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Live: Das Spiel per Ticker

Mit dem Aufstieg des Wilhelmshavener in die eingleisige 2. Bundesliga haben sich die Derbys auf ein Minimum reduziert. Genau zwei Partien sind übrig geblieben, die den Begriff Nachbarschaftsduell zumindest noch ansatzweise erfüllen – und zwar die Duelle mit der HSG Nordhorn-Lingen. Am Sonnabend ist also wieder Derby-Time, wenn die Jadestädter um 19.30 Uhr bei den Grafschaftern zu Gast sind.

WHV-Fans aufgepasst: Das Spiel findet nicht wie sonst üblich im Nordhorner Euregium statt, sondern in der rund 5500 Zuschauer fassenden Emsland-Arena in Lingen (Lindenstraße 24). Wer den WHV am Sonnabend nicht begleiten kann, muss trotzdem nicht auf Zweitliga-Handball verzichten. In Zusammenarbeit mit einer Lingener Filmagentur werden in Zukunft alle Nordhorner Spiele per Livestream im Internet übertragen. Infos dazu gibt es auf der Facebook-Seite der HSG.

Nach dem hart erkämpften und eminent wichtigen 28:27-Heimerfolg über den TV Hüttenberg peilen die Jadestädter am Sonnabend auch in Lingen Zählbares an. "Wir wissen um die Schwere
der Aufgabe, rechnen uns aber trotzdem Chancen aus", sagt Manager Dieter Koopmann. "Unser Trainer Christian Köhrmann hat die Mannschaft optimal vorbereitet – und die Jungs sind heiß auf das Niedersachsen-Derby."

Die Statistik spricht aber eher gegen die Jadestädter: Die HSG Nordhorn-Lingen (8.) hat ihre letzten drei Heimspiele gewonnen und von bislang sieben Zweitliga-Vergleichen mit dem WHV nur einen einzigen verloren (drei Siege, drei Remis). Der bisher einzige Derby-Sieg gelang der Köhrmann-Sieben im Vorjahr, als man nach fast perfekter zweiter Spielhälfte durch einen 34:22-Erfolg beide Punkte aus der Grafschaft entführte. Gegen ein ähnliches Resultat hätten Tobias Schwolow & Co. auch am Sonnabend nichts einzuwenden, um sich im Kampf um den Klassenerhalt weiter Luft zu verschaffen.

Was für eine emotionale Achterbahnfahrt in der Nordfrost-Arena: Nach starker erster Hälfte (17:12) verloren die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV im Heimspiel gegen den Ligazweiten TV Hüttenberg nach der Pause den Faden und gerieten in der Schlussphase mit 25:27 Toren ins Hintertreffen. Dass die Jadestädter am Ende trotzdem jubeln durften und zwei eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfuhren, lag an Kay Smits, der fünf Sekunden vor dem Anpfiff den 28:27-Siegtreffer für den WHV erzielte.

"Das war eine echte Achterbahnfahrt und absolut nichts für schwache Nerven", fasste WHV-Trainer Christian Köhrmann den achten Heimsieg in Folge zusammen. "Um so ein Spiel am Ende dann trotzdem zu gewinnen, muss alles zusammenpassen. Und das ist – trotz der vielen technische Fehler in der Schlussphase – heute auch passiert."

Zum Spiel: Vor rund 1600 Zuschauern legte der WV nach ausgeglichener Anfangsphase ein paar Tore vor. Keeper Markus Bokesch (18 Paraden) hatte maßgeblichen Anteil an der beruhigenden 17:12-Pausenführung seiner Mannschaft. Entschieden war damit aber noch lange nichts: Hüttenberg übernahm nach dem Wechsel die Regie und warf sich schnell auf 17:18 heran (38.).

Als die Gäste beim 23:24 (53.) erstmals in Führung gingen und wenig später sogar mit zwei Toren vorne lagen (25:27/58.), schien der Aufstiegskandidat aus Hessen die deutlich besseren Karten zu haben. Der WHV schlug aber noch einmal zurück: Lukas Mertens und Kay Smits sorgten für den 27:27-Ausgleich, ehe Smits seinem Team fünf Sekunden vor Schluss mit seinem achten Tor an diesem Abend den 28:27-Sieg bescherte. Durch den doppelten Punktgewinn kletterten die Jadestädter in der Tabelle wieder auf Rang elf – am kommenden Sonnabend tritt die Köhrmann-Sieben zum Bezirksderby bei der HSG Nordhorn-Lingen (8.) an.


WHV: Bokesch (1.-60./18 Paraden), Weiner (bei einem Siebenmeter), Lüpke;  Smits 8/6, Schwolow 6, Mertens 6, Kalafut 4, Vorotnsov 3, Postel 1, S. Köhler, Maas, Schweigart, Groß, Lehmann
TVH: Ritschel (1.-21. und 31.-60./7), Schomburg (22.-30. und bei einem Siebenmeter); Stefan 7, Johannsson 5, Mappes 5/3, Lambrecht 4, Fernandes 2, Roth 2,Wernig 1, Rompf, Semmelroth, Zörb, Panther, Kraushaar
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin)
Zuschauer: 1566
Strafwürfe: 6/5 – 5/3
Strafminuten: 10- 8

 

 

Vier starke Aufsteiger sorgen in der 2. Handball-Bundesliga seit Beginn der Saison 2016/17 für kräftig Wirbel. Das gilt vor allem für den stärksten der vier Liganeulinge: Der TV Hüttenberg rangiert derzeit auf Platz zwei und hegt vor dem heutigen Gastspiel beim Wilhelmshavener HV (Anpfiff 20 Uhr, Nordfrost-Arena) berechtigte Aufstiegsambitionen. Anders die Situationen bei den Jadestädter: Nach der knappen Niederlage in Konstanz ist der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz wieder auf zwei Zähler geschrumpft. "Keine Frage, wir brauchen die zwei Punkte gegen Hüttenberg dringend", sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. "Damit das gelingt, brauchen wir aber auch die Unterstützung von den Rängen. Die Nordfrost-Arena muss heute Abend brennen."

Trainer Christian Köhrmann hat sein Team gut auf den Gast aus Hessen eingestellt. Im Zentrum der Vorbereitung stand die offensive 3:2:1-Abwehr der Hüttenberger, die dem WHV schon bei der knappen 26:27-Hinspielniederlage Probleme bereitet hatte. Köhrmann: "Wir brauchen Geduld und müssen den Gegner ständig in Bewegung halten, um entsprechende Lücken zu reißen." Mit Ausnahme von Janik Köhler (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und den langzeitverletzten Rene Drechsler und Moritz Barkow, kann der WHV-Coach auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

Im Vergleich zum Auftritt in Konstant müssen sich die Jadestädter vor allem in der Abwehr steigern. "34 Gegentore waren viel zu viel", hatte Köhrmann schon direkt nach der knappen Auswärtspleite beim Aufsteiger gesagt. "Deshalb haben wir auch eine Extraschicht Abwehrarbeit eingelegt, um die Abläufe wieder besser abzustimmen und die Automatismen zu schärfen. Die letzten Siege haben wir uns allesamt in der Abwehr erarbeitet. Und genau da werden wir auch heute Abend wieder den Hebel ansetzen!"