29:22 Sieg dank Steigerung in zweiter Halbzeit



Samstag, den 28. Februar 2009 um 02:22 Uhr
Am heutigen Abend trat der Wilhelmshavener HV gegen den aktuellen Tabellendreizehnten der 2. Bundesliga, den HSV Hannover, an. Am Ende sollte sich der WHV nach holpriger erster Halbzeit dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit und einer wiederum starken Abwehr mit 29:22 durchsetzen. Damit baute der WHV seine Heimserie auf nun vier Siege in Folge aus.
Wie schon beim Gastspiel in Lübbecke begannen beim WHV Michael Binder, Christian Köhrmann, Johan Andersson, Lasse Arvidsson, Renato Rui und Gustaf Samuelsson. Der einzige Wechsel fand im Tor statt, wo zunächst Bastian Rutschmann stand.
Dem gegenüber standen auf Seiten des HSV Tim Hornke, Claus Karpstein, Erik Huizing, Maciek Tluczynski, Milan Blagojevic und Hubertus Brandes. Im Tor stand der gute Hendrik Müller.
Zwar ging der WHV nach einer Minute dank Johan Andersson mit 1:0 in Führung, welche dann jedoch für lange Zeit die einzige Führung des WHV sein sollte. Fortan bestimmte nämlich zunächst der HSV Hannover die Partie. Mit einer aggressiven 6:0 Abwehr stellte man den WHV vor einige Probleme, der nur wenige Lücken im Abwehrverbund fand. Wenn dann eine Lücke gefunden wurde, scheiterte der WHV- Rückraum ein ums andere Mal am starken Hendrik Müller. Die daraus resultierenden Ballgewinne nutzte der HSV im Angriff clever aus und erspielte sich dank lang heraus gespielten Angriffen bis zur siebten Minute eine drei Tore Führung (1:4 7.35). Jedoch schlichen sich auch beim HSV nun Fehler ein, die der WHV konsequent bestrafte und schließlich wieder unter dem Jubel der Zuschauer ausglich. Dafür sorgte Michael Binder, der nach einem Fehlwurf von Gustaf Samuelsson und dem folgenden Ballgewinn von Lasse Arvidsson von Außen zum 4:4 traf. Auch in den folgenden Minuten sollte die Partie eng und ausgeglichen bleiben. So kam der Gast aus Hannover zwei Mal zu einer zwei Tore Führung (4:6 11.58 und 7:9 21.08), die der WHV aber immer wieder postwendend ausglich.
Bis zur 23. Minute blieb so die Partie ausgeglichen (9:9), ehe nun der WHV besser in die Partie kam. So erzielte in der 26. Minute Rene Drechsler von der Rechtsaußenposition die11:10 Führung. Zwar konterte der HSV dank des starken Tim Hornke postwendend zum 11:11 (27:02), aber der WHV sollte sich dank Dominic Kelm und eines Überzahltreffers von Rene Drechsler eine zwei Tore Führung zum 13:11 Halbzeitstand erspielen. Ab der 27. Minute stand zudem nun Holger Eilts zwischen den Pfosten beim WHV. Ein Wechsel, der sich noch in der zweiten Halbzeit auszahlen sollte.
In diese startete der WHV besser und kam gleich dank Johan Andersson zum 14:11 (30:41). Jedoch blieb der HSV dran und verkürzte immer wieder postwendend, so dass der WHV bis zur 35. Minute mit zwei Toren führte (16:14). Nun sollte aber die Vorentscheidung fallen, was an mehreren Faktoren lag. Zum einen wäre hier die WHV- Abwehr zu benennen, die nun besser und aggressiver spielte und den HSV zu Ballverlusten zwang. Zum anderen wäre aber hier nun Holger Eilts zu nennen, der das WHV Tor förmlich zunagelte. So parierte Holger nicht nur reihenweise Würfe aus dem HSV-Rückraum, sondern sollte auch mit zwei Aktionen die Halle zum Kochen bringen. Zunächst hielt er in der 39. Minute einen Tempogegenstoß von Tim Hornke und dann wäre da noch die 44. Minute zu nennen. So hielt er nicht nur einen weiteren Tempogegenstoß von Tim Hornke, sondern war auch beim Nachwurf vom freistehenden Maciek Tluczynski der Sieger. Spätestens jetzt saß kein WHV- Fan mehr auf seinem Platz und die Halle tobte. Durch die Sicherheit von Holger fand auch der WHV- Angriff besser ins Spiel und erspielte sich eine beruhigende Führung. So zog man zwischen der 35.-41. Minute von 16:14 auf 20:14 davon und spätestens in der 45. Minute beim Stande von 22:15 nach einem Treffer vom starken Michael Binder vom Kreis war die Partie entschieden.
Jedoch spielte der WHV weiter konsequent nach vorne und auch Holger Eilts hatte noch nicht genug. In der 49. Minute dann das dritte Duell beim Tempogegenstoß gegen Tim Hornke und wieder blieb der WHV- Torhüter der Sieger. Die unmittelbaren Reaktionen: Auf der einen Seite Jubel bei Holger und der Halle und auf der anderen Seite folgte für Tim Hornke der Gang auf die Bank. Bis zur 53. Minute baute der WHV den Vorsprung auf acht Tore (27:20) aus und am Ende sorgte Holger Eilts mit einem gehaltenen Siebenmeter gegen Bastian Riedel für den Schlusspunkt beim 29:22 Sieg, wodurch der WHV weiter im Jahr 2009 in der eigenen Halle ungeschlagen bleibt.
Stimmen zum Spiel:
Christian Prokop (Trainer HSV Hannover): Glückwunsch zu den verdienten zwei Punkten. Ich bin aber heute nicht unzufrieden. So haben wir die gesamte Woche an unserem neuen Abwehrsystem (6:0 Abwehr) gearbeitet. Bis zur 25. Minute hat diese auch gut funktioniert und wir haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr gut gespielt. Dadurch konnten wir dann auch die Partie ausgeglichen gestalten und dann auch mehrmals in Führung gehen. Jedoch merkte man dann, dass wir im Rückraum nicht wechseln können und uns dadurch die Kraft fehlte. Wir haben im Augenblick nur 10 Feldspieler, wovon Sebastian Czok (17 Jahre) und Hubertus Brandes (18 Jahre) zwei sehr junge Akteure sind. Dieses merkt man dann gegen eine Spitzenmannschaft, wie den WHV. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann nicht mehr die Frische und die Durchschlagskraft, um gegen die WHV- Abwehr zum Erfolg zu kommen. Zudem hatte der WHV heute einen starken Torwart in Holger Eilts. So hatten wir in der zweiten Halbzeit alleine 25 Fehlwürfe. Heute hätten wir nur gewonnen, wenn der WHV einen schlechten Tag gehabt hätte und bei uns alles gepasst hätte.
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Ich bin heute mit der 6:0 Abwehrarbeit meines Teams sehr zufrieden. So trägt die Arbeit langsam ihre Früchte. Wir lassen uns dabei auch nicht vom Gegner und dessen Namen nervös machen lassen. So haben wir sowohl in Lübbecke als auch heute unser System gespielt und dabei aggressiv gestanden. Dadurch haben wir einige Bälle erobert, was einem natürlich richtig Freude macht. Der Anfang lief heute gegen uns und wir lagen lange Zeit hinten. Jedoch haben wir dabei wenig Tore kassiert, was mich positiv stimmt. In den ersten Minuten haben wir einfach zu viele klare Bälle weggeworfen, was sich dann auch im weiteren Verlauf fortsetzte. Am Ende der ersten Halbzeit hatten wir dann so viele klare Chancen vergeben, die für das gesamte Spiel gelangt hätten In der Halbzeit habe ich dann gesagt, dass wir bei 0:0 anfangen sollen. So gelang uns dann gleich der erste Treffer und in der Folge war ich dann mit der Mannschaftsleistung sehr zufrieden. Neben den beiden Torhütern und der Abwehr bin ich zudem mit der Leistung von Chrissi Köhrmann zufrieden, der in der gesamten Zeit das Spiel im Griff hatte und ein Vorbild für die anderen Spieler ist. Jetzt wollen wir erst einmal den Sieg genießen, ehe wir dann mit Hamm auf einen erfahrenen Gegner treffen. Dort wollen wir aber nicht nach den Sternen greifen, da Hamm bisher das stärkste Team war, was sich in der Nordfrost Arena vorgestellt hat. Dabei kann Hamm auch ein gegnerisches Team an die Wand spielen, was etwas über die Stärke des ASV sagt. Wir werden aber sicherlich etwas finden, um dagegen zu halten.
Wilhelmshavener HV : HSV Hannover 29:22 (13:11)
WHV: Rutschmann (1.-26./ 5 Paraden), Eilts (27.-30. / 30.-60. / 12 Paraden), Andersson 8/4, Binder 8, Drechsler 4, Arvidsson 4, Rui 3, Kelm 1, Köhrmann 1, Samuelsson, Krause, Staszewski, Padeken (n.e.)
HSV Hannover: Müller (1.-30. / 30.-32./ 9 Paraden), Hoffmann (33.-60./ 5 Paraden), Hornke 5, Tluczynski 4, Leinhart 3, Karpstein 3, Blagojevic 2/1, Riedel 2, Czok 1, Huizing 1, Brandes 1, Redeker, Mayer (n.e.)
Zuschauer: 1635
Schiedsrichter: Bolus/Foitzik
Strafminuten: 6 (Arvidsson zweimal und Binder)/8 (Tluczynski dreimal und Redeker)
Siebenmeter: 5/4 (Andersson scheitert an Hoffmann)– 2/1 (Riedel scheitert an Eilts)
Besondere Vorkommnisse: Rote Karte Tluczynski (HSV Hannover) (dritte Zeitstrafe) (47:29)
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 30. April 2009 um 08:50 Uhr
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