Tobias Schröder nicht zum VfL Bad Schwartau

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Tobias SchröderIhr jüngstes Treffen im Lübecker Scandic Hotel lief so geheim ab wie die Male zuvor. Doch während die ersten Zusammenkünfte durchweg positiv verliefen und letztlich zum gewünschten Erfolg führten, gingen beide Seiten am Sonntag alles andere als zufrieden auseinander. Denn: Der größte Transfer-Coup des Handball-Zweitligisten VfL Bad Schwartau in der jüngeren Vergangenheit ist geplatzt. Aus dem Wechsel von Wilhelmshavens Ex-Nationalspieler Tobias Schröder (9 Länderspiele) wird nichts, der schon vor Weihnachten unterschriebene Vier- Jahres-Vertrag mit dem 29-jährigen Rückraum-Allrounder wurde wieder aufgelöst, bevor er zum Tragen kommt.

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„Wir sind sehr enttäuscht, dass es so gekommen ist, aber wir rechnen es Tobi hoch an, dass er so offen und ehrlich mit uns umgegangen ist“, bestätigte Schwartaus Teammanager Michael Friedrichs den geplatzten Coup und erläuterte: „Tobi hat uns zwei Tage, nachdem sein Arzt ihm ein Karriereende nahegelegt hatte, darüber informiert, dass er den unterschrieben Vertrag nicht erfüllen können wird.“

Seine schweren Verletzungen aus der Vergangenheit im Fuß (Knorpelschaden) und Knie (Meniskus-OPs) führen dazu, dass Schröder, der über die TSG Herdecke und den VfL Gummersbach zum TuS N-Lübbecke kam (wo er 2004 von Heiner Brand zum Nationalspieler gemacht wurde) und seit 2006 in Wilhelmshaven spielt, seine aktive Laufbahn beenden muss und einen Antrag auf Sportinvalidität stellt.

„Das ist bitter für alle Beteiligten“, betonte Schröder gegenüber den LN und hob das „ehrliche und verständnisvolle Verhalten des VfL“ hervor, „das keineswegs selbstverständlich“ sei. Schröder, der mit seiner Freundin Julia (Hochzeit am 5. Juni) im Juli im lauenburgischen Lankau ein Reihenhaus beziehen will, plant seine Zukunft trotz des geplatzten Vertrages dennoch im Norden. Und der VfL will ihn nicht so ohne weiteres wieder vom Haken lassen: „Wir planen, ihn in den sportlichen Bereich einzubauen, vielleicht als Nachwuchstrainer“, verrät Geschäftsführer Sven Jonas, „die guten, sehr offenen Gespräche mit ihm haben gezeigt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen.“ Schröder, der nun sein BWL- Fernstudium schnellstmöglich abschließen will, dazu: „Wir wollen uns in unserer neuen Heimat schnell integrieren, und der VfL hat signalisiert, uns dabei helfen zu wollen.“ Ein nächstes Treffen scheint also durchaus möglich, und ein neuer Vertrag auch.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. Juli 2010 um 14:28 Uhr  

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