WHV besiegt VfL Bad Schwartau mit 32:28

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Die Heimserie des WHV konnte auch am gestrigen Abend nicht durch den VfL Bad Schwartau durchbrochen werden. So besiegte der WHV vor 1.597 Zuschauern den Aufsteiger mit 32:28 und blieb damit auch im siebten Heimspiel unbesiegt. Am Sieg sollte am Ende vor allem ein „Rückkehrer“ großen Anteil haben, der in einer spannenden Schlussphase für die Entscheidung sorgte.

Schon vor dem Spiel musste der WHV einen herben Ausfall verkraften. So fiel Kreisläufer Lasse Arvidsson aufgrund von Achillessehnenproblemen aus.

Zu Beginn der Partie standen auf Seiten des WHV Johan Andersson, Dominic Kelm, Michael Binder, Gustaf Samuelsson, Renato Rui, Tobias Schröder und im Tor der wieder starke Bastian Rutschmann.

Demgegenüber agierten auf Seiten des VfL Tobias Skerka, Dennis Tretow, Jan Schult, Peter Kasza, Martin Zeschke, Niclas Dombrowski und zwischen den Pfosten stand der gute Markus Noel.

Zu Beginn entwickelte sich eine enge und ausgeglichene Partie, in der die beiden aggressiven 6:0 Abwehrreihen im Fokus standen. So sorgte zwar Tobias Schröder per Unterhandwurf nach 36 Sekunden für die 1:0 Führung des WHV, die jedoch postwendend durch Dennis Tretow zum 1:1 ausgeglichen wurde. Auch in der Folge konnte sich kein Team entscheidend absetzen, was auch an den beiden guten Torhütern Bastian Rutschmann und Markus Noel lag. Folglich stand es nach 9 Minuten 5:5, ehe sich nun der WHV leicht absetzte. So zwang der WHV den VfL zu Ballverlusten und zudem sorgte Bastian Rutschmann mit seinen Paraden ebenfalls für Ballgewinne. Diese nutzte der WHV mit lang heraus gespielten Angriffen konsequent aus. Zwischen der 10.-13. Minute zog so unser Team nach Treffern von Gustaf Samuelsson, Dominic Kelm, Michael Binder per Tempogegenstoß und Tobias Schröder mit einem Hammer in den oberen Torwinkel von 5:5 auf 9:5 davon.

Bis zur 23. Minute nach einem Siebenmetertor von Tobias Schröder hielt der WHV- Vorsprung (12:7) an. Jedoch kam nun der VfL auch dank leichten Fehlern des WHV wieder zurück ins Spiel und verkürzte dank zweier Treffer von Kreisläufer Martin Zeschke und einem Tempogegenstoß von Dennis Tretow auf 12:10 (26:12). Jedoch beeindruckte das den WHV wenig und man setzte sich wieder dank Treffern von Renato Rui und Michael Binder auf 14:10 ab (27:45), wobei der Treffer von unserem Linksaussen auch den Halbzeitstand besiegeln sollte. Jedoch sorgte vor dem Halbzeitpfiff noch Bastian Rutschmann für Stimmung in der Nordfrost Arena. Zunächst hielt Bastian einen Siebenmeter von Tobias Skerka (28:35) (9. Parade), ehe er 37 Sekunden später dann noch einen Tempogegenstoß von Dennis Tretow hielt, was nicht nur für Jubel bei ihm, sondern auch auf den Rängen sorgte. Die zweite Halbzeit sollte dann durch Höhen als auch Tiefen gekennzeichnet sein.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang dem WHV der bessere Start. So erhöhte nach 50 Sekunden Michael Binder auf 15:10. Bad Schwartau kämpfte jedoch weiter verbissen um jeden Ball und kam wieder bis auf drei Tore an den WHV heran (15:12  33:42). Aber, wie schon in der ersten Halbzeit, nutzte unser Team nun eine Schwächephase des Gastes eiskalt aus und sollte sich in der Folge eigentlich entscheidend absetzen. Zunächst baute man die Führung zwischen der 33.-36. Minute von 15:12 auf 18:12 aus und aufbauend auf die weiterhin gute Abwehr mit dem starken Bastian Rutschmann wuchs der Vorsprung bis zur 40. Minute sogar bis auf acht Tore an (21:13).

Jedoch schlichen sich nun in den WHV- Angriff einige technische Fehler sowie Fehlwürfe, die der Gast zu Nutzen wusste. Mit Tempogegenstoßtoren von Dennis Tretow und leichten Toren aus dem Rückraum durch Jan Schult verkürzte der VfL Tor um den Tor den Vorsprung des WHV. Über 22:16 (41:49), 23:19 (44:17) und 24:21 (46:13) war Bad Schwartau eine Minute später beim Stande von 24:23 wieder bis auf ein Tor an den WHV herangerückt. Zwar erhöhte Renato Rui in der 49. Minute wieder auf 26:24, aber Tobias Skerka sorgte in der 51. Minute für den 26:26 Ausgleich, womit die Aufholjagd des VfL endete und eine beruhigende Führung des WHV leider durch eigene Fehler verspielt wurde.

Jedoch sollte die Wende zu Gunsten des VfL nicht eintreten, woran vor allem ein Spieler des WHV maßgeblichen Anteil haben sollte. Die Rede ist vom „Rückkehrer“ Rene Drechsler, der bekanntlich im Augenblick seine Grundausbildung bei der Bundeswehr in Dillenburg an der Donau absolviert (äußerliches Kennzeichen: Kurzhaarschnitt) und nun zwischen der 52.-55. Minute das Heft in die Hand nahm. Zuerst mit einem Hammer aus dem Rückraum, dann mit Durchsetzungsvermögen aus dem rechten Rückraum und zum Abschluss von der Rechtsaussenposition (30:27) sorgte Rene mit seinen drei Treffern für die Entscheidung und Jubel bei den Fans und Zuschauern. Am Ende stand dann ein 32:28 Sieg des WHV, der seine Heimserie somit auf sieben Spiele ohne Niederlage ausbaute.

 
 Stimmen zum Spiel:  

Thomas Knorr (Trainer VfL Bad Schwartau): Wir haben heute hier nicht unverdient verloren. Am Ende ist jedoch die Niederlage mit vier Toren zu hoch ausgefallen. Meine Mannschaft hat heute toll gekämpft. Meine eigene 2 Minuten Strafe in der 38. Minute war sicherlich ein Hallo Wach Effekt. Ich wollte damit Präsenz zeigen und meine Spieler aufwecken, wodurch wir dann auch schließlich besser ins Spiel gekommen sind. Wir haben dann den Vorsprung des WHV ausgleichen können und ich hatte dann auch Hoffnung auf Punkte. Jedoch haben wir dann vorne die Chance liegen gelassen, wodurch wir dann am Ende etwas zu hoch verloren haben.  

 
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Der Sieg geht für uns heute in Ordnung. Wir haben ein Spiel mit Höhen und Tiefen erlebt, in dem wir uns das Leben selbst teilweise schwer gemacht haben. So hatte ich die Hoffnung, dass wir den klaren 8 Tore Vorsprung halten und dann am Ende einen klaren Sieg feiern werden. Jedoch haben wir dann einige egoistische Fehler gemacht, für die wir dann bestraft wurden. So hat der VfL heute wieder gezeigt, dass er trotz großem Rückstand wieder zurück kommen kann. Herausheben möchte ich heute Rene Drechsler, der sein Herz in die Hand genommen hat. Er ist erst Ostersamstag spät in Wilhelmshaven eingetroffen und hat trotz 12 Tagen ohne Team ein starkes Spiel gemacht. Zudem war heute Bastian Rutschmann stark und auch Michael Binder hat in der ersten Halbzeit im Angriff stark gespielt. Aufgrund der Abwehrarbeit und dem damit verbundenen Kräfteverschleiß hat er dann in der zweiten Halbzeit ein, zwei Chancen ausgelassen. Dominic Kelm ist zudem auf einem guten Weg, Lasse am Kreis Konkurrenz zu machen. Ich bin heute nicht unzufrieden, da wir als Tabellensiebter den Tabellenachten geschlagen und 2 Punkte eingefahren haben. So können wir in Ruhe weiterarbeiten und fahren am nächsten Wochenende in den Osten, um dort zwei Punkte mitzunehmen.    

 
 Wilhelmshavener HV : VfL Bad Schwartau   32:28     (14:10) 

WHV: Rutschmann (1.-60./ 18 Paraden), Eilts (bei zwei Siebenmetern 1 Parade), Schröder 7/2, Binder 6, Kelm 5, Rui 5, Drechsler 3, Samuelsson 3, Köhrmann 2, Andersson 1/1, Krause (n.e.), Hesslein (n.e.), Staszewski (n.e.), Padeken (n.e.) 

VfL Bad Schwartau: Noel (1.-60./ 14 Paraden), Mahnke (bei einem Siebenmeter), Tretow 11/3, Schult 6, Zeschke 3, Schäfer 2, Skerka 2, Baltik 2, Knorr 1, Kasza 1, Dombrowski, Berg (n.e.), Günter (n.e.), Stange (n.e.), Jäde (n.e.)

Zuschauer: 1597
Schiedsrichter: Köhler/Wiggershaus
Strafminuten: 8 (Samuelsson, Rui, Schröder und Binder)/6 (Knorr, Skerka und Tretow)
Siebenmeter: 3/3– 6/3 (Tretow scheitert an Eilts, Skerka scheitert an Rutschmann und Tretow trifft die Latte)
  Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Juli 2009 um 16:07 Uhr  

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