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Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV will am Sonnabend einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg über den ebenfalls abstiegsgefährdeten TuS Ferndorf. Die Siegerländer (Platz 18, 18:34 Punkte) sind um 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena zu Gast. "Wir haben noch sechs Heimspiele", sagt WHV-Trainer Christian Köhrmann. "Diese zwölf Punkte sehe ich als gesetzt an."

Gute Erinnerungen verbinden die Jadestädter mit dem Hinspiel: Am 15. Oktober 2016 trat der WHV damals mit der Hypothek von 0:12 Punkten im Gepäck in der Sporthalle in Kreuztal an – und feierte beim hart erkämpfen 23:21-Erfolg den so dringend benötigten ersten Saisonsieg. Während Rene Drechsler früh "rot" sah und an diesem Tag ohne Treffer blieb, steuerte Tobias Schwolow sieben Tore zum Erfolg bei. Dreimal netzte Oliver Köhrmann im Siegerland ein, auf den Trainer-Bruder werden die Jadestädter im Rückspiel aber verzichten müssen.

Dafür kehrt ein anderer Rückraumspieler nach langer Verletzungspause wieder in den Kader zurück: Janik Köhler, der sich im August vergangenen Jahres im ersten Testspiel gegen die SG VTB/Altjührden das Kreuzband gerissen hatte, hat seine lange Leidenszeit überstanden. Ursprünglich war sein Comeback bereits früher geplant, eine Nasen-OP hatte die Rückkehr des Zwillingsbruders von WHV-Kapitän Steffen Köhler aber verzögert.

Mit Ausnahme von Drechsler und Moritz Barkow (beide Kreuzbandriss), der das Wiedersehen mit seinem Ex-Klub von der Tribüne aus verfolgen muss, stehen WHV-Trainer Christian Köhrmann alle Spieler zur Verfügung. Die zuletzt angeschlagenen Lukas Mertens, Lukas Kalafut und Sebastian Maas sind Mitte der Woche wieder ins Training eingestiegen. Auch Linkshänder Fabrice Lehmann und Torhüter Frederick Lüpke zählen gegen Ferndorf zum Aufgebot.

Glücklich über die 21:27-Niederlage bei Zweitliga-Spitzenreiter TuS Nettelstedt-Lübbecke war WHV-Trainer Christian Köhrmann natürlich. Angesichts der ungleichen Kräfteverhältnisse auf der Platte der Lübbecker Merkur-Arena musste der Coach der Jadestädter den doppelten Punktverlust aber zähneknirschend akzeptieren. Dabei waren Tobias Schwolow & Co. in beiden Halbzeiten immer mal wieder dran, am Ende aber gingen beide Durchgänge jeweils mit drei Toren Differenz verloren.  

"Die Leistungen unserer Torleute haben gestimmt und auch mit der Abwehrleistung war ich eine Halbzeit lang zufrieden", sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. "Die Jungs haben sich auch nach dem deutlichen Rückstand zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht hängen lassen. Am Ende waren es dann aber ein paar technische Fehler zu viel, um hier irgendetwas mitzunehmen. Ich danke unseren mitgereisten Fans für die tolle Unterstützung."

Nach ausgeglichener Anfangsphase gingen die Gastgeber durch Lukasz Gierak erstmals mit zwei Toren in Führung (8:6/20.). Kurz vor der Pause lag der Spitzenreiter mit 11:7 vorne, ehe der Niederländer Kay Smits für die Jadestädter von der Linie nervenstark zum 8:11-Pausenstand verkürzte. Nach dem Wechsel agierten die Gäste zu fehlerbehaftet. Nettelstedt zog schnell auf 15:10 davon (35.) und baute die Führung bis zur 40. Minute konsequent auf 19:12 aus.

Der WHV gab sich aber noch nicht geschlagen: Köhrmann stellte die Abwehr auf 5:1 um und läutete damit eine (kleine) Aufholjagd seiner Mannschaft ein. Während Nettelstedt - auch dank eines starken Markus Bokesch im WHV-Tor – knapp elf Minuten ohne Treffer blieb, warfen Evgeny Vorontsov, Jonas Sschweigart (2) und Smits die Jadestädter auf 16:19 heran (50.). Mehr war für den WHV an diesem Abend aber nicht drin: Gierak und Rene Gruszka trafen binnen 13 Sekunden zweimal und sorgten damit für die Entscheidung (21:16/51.).


TuS N'Lübbecke – WHV 27:21 (11:8)
TuS: Tatai (1. - 56./20 Paraden), Blazicko (57. - 60. und bei drei Siebenmetern/1); Genz 7,
Remer 5/3, Kaleb 4, Gierak 3, Koloper 2, Torbrügge 2, Bechtloff 1, Tauabo 1, Gruszka 1, Hövels 1, Grabarczyk
WHV: Weiner (1. - 38./8), Bokesch (39. - 60./5); Smits 9/8, Vorontsov 4, Scholow 2, Schweigart 2, S. Köhler 2, Kalafut 1, Kozul 1, Maas, Postel, Mertens, Groß
Schiedsrichter:Arndt/Kobilke (Biederitz)
Zuschauer: 1892
Siebenmeter: 3/3 – 8/8
Strafminuten: 6 - 2


Mit dem verdienten Heimsieg über Eisenach und jeder Menge Selbstvertrauen im Gepäck machen sich die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV am Sonnabend auf den Weg nach Lübbecke. Dort treffen die Jadestädter am Abend auf Zweitliga-Spitzenreiter TuS Nettelstedt-Lübbecke. Spielbeginn in der Merkur-Arena ist um 19 Uhr.

Stück für Stück haben sich die Jadestädter in den vergangenen Wochen in der Tabelle nach vorne geareitet – allen personellen Problemen zum Trotz. Lohn der couragierten Auftritte ist Platz zwölf mit einer positiven Tordifferenz von plus 9, auf die WHV-Trainer Christian Köhrmann besonders stolz ist. "Im Vergleich zu vielen direkten Konkurrenten ist das ein echter Bonuspunkt, den wir auch in Duellen mit den Spitzenmannschaften der Liga verteidigen wollen", sagt der Coach der Jadestädter. "Das gilt natürlich auch für das Spiel in Lübbecke."

Dort muss der WHV auch weiterhin auf der Trio Rene Drechsler, Moritz Barkow (beide Kreuzbandriss) und Janik Köhler (Nasen-OP) verzichten. Fraglich sind zudem die Einsätze von Lukas Mertens und Lukas Kalafut, die verletzungs- bzw. krankheitsbedingt auf der Kippe stehen. "Wir wissen, was in Lübbecke auf uns zukommt", sagt Köhrmann mit Blick auf den Gegner. "Der TuS ist auf allen Positionen doppelt gut besetzt und natürlich klarer Favorit. Wir wissen aber auch, dass es Ansatzpunkte gibt, wie wir dem Gegner weh tun können und werden alles in die Waagschale werfen, was wir haben."

Das Hinspiel im Oktober 2016 entschied der Spitzenreiter in der Nordfrost-Arena mit 31:25 Toren für sich. Großen Anteil daran hatte der polnische Auswahlspieler Lukasz Gierak, der insgesamt zehnmal aus dem Feld traf. Top-Torschütze Pontus Zettermann, der auch für die schwedische Nationalmannschaft aufläuft, kam auf 5/2 Tore. Elf Tore von Rene Drechsler reichten seinerzeit nicht, um die letztlich klare Niederlage zu verhindern.