Niederlage im Derby

Auch eine starke Aufholjagd zum Ende der zweiten Halbzeit hat den Zweitliga-Handballern des Wilhelmshavener HV im Weser-Ems-Derby bei der HSG Nordhorn-Lingen nicht mehr den erhofften Punktgewinn beschert: Mit 23:27 (9:14) zogen die Jadestädter am Ende im voll besetzten Euregium den Kürzeren. Auch ein überragender Tobias Schwolow - mit zwölf Treffern bester Werfer der Partie - konnte die zwölfte Saisonniederlage der "Köhrmänner" nicht verhindern.

"Wir spielen über weite Strecken eine sehr gute erste Halbzeit, machen dann aber zu viele Fehler und verlieren dadurch verdient", fasste WHV-Trainer Christian Köhrmann das Derby zusammen - und schob noch ein kleines Lob hinterher: "Als wir zweite Halbzeit mit zehn Toren hinten lagen, haben die Jungs noch einmal Moral bewiesen und mit Erfolg an einem besserenErgebnis zu arbeiten." Dass die Jadestädter am Ende mit leeren Händen dastanden, lag aber auch an den Grafschaftern, die nach dem 7:7-Zwischenstand (15.) jeden Fehler des Gegners eiskalt bestraften und so bis zur Pause auf 14:9 davonzogen.

Nach dem Wechsel konnten weder Schwolow, noch der gute Torhüter Frederick Lüpke verhindern, dass die Nordhorner ihren Vorsprung immer weiter ausbauten und nach nach 45 Minuten erstmals mit zehn Toren vorne lagen (23:13). Der WHV mühte sich, da Schwolow im Rückraum aber über weite Strecken den Alleinunterhalter spielen musste, fehlte es einfach an der nötigen Durchschlagskraft, um die Grafschafter Defensive und den starker Buhrmester im Tor ernsthaft in Velegenheit zu bringen.

Erst in der Schlussviertelstunde riefen die Jadestädter dann ihr Potenzial wieder ab: Als Evgeny Vorontsov auf 21:25 verkürzte (55.), keimte sogar noch einmal Hoffnung auf - die Nordhorn aber schnell wieder erstickte. So leuchteten am Ende vier Tore Differenz von der Anzeigentafel (23:27), die den derzeitigen Kräfteverhältnissen beider Teams auch gerecht.

HSG Nordhorn-Lingen - W'havener HV 27:23 (14:9)
HSG: Buhrmester (1.-46./12 Paraden/1 Tor), Ravensbergen (ab 46./3); Pöhle 6, Possehl 5, Miedema 4, Smit 3, Vorlicek 3, Seidel 3/1, de Boer 2, Meyer, Zare, Mickal, Terwolbeck, van Lengerich.
WHV: Lüpke (1.-33./7), Doden (ab 33./5); Schwolow 12, Postel 3, Vorontsov 2, Drechsler 2, Kozul 1, Köhler, Ten Velde,  Andrejew, Pust, Lehmann, Schluroff.
Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen
Zuschauer: 2404
Strafwürfe: 2/1 - 2/0
Strafminuten: 10 - 6
Disqualifikation: Leenders (HSG/54.) nach dritter Zeitstrafe