15.11. Nach gro

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Über 40 Minuten lang konnte man im Spiel des Drittletzten gegen den Spitzenreiter zu keinem Zeitpunkt unterscheiden, wer von beiden Teams nun der große Favorit auf den Aufstieg ist und wer im Abstiegskampf steckt und lange...


…war auch nicht klar, wem es gelingen würde, seine Siegesserie auszubauen. Würde der WHV den dritten Heimsieg in Folge einfahren? In der 43. Minute hätte man das beim Stand von 19:18 für den WHV denken können! Sieben Minuten und vier Tore von Hamms „Halbrechtem“ Rasmus Söby später war klar, dass der ASV Hamm die fast unglaubliche Siegesserie von neun Siegen in Folge würde fortsetzen können.

Starke Halbzeit des WHV

Gleich im ersten Angriffsversuch des ASV Hamm konnte man die überraschend offensive und aggressive 3-2-1-Abwehrforamtion des WHV bewundern, die dem Angriff der Gäste vor allem im ersten Durchgang - offensichtlich für die ca. 1500 Zuschauer in der Nordfrost-Arena – das Leben äußerst schwer machte. Dennoch gingen die Gäste aus dem Ruhrgebiet in der 3. Minute durch den linken Rückraumspieler Marcus Hock mit 1:0 in Führung, weil auch der WHV zunächst kein Tor erzielen konnte. Zwei Tore in den folgenden zwei Minuten änderten das und der WHV übernahm durch Treffer von Rene Drechsler und Moritz Barkow beim 2:1 (5.) die Führung.

Durch drei Tore in Folge wechselte die Führung beim 2:4 (8.) wiederum auf die Seite des Tabellenführers. Scheinbar sollte ab da alles den erwarteten Gang gehen, doch erstaunlicherweise entwickelte sich ein enges, spannendes Duell auf Augenhöhe. Durch das vierte seiner acht Tore an diesem Abend brachte Tobias Schröder seine Mannschaft zum ersten Mal wieder in Führung (10:9, 19.), die durch einen 7:2-Lauf und zwei Tore von Tobias Schröder sowie zwei Treffer von Martin Waschul auf 15:11 (29.) ausgebaut werden konnte. Das Tor zum 15:11 erzielte Lasse Arvidsson, der nach über zwei Monaten Verletzungspause sein umjubeltes Comeback feierte. Mit 15:13 ging es dann für beide Teams in die Halbzeitpause.

Söby entscheidet das Spiel für Hamm

Der WHV schien gut aus der Kabine gekommen zu sein, denn die beiden Außenspieler Vorontsov und Warnecke warfen bei einem Gegentreffer von ASV-Kreisläufer Mario Clößner zum 17:14 (33.) ein. Doch von hier merkte man dem Team von Gästetrainer Kai Rothenpieler an, dass die Spieler sich bewusst wurden, dass die erste Saisonniederlage drohte. Sie erzielten vier Treffer hintereinander und dominierten das Spielgeschehen von hieran souverän. Nach dem 17:18-Rückstand (40.) kam der WHV durch einen Treffer von Ivo Warnecke und dem zweiten Tor von Rückkehrer Lasse Arvidsson – der nur phasenweise zum Einsatz kam und behutsam wieder aufgebaut werden soll – zum 19:18 (43.) zurück.

Dann kamen die schon geschilderten sieben Minuten und der große Auftritt des Rasmus Söby, der das Spiel entschied. Söby machte vier Tore, dazu kamen zwei Treffer von ASV-Spielmacher Chen Pomeranz sowie jeweils ein Tor von Linksaußen Simon und dem im Rückraum eingesetzten Schumann und es stand plötzlich 20:26 (50.). Damit war das Spiel praktisch gelaufen. Am Ende war wohl die größere Breite im Kader des Spitzenreiters sowie das Selbstvertrauen der noch ungeschlagenen Akteure spielentscheidend, denn am Ende konnte die Defensive des WHV die Aggressivität und Konsequenz im Zweikampf nicht aufrecht erhalten, sodass die Hammer-Offensive des ASV vor allem in Person von Rasmus Söby immer wieder die gegebenen Freiräume nutzte. Der WHV kam zwar durch Torerfolge von Waschul, Staszewski, Schröder und Hesslein noch mal auf 24:27 (58.) heran, musste sich aber schlussendlich nach großem Kampf doch mit 25:28 geschlagen geben.

Wilhelmshavener HV – ASV Hamm 25:28 (15:13)

WHV: Eilts (1.-49. Minute, 14 Paraden), Krechel (ab 49. Minute, 4 Paraden); Schröder (8/2 Tore), Warnecke (3), Waschul (3), Hesslein (2), Arvidsson (2), Vorontsov (2), Barkow (2), Drechsler (1), Staszewski (1), Köhrmann (1), Maas.

ASV Hamm: Ziemer (1.-60. Minute, 13/1 Paraden), Friedrich; Simon (6 Tore), Söby (6), Clößner (4), Pomeranz (4), Schumann (3), Hock (3), Gudat (1), Hartmann (1), Versakovs, Skarbalius, Mitkov, Szymanski.

Siebenmeter: 3/2 (Köhrmann 19. scheitert an Ziemer) – 3/2 (Simon 20. verwirft)

Zeitstrafen: 2 (Schröder, Arvidsson) – 3 (Clößner, Hock, Gudat)

Schiedsrichter: Aslandag/Aslandag

Zuschauer: 1450

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 16. November 2009 um 01:07 Uhr  

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