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Thriller ohne happy-end: Beim Tabellendritten der 2. Handball-Bundesliga SG BBM Bietigheim hätte der Wilhelmshavener HV am Samstagabend aufgrund der starken kämpferischen Leistung sicher einen Punkt verdient gehabt. Da die Unparteiischen dem Ausgleichstreffer von Duncan Postel in allerletzter Sekunde aber die Anerkennung versagten, ging die Partie unglücklich mit 25:26 (13:13) Toren verloren.

Die Jadestädter starteten ordentlich, mussten aber stets einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Bietigheim machte viel Druck über die zweite Welle bzw. schnelle Mitte und kam so im ersten Durchgang immer wieder zu einfachen Toren. Auf der Gegenseite hatten Lukas Kalafut, Tobias Schwolow & Co. einen schweren Stand gegen die aggressive 6:0-Abwehr der Gastgeber, behielten aber in vielen Situationen die Übersicht und nutzten ihre Chancen konsequent.

Als Bietigheim in der Schlussphase der ersten Halbzeit auf 13:10 davonzog, drohte ein deutlicher Pausenrückstand. In Überzahl glichen  Evgeny Vorontsov, der starke Duncan Postel und Matej Kozul noch zum 13:13 aus. Nach Wiederanpfiff blieb der WHV dem Gegner zunächst auf den Fersen, geriet dan aber von Minute zu Minute deutlicher in Rückstand – auch, weil man nach 38 Minuten Abwehrchef Kozul durch die dritte Zeitstrafe verlor.

Kapitän Steffen Köhler, der am Sonnabend nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte, rückte dafür in den Innenblock, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Gastgeber nach 54 Minuten scheinbar komfortabel  mit 26:22 Toren vorne lagen. Christian Köhrmann reagierte, brachte AdamWeiner wieder zwischen die Pfosten und läutete damit die finale Aufholjagd ein. Kay Smits per Doppelpack und Lukas Mertens sorgten für den Anschluss – mehr war an diesem Abend einfach nicht drin, da die insgesamt schwachen Unparteiischen Kern und Kuschel den möglichen Ausgleichstreffer durch Postel nicht anerkannten.

SG BBM Bietigheim – W'havener HV 26:25 (13:13)
SG BBM: Edvardsson, Ebner; Schäfer 8/6, Haller 7, Rentschler 4, Gerdas 3, Barthe 3, Asmuth 1, Schmidt, Scholz, Döll, Emrich, Emanuel
WHV: Weiner, Bokesch; Smits 8/3, Postel 4, Vorontsov 3, Kalafut 3, Mertens 3, Kozul 2, Schwolow 2, S. Köhler, Maas, Schweigart
Zuschauer: 987
Schiedsrichter: Kern/Kuschel
Strafwürfe: 6/6 – 3/3
Strafminuten: 6 – 14
Disqualifikation: Kozul (WHV/38.) nach dritter Zeitstrafe

Nach zuletzt zahlreichen Duellen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf der 2. Handball-Bundesliga, die der Wilhelmshavener HV mit der Bilanz von 16:4 Punkten überaus erfolgreich abgeschlossen hat, müssen sich die Jadestädter in den kommenden Wochen gegen die Top-Teams der Liga behaupten: Los geht es schon an diesem Sonnabend  (Anwurf 20 Uhr, Sporthalle am Viadukt) mit dem Gastspiel beim Tabellendritten SG BBM Bietigheim. Eine Woche später, am Sonnabend, 11. März (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena), gibt der ThSV Eisenach (7.) seine Visitenkarte an der Jade ab. Danach tritt die Köhrmann-Sieben bei Spitzenreiter TuS N'Lübbecke an.

Vor der Partie in Bietigheim hat sich die personelle Lage beim WHV weiter entspannt. Der Kapitän ist wieder an Bord: Steffen Köhler, der sich beim 29:27-Heimerfolg über TuSEM Essen am 2. Weihnachtsfeiertag am Knie verletzt hatte, steht Trainer Christan Köhrmann ab sofort wieder zur Verfügung. "Damit haben wir wieder eine Alternative mehr", sagt Köhrmann, vor allem mit Blick auf den Innenblock, wo Matej Kozul und Lukas Kalafut zuletzt Schwerstarbeit verrichten mussten.

Comeback-Kandidat Nummer zwei, Zwillingsbruder Janik Köhler, muss sich nach seinem Kreuzbandriss hingegen noch weiter gedulden. Der 28-Jährige hat das Training zwar wieder aufgenommen, ein Einsatz in Bietigheim kommt für den Rückraumspieler aber noch zu früh. Ansonsten haben alle Spieler die Fahrt in Richtung Bietigheim – mit dem obligatorischen Zwischenstopp in Großwallstadt – angetreten.

Rene Drechsler, der sich Heimspiel gegen Hamm schwer verletzt hatte, wurde unterdessen bereits am lädierten Kreuzband/Meniskus operiert. Vorgenommen wurde der Eingriff in Kiel durch den Mannschaftsarzt des THW Kiel, Dr. Frank Pries. Unter der Regie von WHV-Physiotherapeut Stefan Walkowiak wird Drechsler in diesen Tagen mit dem Reha-Programm beginnen. Eine Rückkehr der Nr. 93 noch in dieser Saison ist aber ausgeschlossen.

Mit einem souveränen 28:21 (14:10)-Heimerfolg über die SG Leutershausen haben die Zweitliga-Handballer des Wilhelmshavener HV ihre Erfolgsserie weiter ausgebaut. 1168 Zuschauer in der Nordfrost-Arena sahen einen letztlich ungefährdeten Sieg der Jadestädter, die anfangs schnell in Führung gingen und ihren Vorsprung in der zweiten Halbzeit kontinuierlich ausbauten.
Junioren-Nationalspieler Lukas Mertens war mit acht Treffern bester Werfer des WHV, Kay Smits steuerte 7/2 Tore zum wichtigen Heimerfolg der Jadestädter bei. Auf Seiten der Gäste ragte Rechtsaußen Stefen Salger mit acht Toren heraus. Mit der starken Bilanz von 16:4 Punkten in den letzten zehn Partien setzen Tobias Schwolow & Co. ihren Weg ins Mittelfeld der Liga fort und zogen dabei auch an den Gästen vorbei – 20:26 Zähler bedeuten nun Rang elf für die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann.
"Das war erneut eine tolle Teamleistung, ein Sieg der gesamten Mannschaft, die von der erstenSekunde an hellwach war.

Wir haben über 60 Minuten stark verteidigt und sind auch in Phasen des Spiels, wo es offensiv vielleicht nicht so lief, cool geblieben", fasste der WHV-Trainer den zehnten Saisonsieg seiner Jungs zusammen.

WHV – SG Leutershausen 28:21 (14:10)
WHV: Weiner (1. - 54./15 Paraden), Lüpke (ab 54./1), Bokesch; Mertens 8, Smits 7/2, Kalafut 5, Postel 3, Schwolow 3, Kozul 1, Vorontsov 1, Maas, Lehmann, Schweigart.
SGL: Hübe (1. - 48. und 54. - 60./9), Garcia (49. - 53./1 ; Salger 8, Kupijai 3, Pfattheicher 3/1, Spohn 3, Bauer 2, Russ 1/1, Karpstein 1, Conrad, Kubitschek, Möller.
Schiedsrichter: Grell/Piper
Zuschauer: 1168
Strafwürfe: 3/2 - 3/2
Strafminuten: 6 - 4