Kampfgeist nicht belohnt: 26:23 Niederlage in L

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Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV die Partie beim aktuellen Tabellenführer der 2. Bundesliga-Nord, dem TuS Nettelstedt-Lübbecke, auf dem Programm. Dabei zeigte der WHV trotz ungünstiger Voraussetzungen eine starke Leistung und mit etwas weniger eigenen Fehlern wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen.

So musste nämlich der WHV den Ausfall von Tobias Schröder verkraften. Dieser verletzte sich beim Abschlusstraining am Freitag am Innenmeniskus und fällt für die kommenden vier bis sechs Wochen aus, so dass man mit einer herben Schwächung in die Partie ging.

Zu Beginn standen auf Seiten des WHV Johan Andersson, Michael Binder, Christian Köhrmann, Lasse Arvidsson und Renato Rui auf dem Parkett. Gustaf Samuelsson rückte aufgrund des Ausfalls von Tobias Schröder in den linken Rückraum und im Tor begann Holger Eilts. Demgegenüber standen auf Seiten des TuS Artur Siodmiak, Sergio Ruiz Casanova, Michal Jurecki, Thorir Olafsson Tim Remer und Oliver Tesch. Im Tor begann Björn Buhrmester.

Von Beginn an entwickelte sich vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Kreissporthalle ein Kampf betontes Spiel, indem beide Abwehrreihen zunächst im Fokus standen. Zunächst erwischte Nettelstedt den besseren Start und ging dank zweier Tempogegenstöße von Thorir Olafsson und Artur Siodmiak mit 2:0 in Führung (2:58). Jedoch kämpfte sich der WHV dank Fehler im Spiel des TuS wieder heran und glich in der sechsten Minute durch Michael Binder zum 3:3 aus. Auch in den folgenden Minuten sollte die Partie ausgeglichen sein, was an mehreren Faktoren lag. Beide Teams produzierten sehr viele technische Fehler und Fehlwürfe, die jeweils nicht konsequent für eine höhere Führung genutzt werden konnten. Zudem vereilten sowohl Björn Buhrmester als auch Holger Eilts einige Torchancen. Somit stand es folgerichtig nach 15 Minuten 7:7, ehe Nettelstedt sich wieder dank zweier Treffer von Thorir Olafsson leicht mit zwei Toren absetzte (9:7   17:29). Jedoch sorgten wiederum technische Fehler des TuS dafür, dass der WHV nicht nur wieder ausglich (9:9  21:17), sondern sogar erstmals in Führung ging. Dafür sorgte Gustaf Samuelsson, der einen Siebenmeter zum 10:11 verwandelte (23:55). Es sollte jedoch die einzige Führung des WHV im gesamten Spiel bleiben. Bis zur Halbzeit ging nämlich der TuS wieder in Führung. Dieses lag zum einen an der nach wie vor hohen Fehleranzahl im Angriff des WHV, die der TuS mit Toren vom Kreis bestrafte als auch einer zwei Minuten Strafe gegen Dominic Kelm (27:47). Diese nutzte Nettelstedt mit zwei Toren konsequent aus und ging dadurch mit einer 13:11 Führung in die Halbzeit.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der TuS den besseren Start. Nicht nur gelang Lars Friedrich per Siebenmeter nach 38 Sekunden der erste Treffer im zweiten Abschnitt (14:11), sondern bis zur 35. Minute baute der TuS seine Führung auf vier Tore aus (16:12). Jedoch kam der WHV wieder zurück und kämpfte sich bis zur 37. Minute auf 16:14 heran. Der mögliche Anschluss zum 16:15 nach einem Stürmerfoul von Michal Jurecki gelang dann jedoch nicht. Einen Fehlwurf des WHV nutzte nämlich Thorir Olafsson dann eiskalt zum 17:14 aus (39.Minute). Zwei Minuten später sollten sich fast die Szenen gleichen. Wiederum war unser Team dank lang vorgetragenen Angriffen und zwei Treffern von Gustaf Samuelsson wieder bis auf 17:16 an den TuS gerückt. Aber wiederum sorgten zwei Abspielfehler und die individuelle Klasse von Branko Kokir für die vier Tore Führung des TuS (20:16   43. Minute). Diesen Vorsprung hielt der TuS bis zur 50. Minute (23:19), ehe der WHV noch einmal nach Ballgewinnen bis auf 23:21 (52. Minute) herankam. Die Wende sollte dann jedoch leider nicht mehr gelingen, da Nettelstedt dank leichter Ruckraumtreffer von Michal Jurecki und Branko Kokir dann am Ende mit 26:23 die Partie siegreich bestritt.

Trotz dieser Niederlage zeigte der WHV eine starke kämpferische Leistung, die sicherlich im Hinblick auf den Ausfall von Tobias Schröder hoch zu bewerten ist. Man hielt lange Zeit die Partie offen und mit etwas weniger technischen Fehlern im Angriff wäre vielleicht sogar gestern eine Überraschung möglich gewesen. Abschließend möchte sich die Mannschaft für die Unterstützung bei den mitgereisten Fans und Supportern des Schlicktown Mobs bedanken. Hierbei freut sich die Vereinsführung des WHV über das disziplinierte Auftreten des Schlicktown Mobs.   

Stimmen zum Spiel:  

 
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Herzlichen Glückwunsch zum Sieg des TuS. Wir haben heute eine ordentliche Partie geliefert, in der wir versucht haben, gegen zu halten. In der zweiten Halbzeit waren wir im Spiel drin und hätten die Partie sogar drehen können. Jedoch hat heute die individuelle Stärke des TuS am Ende den Ausschlag zu Gunsten des TuS gegeben. So kam Nettelstedt immer wieder zu leichten Toren, wo hingegen wir immer hart für unsere Tore arbeiten mussten, wodurch am Ende dann auch ein wenig die Kraft fehlte. Trotzdem bin ich stolz auf mein Team. Wir sind mit unseren jungen Leuten auf einem guten Weg und arbeiten weiter. Durch den Ausfall von Tobias Schröder, der mit einem Innenmeniskusschaden vier bis sechs Wochen ausfällt, fehlte uns auch Qualität und ein Mittel die Abwehr zu ärgern, was uns aber trotzdem gelungen ist. Heute war jedoch die Angriffsleistung entscheidend. Wir waren heute lange Zeit dran, am Ende hat es dann aber leider nicht gelangt. Wir müssen nun sehen, wie wir den Ausfall von Tobias Schröder in den kommenden schweren Spielen verkraften können. Dem TuS wünsche ich in den kommenden Spielen alles Gute. Wir werden uns im nächsten Jahr nicht mehr wiedersehen.  

Heinz-Georg Borgmann (Trainer TuS Nettelstedt-Lübbecke): Ich habe heute erst um 16:30 Uhr erfahren, dass ich für Patrik Liljestrand (Viruserkrankung) einspringen muss. Ich habe mich dann mit ihm und Zlatko Feric abgesprochen und dann zusammen heute mit Zlatko auf der Bank agiert. Heute hat man gesehen, dass viele Kleinigkeiten entscheidend sein können. Der Mannschaft kann ich heute im kämpferischen Bereich keinen Vorwurf machen. Jedoch stand heute die Defensive, im Gegensatz zu den vergangen Spielen, nicht optimal, was auch an der guten Vorstellung des WHV lag. Dieser hat mit lang heraus gespielten Angriffen die Geduld in der Abwehr genommen. Vor allem bin ich aber heute mit der Angriffsleistung unzufrieden. So hatten wir eine schwache Ausbeute aus dem Rückraum und können uns freuen, dass wir mit so einer Ausbeute dann noch die Partie gewonnen haben. Wir hatten Respekt vor dem WHV und wussten, dass es heute schwer wird. Am Ende war es dann ein hartes Stück Arbeit für uns.  

 
TuS Nettelstedt-Lübbecke : Wilhelmshavener HV   26:23     (13:11) 

Nettelstedt-Lübbecke: Buhrmester (1.-39. / 8 Paraden), Blazicko (40.-60. / 6 Paraden), Olafson 7, Jurecki 4, Siodmiak 4, Kokir 3, Tesch 3, Remer 3, Skatar 1, Friedrich 1/1, Schibschid, Casanova, Hildebrand (n.e.) 

WHV: Eilts (1.-49. / 15 Paraden), Rutschmann (50.-60. / 5 Paraden), Samuelsson 5/2, Arvidsson 4, Rui 4, Binder 3, Andersson 3, Drechsler 2, Köhrmann 1, Kelm 1, Krause, Hesslein (n.e.), Padeken (n.e.), Staszewski (n.e.)

Zuschauer: 3400
Schiedsrichter: Ickler/Schnare
Strafminuten: 8 (Siodmiak, Jurecki, Tesch und Remer)/6 (Kelm, Binder und Rui)
Siebenmeter: 3/1 (Friedrich wirft an den Pfosten, Remer scheitert an Rutschmann – 4/2 (Andersson wirft an den Pfosten, Samuelsson scheitert an Blazicko)
  Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:50 Uhr  

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