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Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV hat am letzten Spieltag Absteiger TV Neuhausen knapp mit 28:27 (11:16) Toren besiegt und sich durch den 17. Saisonsieg (2 Remis, 19 Niederlagen) noch Rang zwölf in der Tabelle gesichert. Vor rund 1500 Zuschauern in der Nordfrost-Arena steuerten die Rückraumspieler Tobias Schwolow und Lukas Kalafut sowie Rechtsaußen Evgeny Vorontsov jeweils sechs Treffer zum knappen Erfolg bei. Schwolow traf praktisch mit dem Schlusspfiff zum Sieg.
 
Überhaupt möglich wurde der Erfolg aber nur dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte. In den ersten 30 Minuten blieben die Jadestädter – ohne den verletzten Niederländer Kay Smits – lange Zeit unter ihren Möglichkeiten. Ohne Linkshänder im Rückraum fiel den Gastgebern gegen die offensive Neuhäuser Abwehr nicht viel ein, außerdem leistete sich der WHV zu viele technische Fehler, die die Gäste zur verdienten 16:11-Pausenführung nutzten.

Erst nach dem Wechsel setzten Kapitän Steffen Köhler & Co. die Vorgaben ihres Trainers Christian Köhrmann um: Mehr Bewegung, mehr Zug zum Tor und weniger Fehler – vor allem Kalafut blühte in den ersten Minuten des zweiten Durchgangs förmlich auf. Auszahlen sollte sich auch der Torwartwechsel: Frederick Lüpke (kam nach der Pause für den glücklosen Adam Weiner) bekam schnell die Finger an den Ball und trieb so die Aufholjagd seiner Vorderleute voran.

Es dauerte aber bis in die Schlussphase: Nach Schwolows Ausgleich (24:24) sorgte Vorontsov für die erste Führung (25:24, 56.). Neuhausen hielt noch einmal dagegen und stand nach dem Ausgleichstor von Stüber kurz vor einem Punktgewinn. Mit sieben Feldspielern wollte Köhrmann den Sieg im letzten Angriff erzwingen – und hatte damit Erfolg: Schwolow tankte sich durch die TVN-Defensive und traf mit der Schluss-Sirene zum Sieg.

Im Anschluss an die Partie wurden Markus Bokesch, Lukas Mertens, Steffen Köhler und Adam Weiner mit kleinen Präsenten und minutenlangem Applaus offiziell verabschiedet. Während sich Bokesch (HC Linz/Österreich), Mertens (SC Magdeburg) und Köhler (Bad Schwartau) neuen sportlichen Herausforderungen stellen wollen, wechselt Weiner ins Trainer-Team des WHV und übernimmt in Zukunft mit Christoph Dannigkeit das Training der Torleute Frederick Lüpke und Dennis Doden (kehrt aus Hamm zurück).
   

W’havener HV- TV Neuhausen 28:27
WHV: Weiner (1. - 30./3 Paraden), Lüpke (bei einem 7m und ab 31./9); Kalafut 6, Vorontsov 6/2, Schwolow 6, S. Köhler 4, Mertens 3, Postel 3, Kozul, Schweigart, J. Köhler, Maas n.e., Groß n.e.
TVN: Rebmann (1.- 59/14), Hölzl (ab 59.); Wahl 9/2, Stüber 7, Klingler 4/4, Schoch 3, Toom 2, Reusch 1, Bornemann 1, Keupp.
Schiedsrichter: Arndt/Kobilke (Magdeburg)
Zuschauer: 1437
Strafwürfe: 3/2 – 7/6
Strafminuten: 6 – 4

Auch wenn die Spieler des Wilhelmshavener HV den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga bereits sicher haben, peilen die Jadestädter im letzten Heimspiel am Sonnabend (18 Uhr, Nordfrost-Arena) gegen den TV Neuhausen einen Sieg an. "Es ist immer gut, eine Saison mit einem Erfolgserlebnis zu beenden", sagt Trainer Christian Köhrmann. "Außerdem wollen wir nach dem Abpfiff vier unserer Spieler gebührend verabschieden. Das geht am besten mit zwei Punkten im Gepäck."

Auch wenn die Neuhäuser bereits seit einigen Wochen als Absteiger feststehen, wird die Partie für Tobias Schwolow & Co sicherlich kein Selbstläufer. "Die letzten Ergebnisse zeigen, dass Neuhausen immer noch sehr konkurrenzfähig ist", weiß Köhrmann. "In vielen Spielen haben sie oft lange Zeit geführt und erst hinten raus noch verloren. Individuell hat der TVN starke Spieler in seinen Reihen, wie zum Beispiel Jona Schoch. Hier müssen wir im Kollektiv dagegenhalten und den Kampf annehmen."

Zum Saisonfinale kann Köhrmann heute auf die Spieler bauen, die in den vergangenen Wochen die nötigen Punkte zum Klassenerhalt eingefahren haben. Einziger Wackelkandidat ist Kay Smits, der sich am vergangenen Freitag in Essen schon früh an der Schulter verletzt hatte – die Partie aber unter starken Schmerzen zu Ende spielte. Köhrmann: "Kay hat unter der Woche nicht trainiert. Es ist zwar nicht die Wurfschulter, trotzdem ist Vorsicht geboten. Wir werden am letzten Spieltag sicherlich nichts riskieren."

Nach dem Abpfiff werden gleich vier Spieler des aktuellen WHV-Kaders verabschiedet: Neben Adam Weiner, der seine lange, überaus erfolgreiche Karriere heute beendet und ins Trainer-Team des WHV wechselt, bestreiten auch Lukas "Speedy" Mertens (wechselt nach Magdeburg) und Kapitän Steffen Köhler (geht zum Ligakonkurrenten Bad Schwartau) ihr letztes Spiel im Trikot der Jadestädter. "Servus" sagt auch Torhüter Markus Bokesch, der zurück nach Österreich zum HC Linz wechselt. Nach der Verabschiedung lädt der WHV alle Fans und Zuschauer zum gemütlichen Saisonausklang ein – bei Livemusik und Kaltgetränken.

Die Handballer des Wilhelmshavener HV spielen auch in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga: Die noch fehlenden Punkte zum vorzeitigen Klassenerhalt holte sich die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann durch den hart erkämpften 29:27 (16:11)-Erfolg beim TuSEM Essen, der durch die Niederlage selbst auf einen Abstiegsplatz rutschte.

Vor rund 2600 Zuschauern in der Essener Sporthalle Am Hallo war Tobias Schwolow mit insgesamt neun Feldtoren treffsicherster Jadestädter. Auch die Torhüter Adam Weiner und der später eingewechselte Frederick Lüpke trugen ihren Teil zum Auswärtssieg bei. "Diesen Erfolg haben sich meine Jungs absolut verdient", sagte Trainer Christian Köhrmann. "Die Saison war nicht einfach. Erst der schlechte Start, später die vielen Verletzungen. Trotzdem haben wir unser Ziel nie aus den Augen verloren, sind ruhig geblieben und wurden am Ende für unsere Beharrlichkeit belohnt."

Der Spielverlauf in Essen war quasi ein Spiegelbild der gesamten Saison: Der WHV startete gut in die Partie und hielt den Gegner mit starker Abwehr und geduldigem Angriffsspiel auf Distanz. Einziges Manko: Die Gäste vergaben zu viele klare Torchancen. Köhrmann: "Klar müssen wir zur Pause höher führen als 16:11. Abwehr und Torhüter haben sehr gut funktioniert, das war schon ein guter Auftritt."

Nach dem Wechsel schmolz die WHV-Führung ab der 40. Minute mehrfach auf ein Tor zusammen – im Gegensatz zu vielen anderen Spielen im Saisonverlauf kippte die Partie Am Hallo aber nicht. Im Gegenteil: Der WHV bewahrte in der Hitzeschlacht kühlen Kopf, traf zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen und gewann die Partie am Ende verdient mit 29:27 Toren.  


TUSEM ESSEN – WHV 27:29 (11:16)
TuSEM: Bliss (1. - 30./7Paraden), Donderis Vegas (ab 31./3); Beyer 7/3, Mürköster 5, Wöss 4, Kintrup 4, Ellwanger 3, Szczesny 2, Hegemann 1, Seidel 1, Roosna, Reissky, Müller
WHV: Weiner (1. - 44./11), Lüpke (ab 44./6); Schwolow 9, Smits 4/1, Kalafut 4, Postel 4, S. Köhler
4, Mertens 3, Vorontsov 1, Kozul, Schweigart, J. Köhler, Maas, Groß
Schiedsrichter: Köppl/Regner (Bingen)
Zuschauer: 2578
Strafwürfe: 3/3 - 1/1
Strafminuten: 4 - 8