zum Online-Ticketshop
unsere Mannschaft im Detail
rund um den Verein
Live: Das Spiel per Ticker

Während die Konkurrenz fleißig punktete, haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV zum Auftakt des letzten Doppelspieltags der Saison den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt verpasst:
Im Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn TV Emsdetten kassierten die Schützlinge von Trainer Christian Köhrmann am Freitag eine deutliche 27:35 (13:18)-Niederlage und fielen damit auf Rang 14 zurück.


Vor rund 1800 Zuschauern waren die Jadestädter den Gästen in allen Belangen unterlegen und verloren am Ende auch in der Höhe verdient. "Solche Tage gibt es leider", bilanzierte Köhrmann. "Wir hätten noch Tage weiter spielen können, ohne eine Chance zu haben. In der Abwehr fehlte von der ersten Minute an der Zugriff. Wir haben im Spielverlauf viele verschiedene Varianten ausprobiert – aber nichts hat gefruchtet.
Von so einer Niederlage lassen wir uns aber nicht unterkriegen. Im Gegenteil: Wir werden gestärkt aus dieser Partie hervorgehen."


Die erste Niederlage nach zuletzt 16:0 Heimpunkten in Folge nahm in der Tat schon früh Gestalt an. Während Emsdetten die WHV-Abwehr immer wieder gekonnt auseinanderspielte, agierten die Gastgeber über weite Strecken fehlerhaft und liefen dadurch schnell einen deutlichen Rückstand hinterher. Das änderte sich auch nach der Pause (13:18) nicht.
Emsdetten war unter dem Strich die klar bessere Mannschaft und sicherte sich durch den 35:27-Erfolg in der Nordfrost-Arena zwei wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

 

Sonntag in Schwartau

Teil zwei des Doppelspieltags führt den WHV morgen Nachmittag (Anwurf 16.30 Uhr) in die Lübecker "Hansehölle" zum Tabellenfünften VfL Bad Schwartau. Die Mannschaft um den früheren WHV-Abwehrchef Martin Waschul ist nicht nur aufgrund des 26:23-Hinspielerfolgs klar favorisiert. Die "Marmeladenstädter" gewannen bislang elf ihrer 15 Heimspiele und verfügen mit Dennis Klockmann über einen der besten Keeper der Liga.

Der WHV wird auch morgren auf Torhüter Markus Bokesch verzichten müssen, der nach seinem
"Kopftreffer" in Nordhorn weiter stationär behandelt werden muss und nicht einsatzfähig ist.
Seinen Platz wird wie schon am Freitag gegen Emsdetten erneut Frederick Lüpke einnehmen. Die rote Karte gegen Steffen Köhler hat unterdessen keine weiteren Folgen für den WHV-Kapitän. Der Vareler, der gegen Emsdetten in der 58. Minute disquaifiziert worden war (ohne Bericht), ist im Duell mit seinem künftigen Club morgen dabei.

W'havener HV – TV Emsdetten 27:35 (13:18)
WHV: Weiner (1.-10., 45.-60./9 Paraden), Lüpke (11.-44./7); Smits 7/2, Schwolow 6, Mertens 5, Kalafut 4, Vorontsov 2, Maas 1, S. Köhler 1, Postel 1, Schweigart, Kozul, Groß.

TVE: Madert (1.-40./11), Komendant (41.-60./4/1 Tor); Kropp 9, Franke 8, Gretarsson 6/2, Pöhle 5, Adams 4, Krings 1, Terhaer 1, Pröhl, Steffen, Dräger, Wesseling.

Schiedsrichter: König/Siebert
Zuschauer: 1806
Strafwürfe: 2/2 - 3/2
Strafminuten: 2 - 6

Doppelt gefordert sind die Handball-Zweitligisten an diesem Wochenende: Der letzte Doppelspieltag der Saison 2016/17 steht auf dem Programm und startet für den Wilhelmshavener HV heute Abend um 20 Uhr in der Nordfrost-Arena mit dem Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn TV Emsdetten. Am Sonntag (Anpfiff 16.30 Uhr) folgt dann das Gastspiel beim VfL Bad Schwartau.

Dass die Jadestädter alle drei bisherigen Zweitliga-Vergleiche mit dem TV Emsdetten verloren haben, interessiert WHV-Trainer Christian Köhrmann nicht: "Selbst wenn wir in den letzten zehn Jahren alle Spiele gegen Emsdetten gewonnen hätten, wäre das noch lange keine Sieggarantie. Wir müssen uns in jedem Spiel voll reinhängen, wenn wir eine Chance haben wollen. Und genau das werden die Jungs heute Abend machen."

Dabei setzen Tobias Schwolow & Co. auch auf die zuletzt starke Heimserie, die sich mit 16:0 Punkten aus den letzten acht Spielen seht gut sehen lassen kann. "Wenn wir unsere vier noch ausstehenden Heimspiele gewinnen, schaffen wir auch den Klassenerhalt", ist sich Köhrmann sicher. "35 Punkten sollten auch jeden Fall für den Verbleib in der 2. Bundesliga reichen."

Personell hat der WHV-Trainer vor dem Doppelspieltag allerdings einige Sorgen: Neben den langzeitverletzten Rene Drechsler und Moritz Barkow stehen auch mögliche Einsätze von Janik Köhler, Torhüter Markus Bokesch und Allrounder Matej Kozul auf der Kippe. "Wir werden sehen, was möglich ist", sagt Köhrmann. "Die Entscheidung, wer spielen kann und wer nicht, fällt erst heute Abend beim Aufwärmen."


Mit einer leistungsgerechten Punkteteilung endete das Niedersachsen-Derby in der 2. Handball-Bundesliga zwischen der HSG Nordhorn-Lingen und dem Wilhelmshavener HV. 26:26 hieß es nach 60 hart umkämpften Minuten in der Lingener Emsland-Arena. Lukas Mertens egalisierte in der Schlussminute die knappe Nordhorner Führung und sorgte damit für das erste Unentschieden der Jadestädter in dieser Saison.

"Ein packendes Derby, in dem beide Mannschaften alles gegeben haben", fasste WHV-Trainer Christian Köhrmann den couragierten Auftritt seiner Jungs vor rund 3000 Zuschauern zusammen. "Die Abwehrreihen haben auf beiden Seiten dominiert. Unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden, mit dem wir sehr gut leben können. Wir sind sehr froh über den einen Punkt."

Die Jadestädter erwischten den besseren Start und zogen in der Anfangsphase auf 7:4 davon (16.). Danach aber schlichen sich immer mehr Fehler ins WHV-Spiel, so dass Nordhorn nicht nur ausgleichen konnte, sondern in der Endphase des ersten Durchgangs sogar mit 13:10 in Führung ging. Nach dem Wechsel fanden die Gäste ihre Linie wieder und waren spätestns beim 15:15 (40.) wieder  im Spiel.

Torhüter Adam Weiner, der Ende der ersten Halbzeit den bis dahin ebenfalls starken Markus Bokesch abgelöst hatte, war mit einigen Paraden zur Stelle, während vorne Lukas Kalafut, Tobias . Schwolow & Co. den WHV bis zur 53. Minute immer wieder mit einem Tor in Front brachten. Doch das Blatt sollte sich noch einmal wenden: Patrick Miedema traf zum 26:25 für Nordhorn und plötzlich drohte den Jadestädtern wieder einmal eine Eintor-Niederlage – es wäre die neunte in dieser Saison gewesen.

Dank Lukas Mertens, der 45 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich traf, und einer Willensleistung in der Abwehr, retteten die Gäste dieses Mal aber den einen verdienten Punkt ins Ziel und machten damit einen weiteren (wenn auch kleinen) Schritt in Richtung Klassenerhalt. Als Tabellenzwölfter hat der WHV vor dem nun folgenden Doppelspieltag drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

HSG Nordhorn-Lingen – Wilhelmshavener HV 26:26 (13:10)

HSG: Kaleun, Buhrmester (1.-60./4 Paraden); Verjans 2, Wilmsen, Schumann, Mickal, Miedema 5, Meyer 1, Fraatz, Poll, Rooba 1, Terwolbeck 3, de Boer 4, Seidel 10/4.

WHV: Bokesch (1.-27./6, Weiner (ab 27. und bei einem 7m/7), Lüpke; Maas, Kalafut 3, Smits 9/3, Groß, Postel 2, Vorontsov 3, Köhler, Mertens 2, Schweigart, Kozul 1, Schwolow 6.

Schiedsrichter: Linker/Schmidt

Zuschauer: 3058

Strafwürfe: 4/4 – 4/3

Strafminuten: 4 -6