10.03. "Gesundheit der Spieler hat oberste Priorit

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Ivo Warnecke ist gut versorgtMichael Schmidt ist einer von zwei Sportphysiotherapeuten bei den Handballern des WHV
Als Kreisläufer schaffte es der 50-Jährige bis in die Regionalliga. Beim WHV fühlt er sich pudelwohl.
Michael Schmidt hat derzeit nicht viel zu tun. Für alle Handball- Fans ist das eine gute Nachricht. Warum? Der 50-Jährige ist einer von zwei Sportphysiotherapeuten beim Wilhelmshavener HV. Und wenn sein Arbeitspensum eher übersichtlich ausfällt, bedeutet das: Die Jungs sind fit.
"Im Moment ist Ivo Warnecke unser einziger Patienten, sagt Schmidt, der im Hauptberuf in der Reha-Klinik beschäftigt ist. Ob er und sein Kollege Stefan Walkowiak den Linksaußen bis zum nächsten Auftritt des WHV gegen Potsdam (Sonnabend, 19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) wieder fit bekommen, dazu wollte Schmidt keine Prognose wagen: "Ivo brennt auf jeden Einsatz. Die Gesundheit der Spieler hat aber oberste Priorität und wir werden nichts riskieren."
Zusammen mit Walkowiak und Mannschaftsarzt Frank Poppmann ist Schmidt für die Gesundheit der Spieler verantwortlich - und diese Aufgabe macht dem 50- Jährigen mächtig Spaß. "Wir, die Betreuer, die Mannschaft und das Umfeld, bilden ein tolles Team. Ich könnte mir vorstellen, diesen Job nach zehn Jahre lang zu machen."
Eine Aussage, die Manager Dieter Koopmann sicher gerne hören wird, zumal er Schmidt im Sommer vergangenen Jahres persönlich zum Zweitligisten gelotst hat. "Dieter Koopmann kenne ich seit meinem 17. Lebensjahr. Er war damals mein Trainer", sagt Schmidt. In der A-Jugend des PSV Wilhelmshaven trug Koopmann als Coach die Verantwortung - auch für Kreisläufer Michael Schmidt.
Das Kapitel PSV hatte sich aber schon bald erledigt, die Bundeswehr rief, Schmidt folgte und rückte ein: Als Zeitsoldat für acht Jahre beim Heer.
Dem Handball blieb der gebürtige Wilhelmshavener aber treu, egal an welchem Standort. "Mit der zweiten Mannschaft von TuRu Düsseldorf habe ich in der Regionalliga gespielt", berichtet Schmidt. Zwei schwere Verletzungen schoben dem Leistungssport aber schon bald darauf einen Riegel vor.
"Ein Grund aufzuhören war das aber nicht. Ich habe unterklassig rumgedaddelt und mich mehr auf mein zweites sportliches Standbein konzentriert - Bowling." Im Alter von zwölf Jahren begann Schmidt als Ausgleich zum Handball, eine "ruhige Kugel zu schieben". "Man sagt, dass du als Handballer oder Fußballer über genügend Ballgefühl verfügst, dass du auch bowlen oder Tennis spielen kannst. Und ich bin beim Bowling geblieben."
Mit Erfolg: Die erste Mannschaft des BSV 2000 Oldenburg - hier ist Schmidt übrigens eines von sechs Gründungsmitgliedern - steht bereits als Aufsteiger in die 2. Liga fest. "Hier habe ich mich aus Zeitgründen aber schon früh zurückgezogen und bin nur noch Ersatz", sagt Schmidt. Auch sein Engagement in der "Zweiten" des BSV wird er in Kürze beenden. "Ich will bei einem Verein in der Nähe spielen. Vier Angebote habe ich schon."
Überhaupt fühlt sich Schmidt seiner Heimat sehr verbunden. Nicht umsonst kehrte er nach 30-jähriger Abstinenz 2008 wieder an den Jadebusen zurück. Nur eine Sache bringt Schmidt in Rage - schlechte Schiedsrichter. Und darüber kann sich der 50-Jährige ein Urteil erlauben, schließlich pfiff er als Mitglied des DHB-Förderkaders mehrere Zweitliga- Spiele. Sein damaliger Partner Jürgen Aniol ist heute noch in der Republik unterwegs und leitete vor kurzem das WHV-Gastspiel in Ahlen.
"Das Spiel gegen Hildesheim habe ich bis heute nicht vergessen. Auch wenn ich die Vereinsbrille absetze, war das ein absolute Frechheit. Dieses Gespann hat in der 2. Liga nichts verloren." Anders als der WHV, dem Schmidt gute Chancen auf das Erreichen der eingleisigen 2. Liga bescheinigt. "Man sieht, dass die Mannschaft immer mehr zusammenwächst. Wir haben eine gute Mischung und können unsere Ziel erreichen."


Quelle: Wilhelmshavener Zeitung vom 10.3.2010  

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