WHV verliert trotz einer guten k



Geschrieben von: WHV-Webteam
Samstag, den 10. November 2007 um 03:00 Uhr
Der Wilhelmshavener HV musste in seinem gestrigen sechsten Heimspiel der Saison die dritte Niederlage einstecken. Trotz eines kleinen Kaders bot man gegen Göppingen eine tolle, vor allem im kämpferischen Bereich überzeugende Leistung, welche jedoch letztendlich leider nicht belohnt wurde, so dass man mit 21:25 den Kürzeren zog.
So ging der WHV bis auf eine Ausnahme mit seiner gewohnten Startformation in die Partie. Somit spielten Kristian Ljubanovic, Renato Rui, Oliver Köhrmann, Gylfi Gylfason und Michael Binder. Für den verletzten Tobias Schröder agierte im linken Rückraum Christian Köhrmann. Im Tor stand wiederum Adam Weiner. Dem gegenüber stellten sich auf Seiten der Göppinger Michael Schweikardt, Dragos Oprea, Dalibor Anusic, Jaliesky Garcia, Vukasin Rajkovic und Christian Schöne. Im Tor stand Martin Galia.
Der WHV überraschte gleich von Beginn an mit einer aggressiven Abwehrformation. So agierte Christian Köhrmann in einer 5:1 Formation als Vorgezogener, um die Angriffsbemühungen von Spielmacher Michael Schweikardt gleich von Beginn an zu erschweren. Im weiteren Verlauf der Göppinger Angriffe veränderte sich dann die WHV-Abwehr zu einer 3 2 1 Formation, die die Göppinger vor große Probleme stellte. So hatte speziell der sonst starke Göppinger Rückraum Probleme gegen die früh herausrückenden Spieler des WHV zum Erfolg zu kommen. Aufgrund dieser Deckungsformation hatte auch der WHV den besseren Start in die Partie. Zwar erzielte Christian Schöne in der zweiten Minute den ersten Treffer der Partie und die damit verbundene 0:1 Führung für Göppingen, was den WHV jedoch nur wenig beeindruckte. Gleich im Gegenangriff konnte nämlich Oliver Köhrmann zum 1:1 ausgleichen (2:50). Oliver Köhrmann war es ebenfalls vergönnt, in der sechsten Minute den WHV in Unterzahl erstmals in Führung zu bringen (2:1), welche zwei Minuten später durch Renato Rui auf 3:1 ausgebaut wurde. Dabei zwang die WHV- Abwehr die Göppinger vermehrt in ihren Angriffen unter Zeitspiel, so dass Göppingen dadurch zu Ballverlusten in Form von Fehlwürfen kam. Zudem stand mit Adam Weiner ein sicherer Rückhalt im Tor. Diese Führung konnte der WHV jedoch nicht weiter ausbauen, was vor allem am starken Martin Galia im Tor der Göppinger lag. So scheiterten die WHV- Angreifer reihenweise an Galia, wodurch die Göppinger wieder ins Spiel zurückkamen. In der 13.Minute glich Göppingen dann nach einem Treffer von Dalibor Anusic zum 3:3 aus. An diesem engen und ausgeglichenen Spiel sollte sich dann auch in den nächsten Minuten nichts ändern. Beide Mannschaften boten in der Deckung eine starke Leistung, so dass die jeweiligen Angriffsreihen nur schwer zum Erfolg kamen. Bis zur 26. Minute blieb die Partie ausgeglichen (9:9), ehe dann Göppingen in den verbleibenden vier Minuten bis zur Halbzeit erstmals mit zwei Toren davonzog. Nach einem Treffer des bis dahin kaum in Erscheinung tretenden Vukasin Rajkovic in Unterzahl und einem Unterhandwurf von Michael Schweikardt führte somit Göppingen mit 9:11 zur Halbzeit.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte Göppingen seinen Vorsprung halten. Gegen eine weiterhin aggressive 3 2 1 Abwehr des WHV versuchte nun Göppingen vermehrt über die Außen zum Erfolg zu kommen. Diese Taktik ging auf, denn Rechtsaußen Christian Schöne erzielte in den ersten fünf Minuten alle drei Tore der Göppinger. Jedoch kämpfte der WHV weiterhin verbissen um jeden Ball. Nach einem Unterzahltreffer des trotz Verletzung spielenden Milan Vucicevic (13:14) konnte der WHV eine Überzahlsituation nach einer Zeitstrafe gegen Dalibor Anusic nutzen. So glich erst Christian Köhrmann per Siebenmeter zum 14:14 (38.Minute) aus, ehe unter dem Jubel der Nordfrost Arena Michael Binder den WHV wieder mit 15:14 (39.Minute) in Führung brachte. Bis zur 42.Minute blieb die Partie ausgeglichen (16:16), ehe es dann zur Vorentscheidung in der Partie kam. Zwischen der 43. und 48. Minute konnte sich nämlich Göppingen von 16:17 auf 16:20 absetzen. Der WHV scheiterte in dieser Phase zu oft am weiterhin starken Martin Galia und produzierte zudem auch technische Fehler. Diese Fehler nutzten die Göppinger konsequent aus und erspielten sich dadurch einen vier Tore Vorsprung, der schon die Vorentscheidung in der Partie brachte. Zwar hatte der WHV in der 49.Minute noch die Möglichkeit in einer doppelten Überzahlsituation wieder heranzukommen, jedoch nutzte man diese nicht konsequent aus. So konnte man während dieser Phase zwar zwei Treffer erzielen, bekam jedoch auch seinerseits durch Pavel Horak ebenfalls zwei Gegentreffer, so dass der Göppinger 4 Tore Vorsprung hielt. Diesen Vorsprung hielt Göppingen bis zum Ende der Partie, woran auch Jendrik Meyer nichts ändern konnte, der ab der 52.Minute zwischen den Pfosten stand und mit einigen Paraden ein gutes Comeback feierte. So gewann am Ende Göppingen mit 21:25 gegen den WHV, der jedoch vor allem kämpferisch überzeugen konnte.
Beim WHV überzeugte Christian Köhrmann mit 5 Treffern, davon vier sicher verwandelte Siebenmeter.
Bei Göppingen boten sowohl Martin Galia (16 Paraden) als auch Christian Schöne mit sieben Treffern eine starke Partie.
Stimmen zum Spiel:
Velimir Petkovic (Trainer FA Göppingen): Ich bin sehr zufrieden, dass wir die zwei Punkte geholt haben, denn es ist nicht selbstverständlich gegen solch einen Gegner auch zu punkten. Wir hatten in den ersten 40 Minuten riesige Probleme mit der WHV- Deckung. Zudem funktionierte unsere Deckung nicht wie gewünscht, wodurch wir einige leichte Tore kassiert haben. Außerdem waren wir in der ersten Halbzeit teilweise zu nervös, was auch an einigen Schiedsrichterentscheidungen lag, wo dann meine Spieler angefangen haben zu meckern. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann durch einige leichte Tore einen 3-4 Tore Vorsprung erspielt. Zudem hat dann unsere Deckung auch besser funktioniert, so dass wir dann am Ende die Partie gewinnen konnten.
Michael Biegler (Trainer Wilhelmshavener HV): Wir haben uns unter der Woche sehr konsequent auf diese Aufgabe vorbereitet und eine Taktik für die Personalie entwickelt. Dabei hatten wir auch nicht das Problem gehabt, nicht konzentriert an die Partie heranzugehen. Wir haben heute zu viele Chancen gegen einen starken Martin Galia ausgelassen. So haben wir in der ersten Halbzeit schon zu viele Schüsse weggegeben. Heute hätte es zudem auch gut getan, wenn wir Leute von der Bank gehabt hätten, wie es bei Göppingen der Fall gewesen ist. Wir haben trotzdem über 60 Minuten emotionsgeladen gespielt, auch mit einer Deckungsvariante 5 1 bzw. 3 2 1. Mit unserer 3 2 1 Deckungsvariante wollten wir den Gegner destroyen. Außerdem wollten wir dadurch schnelle Tore machen, was jedoch etwas besser hätte funktionieren können. Wir haben unseren Gegentorschnitt von 24,1 Gegentoren auch heute gegen Göppingen gehalten und es hat nicht viel zum Sieg gefehlt. Wir haben an das Konzept und den Sieg geglaubt, haben ein gutes Spiel gemacht und können heute auch ohne einen Punktgewinn zufrieden sein.
Wilhelmshavener HV: FA Göppingen 21:25 (9:11)
WHV: Weiner (1.-51.), Meyer (52.-60.), C. Köhrmann 5/4, O. Köhrmann 4/2, Rui 3, Binder 3, Gylfason 3, Vucicevic 2, Ljubanovic 1, Bonath, Kelm, Babin (n.e.)
FA Göppingen: Galia (1.-56.), Shejbal (57.-60.), Schöne 7, Horak 4, Oprea 3/1, Rajkovic 3/1, Schweikardt 3, Garcia 3, Anusic 2, Thiede, Späth, Manojlovic (n.e.), Harsanyi (n.e.)
Zuschauer: 2.077
Schiedsrichter: Harms/ Mahlich
Strafminuten: 8/ 10
Siebenmeter: 8/ 6 (O. Köhrmann an die Latte/O. Köhrmann über das Tor)– 3/ 2 (Oprea scheitert an Meyer)
Besonders Vorkommnisse: Rote Karte Kristian Ljubanovic (WHV dritte Zeitstrafe 54.Minute)
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Juli 2008 um 08:33 Uhr
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