WHV baut Heimserie mit 34:31 Sieg gegen Hildesheim aus



Sonntag, den 03. Mai 2009 um 14:29 Uhr
Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV das vorletzte Heimspiel der Saison 2008/09 auf dem Programm. Vor 1.464 Zuschauern in der Nordfrost Arena traf man auf Eintracht Hildesheim. Am Ende sollte sich der WHV in einer torreichen Partie mit 34:31 durchsetzen und seine Heimserie auf neun Spiele ohne Niederlage ausbauen.
Zu Beginn stand beim WHV die gewohnte Stammsieben, so dass Renato Rui, Tobias Schröder, Johan Andersson, Christian Köhrmann, Michael Binder, der nach Verletzungspause zurück gekehrte Lasse Arvidsson und im Tor Bastian Rutschmann in die Partie starteten.
Beim Gast aus Hildesheim stellten sich demgegenüber Matthias Struck, Georgi Nikolov, Michael Hoffmann, Goran Jerkovic, der überragende Leif Anton, Marcus Schiech und zwischen den Pfosten stand der gute Andreas Stange.
Der bessere Start in die Partie gelang unserem WHV. So glich man postwendend die 0:1 Führung des Gastes (1:06) aus und erspielte sich nach Treffern von Christian Köhrmann und des guten Lasse Arvidsson eine zwei Tore Führung (3:1 4:32). Dieser Vorsprung hielt bis zur 7. Minute, ehe Hildesheim dank WHV- Fehler (Fehlwürfe) wieder zurückkam. So glich man nicht nur dank Georgi Nikolov zum 4:4 aus (10:06), sondern ging 17 Sekunden später dank Matthias Struck wieder in Führung (4:5). In dieser Phase konnte der Gast immer wieder gegen eine nicht gut stehende WHV- Abwehr durch leichte Rückraumtreffer zum Erfolg kommen. Dieses sollte sich auch in den folgenden Minuten wiederholen, wobei Hildesheim auch einige Fehler unterliefen, so dass sich folgerichtig keine Mannschaft entscheidend absetzte. Über 6:6 (13. Minute) und 9:9 (19. Minute) blieb die Partie bis zur 22. Minute beim 10:10 ausgeglichen, wobei in dieser Phase aber das Tor des Tages fiel. So vollendete Christian Köhrmann von der linken Rückraumposition auf Zuspiel von Johan Andersson von Rechtsaussen per Kempa- Trick zum zwischenzeitlichen 8:7, was zu tosendem Beifall und Jubel bei den Fans führte.
In einer weiterhin Fehler behafteten Partie setzte sich aber ab der 23. Minute nun der WHV leicht ab, was an einer Steigerung der Abwehrarbeit lag. So zwang man Hildesheim zu Ballverlusten, die man vorne konsequent nutzte. So brachte Fabian Hesslein den WHV in der 25. Minute wieder mit zwei Toren in Front (12:10) und kurz vor dem Halbzeitpfiff brachten wiederum Fabian Hesslein, Michael Binder per Tempogegenstoß und Johan Andersson den WHV erstmals mit vier Toren in Führung (16:12), ehe Leif Anton zwei Sekunden vor dem Ende den 16:13 Halbzeitstand erzielte.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hielt zunächst bis zur 33. Minute der drei Tore Vorsprung unseres Team (19:16). Jedoch nutzte nun der Gast aus Hildesheim eine zwei Minute Strafe gegen Dominic Kelm und glich dank zweier Treffer des kaum auszuschaltenden Leif Anton und Marcus Schiech zum 19:19 aus (35:30). Jedoch beeindruckte das den WHV wenig und man ging in der Folge wieder mit zwei Toren in Führung, was auch an Holger Eilts lag, der ab der 35. Minute zwischen den Pfosten stand. Dank seiner Paraden und einer aggressiven 6:0 Abwehr erspielte sich unser Team wieder eine zwei Tore Führung (21:19 38.05), die bis zur 40. Minute auf drei Tore ausgebaut wurde (23:20 40.40).
Zwischen der 42.-45. Minute sollte dann eine kleine Vorentscheidung zu Gunsten des WHV fallen. So bestrafte unser Team die Fehlwürfe des Gastes konsequent und ging dank Tobias Schröder, Gustaf Samuelsson und Johan Andersson erstmals mit fünf Toren in Führung (27:22 45.32). In dieser Phase kam es dann auch zu einer Premiere, denn ab der 43. Minute kam Sebastian Maas zu seinen ersten Zweitligaminuten im Dress des WHV. Zwar verkürzte Hildesheim durch Marvin Nartey und Leif Anton leicht auf 27:24 (47.Minute), aber Johan Andersson mit einem Hammer in das untere rechte Eck sorgte postwendend wieder für einen beruhigenden vier Tore Vorsprung (28:24 49. Minute). Bis zum Ende sollte sich an diesem Verlauf nichts ändern. Über 29:26 (51. Minute), 31:27 (54. Minute) und 32:28 (56. Minute) hielt der WHV- Vorsprung und am Ende feierte der WHV dann einen 34:31 Sieg, auch wenn Sebastian Maas als krönenden Abschluss sein erstes Saisontor per Siebenmeter leider nicht gelang.
Stimmen zum Spiel:
Gerald Oberbeck (Trainer Eintracht Hildesheim): Der 34:31 Sieg des WHV geht heute in Ordnung. Trotzdem bin ich aber mit meinem Team zufrieden. Wir haben aktuell fünf schwer verletzte Spieler, so dass ich gezwungen war, heute drei A-Jugendliche mitzunehmen und wir nur mit einem Wechselspieler spielen konnten. Mit diesen Voraussetzungen haben wir heute 50-55 Minuten guten Handball gespielt. Leider haben wir in beiden Halbzeiten fünf Minuten unsere Linie verloren. So haben wir dort zu leichtfertig im Angriff gespielt, individuelle Aussetzer gehabt, dadurch Bälle verloren und dann leichte Tore kassierte. Wenn wir in diesen Phasen unsere Chancen nutzen, haben wir dann vielleicht heute auch Chancen auf Punkte. Am Ende erspielte sich dann der WHV eine drei Tore Führung und hält diese bis zum Ende. Trotzdem bin ich heute nicht unzufrieden. So hat die Mannschaft gut gespielt und unseren Kreisläufer Leif Anton gut ins Spiel gebracht, der 13 Tore erzielt hat. Nichts desto trotz ist der WHV Sieg heute verdient.
Klaus-Dieter Petersen (Trainer Wilhelmshavener HV): Wir haben heute verdient gewonnen und dabei haben die Zuschauer ein gutes Handballspiel gesehen. Wir wollten heute von Anfang an das Tempo hochhalten, was uns auch über den Großteil der Partie gelungen ist. Leider stand heute unsere Abwehr und im speziellen unser Innenblock nicht kompakt genug, so dass wir dadurch den Vorsprung nicht noch weiter ausbauen konnten. So lebt unsere Abwehr durch Kooperationen und muss immer auch aufgrund der mangelnden Größe früh herausrücken, um den Gegner zu stören. Dieses ist uns heute teilweise gut gelungen, man hat aber auch gesehen, dass dann auch für den Kreis Raum entsteht, den Leif Anton gut genutzt hat. Trotzdem bin ich mit meinem Team zufrieden. Wir haben 34 Tore erzielt und einige schöne Kombinationen ins Ziel gebracht. In den letzten drei Spielen möchten wir sechs Punkte holen. So sind wir die drittbeste Rückrundenmannschaft und wollen das, was wir aufgebaut haben fortsetzen und die Saison gut zu Ende spielen.
Wilhelmshavener HV : Eintracht Hildesheim 34:31 (16:13)
WHV: Rutschmann (1.-34./ 9 Paraden), Eilts (35.-60./ 8 Paraden), Schröder 6, Arvidsson 6, Binder 5, Andersson 5, Hesslein 4, Köhrmann 4, Samuelsson 3/1, Rui 1, Maas, Kelm, Krause (n.e.), Padeken (n.e.), Staszewski (n.e.), Drechsler (n.e.)
Eintracht Hildesheim: Stange (1.-60./ 17 Paraden), Anton 13/2, Nikolov 6, Nartey 5, Struck 3, Hoffmann 2, Schiech 2, Jerkovic, Klockmann (n.e.), Kolditz (n.e.), Benda (n.e.), Lücke (n.e.)
Zuschauer: 1464
Schiedsrichter: Brauer/Holm
Strafminuten: 8 (Samuelsson, Hesslein, Schröder und Kelm)/8 (Hoffmann zweimal, Struck und Jerkovic)
Siebenmeter: 2/1 (Maas scheitert an Stange)– 3/2 (Hoffmann scheitert an Rutschmann)
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Juli 2009 um 16:07 Uhr
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