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Die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV konnten im Gastspiel bei der HSG Konstanz leider nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen: Folgerichtig ging die Partie beim heimstarken Aufsteiger mit 33:34 (17:18) Toren verloren. Für die Jadestädter ein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt: Der WHV fiel in der Tabelle auf Rang 15 zurück, der Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz beträgt magere zwei Punkte.

"Wir haben in der Abwehr viel zu viele Fehler gemacht", haderte WHV-Trainer Christian Köhrmann mit der Defensivleistung seiner Jungs. "Einige Spieler haben hier nicht ihre gewohnte Leistung gebracht. 34 Gegentore in einem so wichtigen Spiel sind eindeutig zu viel." Schon Mitte der ersten Halbzeit lagen die Konstanzer mit fünf Toren vorne. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs fingen sich die Jadestädter und kamen bis zum Pausenpfiff noch auf 17:18 heran.

Hälfte zwei sah beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe. Konstanz hatte die Nase zwar stets knapp vorne, abschütteln ließ sich der WHV aber nicht mehr. Tobias Schwolow, Kay Smits, der gute Evgeny Vorontsov und Lukas Mertens hielten ihr Team im Rennen und schafften beim 22:22 erstmals wieder an Ausgleich.

Als beide Teams auch beim Stand von 27:27 (52.) noch gleichauf lagen, begann die dramatische Endphase: Konstanz legte vor, der WHV glich postwendend aus. Mit dem letzten Angriff hatte die Köhrmann-Sieben dann die Chance, zumindest einen Punkt aus der Schänzle-Halle zu entführen. Schwolows Wurf wurde aber geblockt und auch der Last-Second-Kempa-Pass von Mertens auf Smits führte nicht mehr zum gewünschten Erfolg.

"Wir hatten uns hier sicherlich mehr vorgenommen, aber ohne entsprechende Abwehrleistung kann man auf diesem Niveau nicht gewinnen", bilanzierte ein enttäuschter Christian Köhrmann. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit einige Male die Chance, in Führung zu gehen, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Unter dem Strich war das einfach zu wenig."


HSG Konstanz - W'havener HV 34:33 (18:17)
HSG: Poltrum,Glatt; Thomann 12/3, Riedel 11, Stocker 4, Kaletsch 4, Schlaich 1, Jud 1, Berchtenbreiter 1, Oehler, Gässler, Wendel.
WHV: Weiner (1.-10., ab 55.), Bokesch (10.-55.), Lüpke; Smits 9/5, Mertens 8, Schwolow 6, Vorontsov 5, S. Köhler 3, Kalafut 1, Postel 1, Kozul, Maas, J. Köhler,  Schweigart
Schiedsrichter: Dauben/Rohmer (Köln)
Zuschauer: 1150
Strafwürfe: 3/3 - 5/5
Strafminuten: 10 - 6

Nächstes Vierpunkte-Spiel für die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV: Nach dem Heimerfolg über den TuS Ferndorf wollen die Jadestädter am Sonnabend auch beim direkten Konkurrenten HSG Konstanz punkten. Anpfiff in der Schänzle-Sporthalle ist um 20 Uhr.

Die Jadestädter haben sich bereits am Freitag auf den Weg in Richtung Bodensee gemacht und verzichten dabei erstmals auf den obligatorischen Übernachtungs-Stopp in Großwallstadt. "Der zweite Etappen-Abschnitt am Spieltag wäre zu weit gewesen", erklärt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Deshalb fahren wir die komplette Strecke am Freitag und bereiten uns am Sonnabend direkt vor Ort auf das Spiel gegen Konstanz vor."

Mit dabei der komplette Kader – abgesehen von den langzeitverletzten Rene Drechsler und Moritz Barkow. Fehlen wird außerdem Christoph Groß, der am Sonntag möglichst ausgeruht in der zweiten Mannschaft (Heimspiel gegen Neuenhaus-Uelsen) auflaufen soll. "Wir haben im Hinspiel 40 Minuten lang so ziemlich alles falsch gemacht", blickt Köhrmann auf die 26:27-Heimniederlage gegen den Aufsteiger im Oktober 2016 zurück. "Wir haben also etwas gutzumachen. Wenn wir um die Punkte mitspielen wollen, müssen wir alles das in die Waagschale werfen,was uns zuletzt ausgezeichnet hat."

Die HSG Konstanz kommt aktuell auf eine ausgeglichene Heimbilanz: Sechs Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber – hinzu kommt ein Remis. Vier ihrer letzten fünf Spiele haben die Württemberger zuletzt allerdings verloren. Genau wie der WHV hat die HSG 24:30 Punkte auf dem Konto – im Vergleich zu den Jadestädtern aber die deutlich schlechtere Tordifferenz.

Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV hat die "Pflichtaufgabe" im Abstiegskampf gemeistert und sein Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten TuS Ferndorf verdient mit 30:27 (13:9) Toren gewonnen. Lohn für den siebten Heimerfolg in Serie ist der Sprung auf Tabellenplatz 12. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz beträgt der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz aber weiterhin nur magere zwei Pünktchen.

"Wir waren 60 Minuten lang die bessere Mannschaft und haben in der Abwehr inklusive Torwart eine sehr gute Leistung gezeigt", fasste WHV-Trainer Christian Köhrmann den Arbeitssieg seiner Mannschaft zusammen. Die hohe Zahl an technischen Fehlern, durch die die Jadestädter vor rund 1300 Zuschauern in der Nordfrost-Arena aber mehrfach einen deutlichen Vorsprung verspielt hatten, gefiel dem Coach aber weniger. "Offensiv war das eher eine Achterbahnfahrt", so Köhrmann weiter. "Viele Jungs sind seit Wochen hoch belastet, da kann der ein oder andere Fehler schon mal passieren. Positiv war aber, dass wir auch in kritsichen Situationen immer cool geblieben sind."

 Die Gastgeber, die kurzfristig auf ihren verletzten Torwart Adam Weiner verzichten mussten, erwischten den besseren Start und führten schnell mit 4:2. Auch wenn die Gäste bei 6:6 (18.) wieder dran waren, blieben die Jadestädter spielbestimmend: Tobias Schwolow, Evgeny Vorontsov und Lukas Kalafut sorgten kurz darauf für die erste Dreitore-Führung (9:6/20.) - beim Pausenpfiff lag der WHV dann vier Treffer in Front (13:9).

Nach dem Wechsel die vielleicht stärkste Phase der Gäste: Binnen vier Minuten glich Ferndorf zum 14:14 aus, hatte sein Pulver damit aber offenbar erst einmal verschossen. Der WHV übernahm wieder die Regie und zog dank Kalafut und Kay Smits (2) auf 18:15 davon. Als Lukas Mertens und Vorontsov auf 20:15 stellten (40.), wähnten einige den WHV wohl schon auf der Siegerstraße. Ferndorf kam aber noch zwei weitere Male zurück und schnupperte beim 22:21 (45.) bzw. beim 26:25 (52.) kurz an einem Punktgewinn.

Den gestatteten die Jadestädter den Gästen aber nicht: Steffen Köhler und Mertens sorgten für die erneute Dreitore-Führung, die der WHV – auch dank der Paraden des eingewechselten Frederick Lüpke – sicher über die Zielinie brachte.


WHV – TuS Ferndrof 30:27 (13:9)
WHV: Bokesch (1. - 49./10 Paraden), Lüpke (50. - 60./4); Smits 7/3, Kalafut 5, Schwolow 5, Mertens 4, Vorontsov 4/1, S. Köhler 3, Postel 2, Kozul, Maas, J. Köhler n.e., Schweigart n.e.
TuS: Rottschäfer (1. - 19. und bei einem Siebenmeter/1), Puhl (20. - 60./7); Volentics 5, Neuteboom 4, Kastening 4/4, Heyme 3, Sartisson 3, Stojcevski 3, Celestin 2, J. Schneider 2, Barwitzki 1, Bettig n.e., John n.e.
Schiedsrichter: Brauer/Holm (Hamburg)
Zuschauer: 1280
Strafwürfe: 4/4 – 5/4
Strafminuten: 12 – 12