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23-jähriger Torhüter kehrt vom Ligakonkurrenten ASV Hamm-Westfalen an die Jade zurück – Zwei-Jahresvertrag bis 2019.

Nach Bekanntgabe des Wechsels von Junioren-Nationalspieler Lukas Mertens zum Erstligisten SC Magdeburg, steht beim Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV nun der erste Neuzugang für die kommenden Saison 2017/18 fest: Torhüter Dennis Doden unterschreibt bei den Jadestädtern einen Zwei-Jahresvertrag und kehrt im Sommer vom Ligakonkurrenten ASV Hamm-Westfalen in seine Heimatstadt zurück.

Doden stammt aus der Jugend der HSG/JSG Wilhelmshaven und stand in der Zweitliga-Saison 2010/11 schon für den WHV im Tor. Im Sommer 2012 wechselte er nach Lemgo, wo er für den TBV bzw. die HSG Handball sowohl in der 1. als auch in der 3. Liga aktiv war. Zwei Jahre später zog es Doden zum ASV Hamm-Westfalen. In seiner Jugend zählte der 23-Jährige auch zum Kader der deutschen Jugend-Nationalmannschaft und nahm mit dem DHB u.a. an der U19-WM in Argentinien teil. Bei den Junioren bestritt der Zweimeter-Mann ein Länderspiel.

"Wir freuen uns, dass sich Dennis ein zweites Mal für den WHV entschieden hat", sagt WHV-Manager Dieter Koopmann. Zu den Personalplanungen: Routinier Adam Weiner wird seine lange und erfolgreiche Karriere im Sommer beenden und dann den Trainerstab des Zweitligisten verstärken. Koopmann: "Mit Christoph Dannigkeit und Adam Weiner sind wir dann mit zwei Ko-Trainern sehr gut aufgestellt."

Das neue Torhütergespann beim WHV wird Dennis Doden zusammen mit Frederick Lüpke bilden. Markus Bokesch (26) kehrt nach Österreich zurück. Sein Vertrag wird einvernehmlich aufgelöst. "Markus ist ein Familienmensch, er geht zurück nach Linz", erklärte Christian Köhrmann.

Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV hat den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht: Im Heimspiel gegen den Tabellebsiebten ThSV Eisenach feierte die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann einen verdienten 31:28 (17:3)-Heimerfolg und verbesserte sich damit auf Rang elf. Vor 1518 Zuschauern in der Nordfrost-Arena ragte Linksaußen Lukas Mertens mit insgesamt zehn Toren bei den Jadestädtern heraus. Tobias Schwolow steuerte sieben Treffer bei, außerdem überzeugte Torhüter Markus Bokesch nach seiner Einwechslung in der 13. Minute mit elf Paraden.

Nur in der Anfangsphase waren die Gäste das bessere Team – vor allem dank Matthias Gerlich, der seine Größenvorteile immer wieder zu einfachen Toren nutzte und großen Anteil an der 7:4-Führung der Eisenacher hatte. Danach wendete sich das Blatt: Köhrmann hatte die Abwehr umgestellt und fortan bekamen die Jadestädter die Thüringer immer besser in den Griff. Nach dem Ausgleich durch Evgeny Vorontsov (7:7, 15.) sorgte Matej Kozul für die erste Führung, die der WHV bis zum Pausenpfiff mit schnellem Umschaltspiel und guter Chancenverwertung auf 17:13 ausbaute.

In Durchgang zwei kam Eisenach zwar auf zwei Tore heran (18:16), der WHV ließ sich aber nicht beirren, spielte vorne weiter geduldig und nutzte die Torgelegenheiten konsequent aus. Lohn der geschlossenen Mannschaftsleistung war die 28:21-Führung nach 50 Minuten – damit war die Partie entschieden. In der Schlussphase betrieb Eisenach zwar fleißig Ergebniskosmetik, der verdiente 31:28-Sieg des WHV geriet aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.

"Wir wussten, dass wir gegen die körperlich starken Eisenacher aufs Tempo drücken müssen, auf der anderen Seite aber auch Geduld gegen die kompakte 6:0 brauchen", sagte Köhrmann nach dem Abpfiff. "Beides haben wir über 60 Minuten super umgesetzt, alle haben sich reingehauen – nur so können wir Spiele gewinnen."


WHV – ThSV Eisenach 31:28 (17:13)
WHV: Weiner (1.-13./1 Parade), Bokesch (ab 13./11); Mertens 10, Schwolow 7, Smits 5/2, Kalafut 3, Postel 3, Vorontsov 1, Köhler 1, Kozul 1,
Maas, Schweigart n.e., Lehmann n.e.
ThSV: Gorobtschuk (1.-42./6), Brand (ab 42./3); Urban 8/2, Gerlich 7, Ragnarsson 6, Miljak 3, Wöhler 2, Hansen 2, Iffert, Niemeyer, Holzner,
Heinemann, Lielais, Weyhrauch.
Schiedsrichter: Klinke/Klinke
Zuschauer: 1518
Strafwürfe: 2/2 - 2/2
Strafminuten: 6 - 6 (Kalafut, Vorontsov, Kozul - Hansen, Urban, Niemeyer)

Im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga genießen die Jungs vom Wilhelmshavener HV am Sonnabend Heimrecht: Eine Woche nach der unglücklichen 25:26-Niederlage bei der SG BBM Bietigheim treffen die Jadestädter um 19.30 Uhr in der Nordfrost-Arena auf den Thüringischen Sportverein (kurz ThSV) aus Eisenach.  Die Gäste reisen als Tabellensiebter an und entschieden das Hinspiel im Oktober 2016 knapp mit 26:25 Toren für sich.

Nach der Bietigheim-Niederlage, die die starke WHV-Serie von zuletzt 16:4 Punkten beendete, richtet Trainer Christian Köhrmann den Blick nun wieder nach vorne. "Wir haben verloren und einige unserer Konkurrenten haben gepunktet. Den Bietigheim-Punkten nachzutrauern, bringt uns nicht weiter. Wir haben ein Heimspiel, dass wir auf jeden Fall gewinnen wollen."

Nach dem Comeback von Steffen Köhler haben die Jadestädter wieder eine wichtige Alternative mehr. Auch Torhüter Frederick Lüpke und linkshänder Fabrice Lehmann – beide hatten zuletzt in Bietigheim gefehlt – stehen am Sonnabend wieder zur Verfügung. Unterdessen wird sich die Rückkehr von Rückraumspieler Janik Köhler weiter verzögern: "Die Kreuzbandverletzung ist zwar soweit auskuriert", sagt Köhrmann. "Wegen einer Nasennebenhöhlen-Entzündung muss Janik aber unter Vollnarkose operiert werden und hat danach einige Tage Sportverbot."

Der ThSV Eisenach kassierte zuletzt eine überraschende 26:27-Heimniederlage gegen  die HG Saarlouis, die dadurch nach Punkten zum WHV aufschließen konnte. Auswärts weisen die Thüringer mit 10:14 Zählern zwar eine negative Bilanz auf, punkteten zuletzt aber sowohl in Aue (27:26), als auch in Nordhorn (30:25).