WHV verliert mit 23:29 gegen den SC Magdeburg



Geschrieben von: WHV-Webteam
Sonntag, den 16. Dezember 2007 um 03:00 Uhr
Am gestrigen Samstag stand für den WHV das vorletzte Heimspiel des Jahres an. Dabei gastierte mit dem SC Magdeburg eines der Teams der Toyota Handball Bundesliga, dass in den vergangenen Wochen mehr durch Schlagzeilen aus dem Vereinsumfeld auf sich aufmerksam machte.
Vor 2.212 Zuschauern in der Nordfrost-Arena sollte am Ende dann doch die Überraschung ausbleiben, so dass Magdeburg mit 23:29 einen aus ihrer Sicht wichtigen Auswärtssieg verbuchen konnte.
Der WHV ging in seiner in den letzten Spielen gewohnten Startformation in die Partie. So standen Gylfi Gylfason, Kristijan Ljubanovic, Oliver Köhrmann, Michael Binder, Christian Köhrmann und Adam Weiner im Tor auf dem Feld. Die einzige Neuerung zur gewohnten Formation stellte Dominic Kelm dar, der im Innenblock für Rico Bonath agierte. Im Angriff wechselte sich Dominic in den Anfangsminuten mit Milan Vucicevic ab. Dem gegenüber stellten sich auf Seiten des SCM Damien Kabengele, Christian Sprenger, Alexandros Vasilakis, Yves Grafenhorst, Bartosz Jurecki und Stian Tönnesen. Tönnesen übernahm im Angriff fortan die Spielmacherposition, auf der in den vorherigen Spielen noch Grzegorz Tkaczyk spielte. Im Tor stand Silvio Heinevetter, der speziell in der zweiten Halbzeit noch auf sich aufmerksam machen sollte. In einer hektischen und von vielen Abspielfehlern geprägten Anfangsphase hatte Magdeburg den besseren Start. So ging man gleich nach 23 Sekunden durch einen verwandelten Siebenmeter von Christian Sprenger mit 0:1 in Führung. Zwar glich Milan Vucicevic im Gegenzug zum 1:1 aus, aber nach zwei Treffern von Alexandros Vasilakis konnte Magdeburg in der 4.Minute erstmals mit zwei Toren (1:3) in Führung gehen. Jedoch blieb der WHV weiterhin dran und konnte mit Hilfe seiner aggressiven und früh herausrückenden Abwehr die Magdeburger zu Abspielfehlern und Fehlwürfen zwingen. Zudem konnte man selbst im Angriff gegen die nicht minder aggressive und früh herausrückende Abwehr der Magdeburger speziell über die Außenspieler zu Toren kommen, so dass man nach Treffern von Michael Binder und Gylfi Gylfason wieder ausgleichen und schließlich in der 8.Minute nach einem Treffer von Kristijan Ljubanovic zum 4:3 erstmals in Führung ging. Daran hatte auch der stark haltende Adam Weiner einen großen Anteil. In einer weiterhin von vielen Abspielfehlern, technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägten Partie konnte sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen, so dass die Partie bis zur 16.Minute beim Stande von 6:6 ausgeglichen blieb. Mit der Hereinnahme von Renato Rui für Milan Vucicevic auf der rechten Rückraumposition konnte sich dann der WHV erstmals mit zwei Toren absetzen. So steuerte Renato eine Minute nach seiner Hereinnahme erst den Treffer zum7:6 bei, ehe dann Gylfi Gylfason einen technischen Fehler der Magdeburger nutzte, um den WHV in der 19.Minute mit 8:6 in Führung zu bringen. Diese zwei Tore Führung blieb bis zur 27.Minute (12:10) bestehen. So kam zwar Magdeburg immer wieder bis auf ein Tor heran, jedoch spielte der WHV seinerseits die folgenden Gegenangriffe clever aus und konnte durch Treffer von Renato Rui aus dem Rückraum den Vorsprung halten. In den letzten drei Minuten der ersten Halbzeit schlichen sich dann jedoch wieder Fehler in das WHV- Angriffsspiel ein, die Magdeburg clever nutzen konnte. So glich Magdeburg nach einem Tempogegenstoß von Bennet Wiegert erst zum 12:12 aus (28:39), ehe dann Christoph Theuerkauf per Siebenmeter in der 30.Minute zum 12:13 und den damit verbundenen Halbzeitstand sorgte.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Magdeburg wiederum den besseren Start. So unterliefen dem WHV gleich zu Beginn zwei Abspielfehler. Zwar konnte Adam Weiner den ersten Tempogegenstoß von Christoph Theuerkauf parieren (30:40), aber gegen den zweiten von Christian Sprenger war Adam dann machtlos (12:14) (30:56). Speziell dem WHV unterliefen nun in der Folge zu viele Abspielfehler und technische Fehler im Angriff. Zudem steigerte sich Silvio Heinevetter im Tor der Magdeburger, der für die WHV- Angreifer ein ums andere Mal ein unüberwindbares Hindernis darstellte. So gelangen dem WHV in den ersten 15 Minuten nur drei Treffer, davon zwei verwandelte Siebenmeter von Tobias Schröder, der in der 41.Minute sein Comeback feierte, was Magdeburg seinerseits nutzen konnte. So baute der SCM mit leichten Toren per Tempogegenstoß von Damien Kabengele und vom Kreis von Christoph Theuerkauf seinen Vorsprung bis auf fünf Tore aus (15:20) (46:16). Der WHV versuchte weiterhin alles, um den Vorsprung zu verringern, jedoch konnte der SCM den Vorsprung bis zur 50.Minute beim Stande von 19:23 halten. In der 51.Minute stellte der WHV dann seine Abwehr auf eine 5:1 Formation um, in der Christian Köhrmann als Vorgezogener agierte. Mit Hilfe dieser Umstellung konnte man Magdeburg zu zwei Abspielfehlern zwingen, die Michael Binder per Tempogegenstoß und aus dem Rückraum verwerten konnte, so dass es nur noch 21:23 für Magdeburg stand. Eine Minute später konnte dann Gylfi Gylfason nach einer Parade von Adam Weiner in der 54.Minute den 22:23 Anschlusstreffer unter dem Jubel der Nordfrost-Arena erzielen. Jedoch sollte es nicht zur Wende wie im Spiel gegen Melsungen kommen, was an den nicht abstellbaren Abspielfehlern im WHV- Angriff lag. Diese nutzte Magdeburg eiskalt aus und so zog man zwischen der 55.-57. Minute von 22:24 auf 22:27 davon, was gleichzeitig die Vorentscheidung der Partie darstellen sollte. Am Ende siegte dann der SCM aufgrund eines starken Silvio Heinevetters mit 23:29 und verschaffte sich dadurch einen ersten Befreiungsschlag.
Beim WHV muss man heute Adam Weiner hervorheben, der mit 17 Paraden eine starke Partie bot.
Bei Magdeburg fiel vor allem Silvio Heinevetter auf, der Adam in nichts nach stand und mit insgesamt 18 Paraden, davon 12 in der zweiten Halbzeit, mit dazu beitrug, dass Magdeburg am Ende die Partie gewann. Zudem konnte Alexandros Vasilakis mit insgesamt sieben Treffern an seiner alten Wirkungsstätte in Erscheinung treten.
Stimmen zum Spiel:
Helmut Kurrat (Trainer SC Magdeburg): Ich muss erst einmal etwas doller durchpusten. Wir haben heute einen Befreiungsschlag geschafft und sind froh, dass wir dieses Resultat erzielt zu haben. Von der Papierform, zumindest von der alten, war dieser Sieg zu erwarten, jedoch aufgrund der neuen Papierform unter der Woche ist mir schon etwas die Muffe vor dem heutigen Auftritt gegangen. Das Team hat aber gezeigt, dass es auch ohne die beiden Polen geht, jedoch ist dieses nur möglich, mit einer geschlossenen Teamleistung. Wir haben heute gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft des WHV gespielt, die bis zur 45.Minute die Partie offen halten konnte. Ich habe viel Respekt vor dem WHV, da sie auch gegen Ende wieder in eine Partie zurückkommen können, was auch heute der Fall war. Wir haben in der 54./55.Minute mit unserer fünf Tore Führung dann schließlich die Vorentscheidung geschafft. Glückwunsch an das Team, das das neue Gesicht des SCM prägen wird. Zudem möchte ich mich für die tolle Atmosphäre hier in Wilhelmshaven bedanken. Wir sind durch das Tal der Tränen gegangen, nun sind schon zumindest einige Tränen getrocknet.
Michael Biegler (Trainer Wilhelmshavener HV): Der Kader hat heute wieder alles versucht, obwohl wir einen schwierigen Start in die Woche hatten, da uns nur wenige Spieler zur Verfügung standen. Zudem hat uns der gestrige Ausfall unserer beiden Torhüter auch nicht aus der Bahn geworfen. Wir wollten das Torhüter-Duell nicht verlieren, haben dieses am Ende jedoch knapp verloren. Sowohl Heinevetter als auch Weiner haben im Spiel exzellente Bälle gehalten, wo selbst die Werfer nur noch ungläubig blicken konnten. Zudem wollten wir sowohl läuferisch im Angriff als auch im Rückzugsverhalten punkten. Im Angriff haben wir unsere Chance durch unser schnelles Spiel nach vorne genutzt, jedoch hat dafür unser Rückzugsverhalten nicht wie gewünscht geklappt. Wir haben aber unsere Attribute in Form des Kampfgeistes abgerufen. Leider hatten wir heute keine Alternativen (Tobias Schröder konnte nur 7 Meter werfen, Milan fehlt noch etwas, um den augenblicklichen Part der anderen zu erfüllen). Am Ende war es ein verdienter Sieg von Magdeburg. Jedoch war die Niederlage meiner Mannschaft etwas zu hoch, -3 Tore wäre in Ordnung gewesen.
Wilhelmshavener HV: SC Magdeburg 23:29 (12:13)
WHV: Weiner (1.-60.), Gylfason 5, Binder 4, Rui 4, O. Köhrmann 3/2, Schröder 3/3, Ljubanovic 3, Vucicevic 1, C. Köhrmann, Kelm, Bonath (n.e.), Babin (n.e.)
SC Magdeburg : Heinevetter (1.-60.), Erevik (ein Siebenmeter (49.Minute), Vasilakis 7, Sprenger 6/1, Theuerkauf 5/1, van Olphen 4, Kabengele 3, Grafenhorst 2, Wiegert 1, Jurecki 1, Tönnesen, Stiebler (n.e.), Largent (n.e.), Jungwirth (n.e.)
Zuschauer: 2.212
Schiedsrichter: Andler/ Andler
Strafminuten: 0/ 2
Siebenmeter: 6/ 4 (O. Köhrmann scheitert an Heinevetter/Tobias Schröder scheitert an Heinevetter)– 3/ 2 (Christoph Theuerkauf scheitert an Weiner)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 08:13 Uhr
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