06.11.

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So lautete der Tenor beim Club100-Treffen am 03. November. Opel Schmidt bot einen hervorragenden Gastgeber für die Spieler und Offiziellen des Wilhelmshavener HV, sowie die zahlreichen Vertreter der Wirtschaft und der Politik.

Im Opel Schmidt Autohaus in Wilhelmshaven genossen alle Teilnehmer den vom WHV arrangierten Austausch zwischen Wirtschaft und Sport. In tollem, „erstklassigem Ambiente“ (Zitat Uwe Schwenker) war Uwe Schwenker das Bonmot des Abends. Der erfolgreichste Manager im Welthandball und langjährige Vertreter des THW Kiel, sollte den Gästen mit einem Kurz-Vortrag einen Einblick hinter die Kulissen des nationalen und internationalen Handballgeschäfts bieten.
Eröffnung durch die Hausherren

Nachdem alle Gäste nach und nach eingetrudelt waren, eröffnete Hartmut Schmidt, einer der beiden „Geschäftsführerbrüder“ der Opel Schmidt GmbH den Abend auch offiziell. Jürgen Schmidt stellte den Gästen dann den „Stargast“ des Abends, den ehemaligen THW Kiel-Manager Uwe Schwenker vor.

Star-Redner Uwe Schwenker
Uwe Schwenker, so etwas wie der Uli Hoeneß des Handballs, plauderte anschließend „etwas aus dem Nähkästchen“ des Handballs. Wer könnte einen besseren Einblick in das Handballgeschäft geben als diese nicht nur den Handballfans bekannte Persönlichkeit des Profihandballs.

Schon als Spieler war der 1,86 m große damalige Linksaußen in 12 Jahren beim THW Kiel äußerst erfolgreich. Was er aber als Manager des THW Kiel mit dem Verein auf die Beine gestellt hat, das sucht weltweit seinesgleichen. Die Erfolge sind kaum zu zählen, es gibt nichts, was Schwenker als Manager des THW nicht gewonnen hätte. Und das der THW Kiel mittlerweile den VfL Gummersbach als Rekordmeister abgelöst hat und zum absoluten Vorzeigeklub nicht nur für den Handballsport in Deutschland sondern auch global aufgestiegen ist, hat der Verein vor allem der Person Uwe Schwenker zu verdanken.

„Ich betrachte die Entwicklung mit Sorge“
In seiner Rede ging Uwe Schwenker vor allem auf die nationale und internationale Gesamtsituation des Handballs ein. Aber auch für den WHV und Dieter Koopmann fand der Versicherungskaufmann aufbauende Worte. Er freue sich in Wilhelmshaven zu sein, was das letzte Mal 2007, damals noch zu einem Bundesligaduell des WHV gegen seinen THW Kiel, der Fall gewesen sei. Vor allem das freundschaftliche Verhältnis zu Dieter Koopmann ließ ihn der Einladung des WHV-Managers zu diesem Club100-Treffen folgen.

Im weiteren Vortrag sprach Uwe Schwenker von seiner Sorge um den deutschen Vereinshandball. Denn von den Spitzenklubs THW Kiel, HSV Hamburg, Rhein-Neckar Löwen und TBV Lemgo seien nur die Kieler nicht von einem Mäzen abhängig, sondern generieren ihren kompletten Etat aus einem breiten Sponsorenpool und den Zuschauereinnahmen, was dauerhaft sicher als stabilere Grundlage dient. Auch die Zahl der Klubs, die um die Meisterschaft kämpften, schränke sich zunehmend ein. Der HSV und sein THW würden in dieser Saison den Titel unter sich ausmachen.

Auf die immer wieder auftretende Diskussion um die Abstellung von Nationalspielern und die Forderung von Bundestrainer Heiner Brand nach mehr deutschen Spielern in den Bundesliga-Topklubs äußerte der Ex-Manager des THW seine Meinung. Der Zustand, dass die Nationalspieler bei Länderspielen und den großen Turnieren nicht versichert seien, sei unhaltbar.

„Diese handballverrückte Stadt verdient hochklassigen Handball“
Zum Schluss der Rede machte Herr Schwenker den WHV-Verantwortlichen Mut, den eingeschlagenen Weg zu verfolgen. Auch an die Wirtschaftsvertreter appellierte Schwenker, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation weiterhin den WHV zu unterstützen und so hochklassigen Handballsport in der Region zu ermöglichen.

Dass der WHV langfristig in die obere Tabellenhälfte gehöre und dass die aktuelle Tabellensituation nur den unglücklichen Umständen zu verschulden sei, stehe für ihn außer Frage. Seine Rede schloss Uwe Schwenker mit dem Satz: „Diese handballverrückte Stadt und dieser handballverrückte Manager (Dieter Koopmann) verdienen hochklassigen Handball!“

Wilfried Adam eröffnet das Buffet
Der stellvertretende Vorsitzende des WHV-Aufsichtsrats Wilfried Adam bedankte sich dann für die aufmunternden und hochinteressanten Ausführungen Uwe Schwenkers und auch für die tolle Gastgeberschaft und für das tolle Ambiente, das die Opel Schmidt GmbH zur Verfügung stellte.

Und natürlich galt ein besonderer Dank auch den Organisatoren des Abends, nämlich Dieter Koopmann, den Geschäftsstellen-Mitarbeiterinnen „Steffi und Irmi“, sowie Florian Schulz und einigen anderen Helfern.

Das Buffet rundete den Abend als gelungenen Club100-Treff ab. Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 06. November 2009 um 16:24 Uhr  

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