12.12. 29:29 gegen Dessau - Geschlossene Mannschaftsleistung

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Am Ende wusste in der Nordfrost-Arena wohl keiner so recht, wer sich nun denn über diesen einen "gewonnenen" Punkt freuen und wer sich über einen "verlorenen" Punkt ärgern sollte. Erleichtert schienen aber beide Mannschaften darüber zu sein, wenigstens nicht verloren zu haben.

Den letzten Freiwurf setzte Dessau's Halblinker Robert Lux an die Latte und alle WHV-Fans schnauften tief durch. Acht Minuten vorher hatte der WHV noch mit 27:24 geführt. Aber mal der Reihe nach:
Rene Drechsler und "Chrissie" Köhrmann mit je fünf Toren in Durchgang eins

Der WHV begann gut und ging durch den an diesem Abend stark aufspielenden Rene Drechsler mit 1:0 (2.) in Führung. Tore von den "Erfahrenen" Köhrmann, Arvidsson und Schröder bescherten dem WHV bei Gegentoren von Daniel Holtz und Robert Lux eine 4:2-Führung (8.).

In der Folge sahen die Zuschauer eine ausgeglichene 1. Halbzeit. Immer wieder schafften es die Gastgeber, mit zwei Toren davonzuziehen. Das war allen voran dem schon erwähnten Linkshänder Drechsler sowie Mannschaftskapitän "Chrissie" Köhrmann zu verdanken, die sich beide mit je fünf Treffern im ersten Durchgang in die Torschützenliste eintrugen.

Aber das personell angeschlagene Team des Dessau-Roßlauer HV ließ sich nicht abschütteln und konnte nach einem 3:0-Lauf zum ersten Mal eine Führung beim Stand von 11:13 (26.) bejubeln. Aber die Mannschaft von "Pitti" Petersen drehte das Spiel erneut und führte zur Halbzeit auch dank einiger technischer Fehler bei den Gästen mit 16:15.

"Holle" und WHV-Abwehr mit guter Defensivleistung in Hälfte zwei
Die 2. Halbzeit begann etwas zerfahren. Auf beiden Seiten gab es leichtfertige Ballverluste. Zunächst warf Daniel Holtz mit einer seiner vier "Buden" das Team von Gästetrainer mit 16:17 (32.) in Front. Ein bärenstarker Holger Eilts und je zwei Treffer der WHV-Leader Köhrmann und Schröder änderten den Spielstand zu Gunsten des WHV auf 20:17 (37.).

Sogar eine 4-Tore-Führung durften die Zuschauer in der Nordfrost-Arena beim 25:21 (46.) nach einem sehenswertem Tor des Linksaußen Ivo Warnecke aus dem Rückraum bejubeln. Es sah gut aus für den Wilhelmshavener HV. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt gaben jedoch nicht auf und zeigten ihren Willen nicht mit leeren Händen die über 400 km lange Rückreise anzutreten.

Tor um Tor kamen sie heran und konnten schließlich in der 56. Minute zum 28:28-Ausgleich einwerfen. Nachdem "Chrissie" Köhrmann mit seinem Siebenmeterversuch am starken Gästekeeper Andreas Sprecher scheiterte, übernahm Dessau gar nach über 26 Minuten zum ersten Mal wieder die Führung. Das war's? Nicht mit WHV-Rechtsaußen Evgeny Vorontsov. Er traf zum 29:29 (59.). Mit seiner 16. Parade und Hilfe des Querbalken sicherte Holger Eilts dem WHV dann zumindest den einen Punkt.

Gute Mannschaftsleistung, vor allem Drechsler und Eilts überzeugen

Insgesamt lieferte die Mannschaft des WHV eine gute Vorstellung ab und hatte das Unentschieden am Schluss mehr als verdient. Bestnoten verdienten sich der rechte Rückraumspieler Rene Drechsler mit sechs erzielten Toren sowie der sichere Rückhalt "Holle" Eilts im WHV-Gehäuse mit 16 Paraden.

Einziger Wehrmutstropfen ist die Verletzung von Ivo Warnecke, der für die beiden verbleibenden Spiele im Jahr 2009 ausfällt.
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Dezember 2009 um 12:22 Uhr  

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