Geschrieben von: WHV-Webteam Sonntag, den 01. November 2009 um 01:13 Uhr
Dreieinhalb verworfene Siebenmeter und neun Zeitstrafen konnten den Wilhelmshavener HV an diesem Abend nicht stoppen. Der WHV konnte gegen den Gast aus dem Ammerland den zweiten Sieg der laufenden Spielzeit feiern…
…und gab so zum ersten Mal seit dem 2. Spieltag die „Rote Laterne“ an den SV Anhalt Bernburg ab. Wie wichtig der Erfolg für das Team war, zeigte die Reaktion nach Abpfiff. An der Mittellinie bildete die Mannschaft einen Kreis und feierte ausgelassen die zwei Punkte.
Mannschaft zeigt von Beginn an unbedingten Siegeswillen
Schon nach 45 Sekunden durften die Fans des WHV den ersten Treffer ihrer Mannschaft bewundern. Rechtsaußen Evgeny Vorontsov traf zum 1:0. Rene Drechsler erhöhte wenig später zum 2:0 (3.). Aber die Gäste - trotz der Tabellensituation sicherlich der Underdog im Derby – wollten die Punkte natürlich nicht einfach so her schenken.
Der WHV agierte ab Anpfiff mit einer aggressiven 5:1-Deckung, die Klaus-Dieter Petersen auch weiterhin in großen Teilen der Partie spielen ließ. Vorgezogen sollte zunächst „Chrissie“ Köhrmann die Kreise des Edewechter Rückraums um Wolterink, Blacha und Delinac stören, was in weiten Teilen auch gelang. Der 2,04 m lange „Halblinke“ Jörn Wolterink konnte sich selten in Szene setzen und nur vier zu seinen bisherigen 58 Toren zufügen.
So blieb der WHV in Führung, konnte sich aber bis zum 9:8 (21.) nicht wirklich absetzen. Dann schlug Ivo Warnecke – mit fünf Treffern auffälligster Akteur der 1. Hälfte – gleich doppelt zu und bescherte dem WHV beim 11:8 (23.) die erste Drei-Tore-Führung. Dass der WHV nur mit einem knappen 14:12 in die Pause kam, lag an Raimond Steins, dem Schlussmann des VfL Edewecht. Der kam für seinen Kollegen Wendler in der 27. Minute und entschärfte zwei Siebenmeter nacheinander, zunächst von Schröder und dann von Vorontsov.
Zweipunkterfolg gerät noch einmal in Gefahr
Am Anfang der zweiten Halbzeit ging der WHV zunächst mit derselben Konsequenz zu Werke wie vor dem „Pausentee“. Allerdings scheiterte erneut ein WHV-Spieler, diesmal der Kapitän „Chrissie“ Köhrmann beim Stand von 15:12 (33.) vom Siebenmeterpunkt am gut aufgelegten Steins.
Dann allerdings folgte ein unerklärlicher Bruch im Offensivspiel des WHV. Das Positionsspiel klappte nicht wie gewünscht und technische Fehler schlichen sich ein. Der Gast nutzte diese „weggeworfenen“ Bälle zu vier Tempogegenstößen und glich das Spiel zum ersten Mal in Person von Daniel Heisig zum 19:19 (44.) aus. Das Spiel ging wieder bei Null los. Arek Blacha sorgte in der 45. Minute sogar für die erste Führung des Zweitliga-Aufsteigers. Der Gast warf zum 20:21 ein und wenig später sorgte Sebastian Redeker für das 21:22.
Beide Führungen konterte Tobias Schröder mit humorlosen Treffern aus dem Rückraum. Ab der 45. Minute hütete Oliver Krechel das Tor des Gastgebers. Der WHV übernahm wieder die Regie und startete beim Stand von 26:24 (52.) einen 4:0-Lauf, der das Spiel endgültig entschied. Zum Schluss des Spiels zeigten die WHV-Spieler ihr handballerisches Können in sehr ansehnlichn Kombinationen, u.a. ein toller Kempa-Trick durch Assist von Schröder und Vollendung von Warnecke.
Schröder bester Schütze, nun 14 Tage Spielpause
Das Spiel ging völlig verdient mit 31:26 an den WHV, der den größeren Siegeswillen und die größere Ausdauer während des Spiels zeigte. Beim WHV taten sich als Torschützen vor allem Tobias Schröder mit acht und Ivo Warnecke mit sieben Treffern hervor. Evgeny Vorontsov und Rene Drechsler kamen auf fünf Tore, Kreisläufer Moritz Barkow erzielte vier „Buden“. Bei Edewecht stach Robert Delinac mit sieben Toren heraus.
Für den WHV steht jetzt eine zweiwöchige Pause an, denn nächstes Wochenende hat das Team spielfrei. Schauen Sie trotzdem immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei, hier gibt’s immer die neuesten News rund um den Wilhelmshavener HV.
Wilhelmshavener HV – VfL Edewecht 31:26 (14:12)
WHV: Eilts (1.-45. Minute, 10/1 Paraden), Krechel (ab 45. Minute, 3 Paraden); Schröder (8/1 Tore), Warnecke (7), Vorontsov (5), Drechsler (5), Barkow (4), Köhrmann (2), Hesslein F., Geppert, Maas, Waschul, Staszewski, Seidler.
VfL Edewecht: Wendler (1.-27. Minute + 50.-60. Minute, 5 Paraden), Steins (27.-50. Minute, 9/4 Paraden); Delinac (7 Tore), Blacha (4), Wolterink (4), Heisig (4), Köhler S. (3), Redeker (2), Sörensen (2), Buyny, Weihrauch.
Siebenmeter: 7/3 (Schröder 27. u. 57., Vorontsov 30. und Köhrmann 33. scheitern jeweils an Steins) – 2/1 (Heisig 42. wirft an den Pfosten)
Zeitstrafen: 9 (3x Waschul, 2x Schröder, 2x Drechsler, Barkow, Seidler) – 4 (2x Blacha, Köhler S., Weihrauch)
Besondere Vorkommnisse: Waschul wird disqualifiziert (57., dritte Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Böllhoff/Lückert
Zuschauer: 1600
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 01. November 2009 um 16:29 Uhr