Einbruch nach der Pause

Zum Abschluss des ersten Doppelspieltags der Saison ist Handball-Zweitligist Wilhelmshavener HV am Sonntag arg unter die Räder gekommen: Beim Mitfavoriten auf den Bundesliga-Aufstieg, ASV Hamm-Westfalen, zogen die Jadestädter am Ende klar mit 20:34 (12:15) Toren den Kürzeren. "Als wir nach der Pause klar in Rückstand geraten sind, fehlten einfach die nötige Kraft und Konzentration", sagte WHV-Trainer Christian Köhrmann.

Durchgang eins sah die Gäste durchaus auf Augenhöhe mit dem Favoriten, vor allem weil die 6:0-Abwehr gut funktionierte und Tobias Schwolow & Co. auch vorne passabel trafen. Als Rutger ten Velde kurz vor der Pause der 12:13-Anschlusstreffer gelang, sprach viel für eine nicht minder spannende zweite Spielhälfte. Es sollte aber anders kommen.

Obwohl nur noch 40 Sekunden auf der Uhr waren, gelangen Hamm vor dem Pausenpfiff noch zwei Tore. Und als der ASV nach Wiederbeginn schnell auf 13:22 enteilt war (45.), hatten die Gastgeber die Partie vorzeitig entschieden. „Alle wollten - konnten aber einfach nicht  mehr“, fasste Köhrmann die bislang höchste Saisonniederlage seiner Mannschaft zusammen.

Gute Nachrichten für den WHV gab es unterdessen von der HBL: Rene Drechsler, der im Freitagspiel gegen Lübeck "blau" gesehen hatte, wurde für sein Vergehen nur für eine Partie gesperrt. In Hamm musste der lange Linkshänder zuschauen, am kommenden Samstag im Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten (19.30 Uhr, Nordfrost-Arena) ist der Mann mit der "93" wieder dabei.  

  
ASV Hamm-Westfalen - W'havener HV 34:20 (15:12)
ASV: Storbeck (20 Paraden), Krechel (bei einem 7m/1); Brosch 8, Papadopoulos 6/3, Gudat 4, Milde 4, Lex 3, Sohmann 3/2, Huesmann 2, Raguse 2, Fuchs 1, Blohme 1, Schwabe, von Boenigk
WHV: Doden (1.-10. und ab 35./6), Lüpke (11.-34./2); Schwolow 4, Pust 4, Ten Velde 4/1, Postel 2, Maas 1, Andrejew 1, Kozul 1, Vorontsov 1, Köhler 1, Schauer 1, Lehmann
Schiedsrichter: Jan und Manuel Lier
Zuschauer:  1685
Strafwürfe: 6/5 – 3/1
Strafminuten: 8 – 4