27.09. Bittere 24:28-Niederlage gegen Ahlen



Geschrieben von: WHV-Webteam
Sonntag, den 27. September 2009 um 21:51 Uhr
Am Ende steht es da, das nackte Ergebnis: WHV 24, Ahlener SG 28. Doch den Spielverlauf kann man so nicht erkennen. Denn der war wirklich selten kurios. Am Ende reichen...
Aufholjagd gelingt nur einmal
...dem WHV eben 12 sehr gute Minuten in Hälfte eins und 15 gute Minuten in der 2. Hälfte nicht zu einem Sieg. Die ersten Viertelstunden wurden in beiden Halbzeiten jeweils auf Seiten des WHV ziemlich verschlafen. Ein 10:3-Lauf stand kurioserweise sowohl zu Spielbeginn als auch nach der Halbzeitpause für die Ahlener SG zu Buche. In der 1. Halbzeit konnte der 7-Tore-Rückstand vom WHV noch aufgeholt werden, in der 2. Hälfte aber eben nicht mehr, weil zum einen die Kraft und zum anderen der Glaube daran einfach fehlte.
1. Halbzeit: Moritz Barkow hält den WHV im Spiel
Nach dem Horror-Start mit wenig Durchschlagskraft im Angriff und löchriger Defensive nahm Trainer Klaus-Dieter Petersen beim Stand von 2:7 in der 12. Minute die erste Auszeit des Spiels und stellte seine Mannen noch einmal neu ein. Das zeigte mit etwas Verzögerung auch die gewünschte Wirkung. Denn nach zwischenzeitlichem 3:10- (17. Min.) und 5:12-Rückstand (19.) ließ der WHV-Trainer seine Abwehr nicht mehr in einer 6:0-Abwehr spielen, sondern stellte auf eine aggressive 5:1- bzw. 4:2-Deckung mit den vorgezogenen Spielern Jochen Geppert und Evgeny Vorontsov um.
So konnte man die linke Offensiv-Achse um Lammers (RL), Rogowski (RA) und Kreisläufer Wiegers, die bis zur 17. Minute acht der zehn Ahlener Tore geworfen hatten, weitestgehend aus dem Spiel nehmen. Die Ahlener fanden kein Rezept mehr, die in dieser Phase starke WHV-Defensive zu knacken. Daran änderte auch ein Team-Timeout in der 23. Minute nichts. Der WHV kam Tor um Tor heran, denn vom 7-Meter-Punkt verwandelten Tobias Schröder und Evgeny Vorontsov sicher und der WHV-Rückraum fand immer wieder den Weg an den Kreis zum 21-jährigen Moritz Barkow, der sein bisher bestes Spiel im WHV-Dress zeigte und vor allem in der 1. Halbzeit, in der er sechs seiner acht Tore erzielen konnte, seine Torchancen souverän nutzte.
2. Halbzeit: Ahlener SG entscheidet das Spiel direkt nach der Pause
Die 1250 Zuschauer in der Nordfrost-Arena dachten wahrscheinlich, ein Deja-Vu zu erleben. Denn wieder erwischte der WHV einen absoluten Kaltstart. Scheinbar hatte Jens Pfänder seine Mannschaft auf die umgestellte Abwehr eingestellt und die Blockade im Ahlener Offensivspiel hatte sich gelöst. Denn nun fanden die Ahlener immer wieder einen freien Mitspieler, der problemlos am WHV-Torwart vorbei einwerfen konnte. Immer wieder war der ASG-Rückraum um Lammers,Stefan Pries und Malte Schröder erfolgreich, aber auch Kreisläufer Björn Wiegers und Rechtsaußen Merten Krings konnten sich mit Toren in Szene setzen.
Beim Stand von 15:22 in der 45. Minute war die Vorentscheidung gefallen, denn noch so eine Rückkehr ins Spiel wie in Hälfte eins, das war allen Beteiligten klar, würde dem WHV nicht gelingen. Die Ahlener SG brachte den Auswärtssieg dann auch - einer Spitzenmannschaft würdig - sicher nach Hause und gewann am Ende verdient aufgrund der konstanteren Leistung mit 28:24 und festigte damit seinen Platz im oberen Tabellendrittel der 2. Bundesliga Nord, wohingegen der WHV nach der vierten Niederlage im vierten Spiel weiter auf die ersten Punkte warten muss und die "Rote Laterne" behalten muss.
Bei Ahlen war Thomas Lammers mit 7 Treffern erfolgreichster Werfer, dahinter folgten mit jeweils 4 Toren Kreisläufer Björn Wiegers und Linksaußen Mattes Rogowski. Auf Seiten des WHV konnte im Angriff nur Kreisläufer Moritz Barkow mit 8 erzielten Treffern überzeugen.
This content has been locked. You can no longer post any comment.