgen seine in den letzten Partien starke Abwehr dagegenstellen, auf die sich laut Klaus-Dieter Petersen dann der TuS einstellen soll.
Morgen wird man dann sehen, ob dem WHV vielleicht eine Überraschung gelingt. So hat man in der Hinrunde in Emsdetten mit dem Auswärtssieg beim Favoriten gezeigt, dass nichts unmöglich ist. Dabei kamen Klaus-Dieter Petersen automatisch biblische Vergleiche zu David und Goliath, wo man im Falle Emsdetten gesehen hat, dass auch David gewinnen kann. Vielleicht findet morgen auch der WHV (David) eine Steinschleuder gegen den TuS (Goliath). Auf jeden Fall wird sich der WHV nicht verstecken und lieber dann mit wehenden Fahnen untergehen. Davor stehen aber sicherlich interessante und spannende 60 Minuten.
Man darf somit gespannt sein, ob der TuS seine Heimserie ausbauen kann oder ob dem WHV die große Überraschung gelingt.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:50 Uhr
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