Eigentlich hätte der gestrige Handballabend ein anderes Ende haben sollen. Nach
insgesamt 78 Toren und einem Angriffswirbel beider Teams mit der höchsten
Torausbeute des WHV in dieser Saison wurde zwar gejubelt und gefeiert. Jedoch
fehlte eine Person im Jubelkreis des WHV, denn der nicht nur an diesem Abend
wieder zuverlässige Josip Repusic lag mit Schmerzen in der Kabine und wartete auf
den Krankenwagen. Die schwere Verletzung unseres Rechtsaußen überschattete
das vorletzte Heimspiel und den Heimsieg des WHV.
Vor 921 Zuschauern erzielte in einer schnellen Partie zwar Okke Dröge das erste Tor
der Partie (1:0 0:55), aber die ersten Minuten gehörten den Gästen aus Bissendorf-
Holte. Durch schnelle Rückraumtore in Person von Christian Rußwinkel ging der TVB
nicht nur erstmals in Führung (1:2 4:00), sondern zog leicht auf zwei Tore davon (2:4
7:18). Jedoch konterte unser Team sofort und steigerte sich in der Abwehr, da auch
Konstantin Madert nun ins Spiel kam. Mit einem 3:0 Lauf sorgte Matej Kozul wieder
für die 5:4 Führung (10:05) für unseren WHV. Okke Dröge brachte unsere Jungs
dann erstmals mit zwei Toren in Front (7:5 11:46) und auch in der Folge hielt dieser
Vorsprung über 8:6 (12:06), 9:7 (13:05), 10:8 (14:22) und 11:9 (16:04). Da die WHV
Abwehr weiterhin gut stand und für Ballgewinne sorgte, nutzte unser Angriff die
Chancen eiskalt aus. Ein weiterer 3:0 Lauf brachte eine beruhigende 5 Tore Führung
(14:9 18:12), ehe es nun noch besser kam für unseren WHV. Nach einem Foul an
Tom Frangen bekam Dennis Bormann eine zwei Minuten Strafe, die durch Meckern
zu einer doppelten Zeitstrafe wurde und da es die dritte Zeitstrafe war zur Roten
Karte führte (19:58). Diese 4 Minuten Überzahl wurde zwar zur 16:10 Führung
(20:43) durch Matej Kozul genutzt, jedoch kam es nun für unseren WHV zu einem
bitteren Rückschlag. Fabian Rußwinkel tankte sich durch die WHV Abwehr, blieb am
Arm von Jannes Hertlein hängen und blieb im WHV Kreis liegen. Nach kurzer
Beratung der Schiedsrichter sah Jannes Hertlein die direkte Rote Karte (22:37) und
so stand der WHV für den Rest der Partie ohne Abwehrchef auf der Platte. Jedoch
verkraftete unser Team diesen Verlust gut und hielt nicht nur den Vorsprung (18:12
23:14). Der starke Jonas Schweigart baute den Vorsprung mit einem
Rückraumtreffer erstmals auf sieben Tore aus (20:13 25:40). Bis zur Halbzeit
dominierte weiter der WHV Angriff, so dass es nur dem agilen Gästekreisläufer Albert
Brack vergönnt war für den 22:16 (29:15) Halbzeitstand zu sorgen. 38 Tore zur
Halbzeit versprachen auch für die zweite Halbzeit viel Offensivepower auf beiden
Seiten, zu Mal der WHV die Partie sicher im Griff hatte. Niemand konnte ahnen, dass
der Abend noch dramatisch wurde.
Den Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der WHV nicht wie gewünscht. So
scheiterte man aus gut heraus gespielten Angriffen teils freistehend am TVB Torwart
und die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent. Mit einem 0:3 Lauf kamen die
Gäste durch LukasTamms auf drei Tore heran (23:20 34:19) und im Gästeblock
keimte leichte Hoffnung auf ein Comeback auf. Okke Dröge brachte den WHV mit
24:20 wieder eine vier Tore Führung (34:52), ehe der nächste Rückschlag den WHV
traf. Nach einem Foul an Linksaußen Lukas Tamms sah Jakub Toth die direkte Rote
Karte (35:05) und der WHV verlor seinen zweiten Kreisläufer, zu Mal Duncan Postel
als letzter WHV Kreisläufer mit zwei Zeitstrafen belastet war. Neben der Roten Karte
bekam Bissendorf einen Siebenmeter zugesprochen, jedoch scheiterte Christian
Rußwinkel am eingewechselten Jakub Lefan, der die Nordfrost Arena zum toben
brachte. Diese Parade brachte unseren Jungs extra Schub und man zwang in der
Abwehr die Gäste zu Ballverlusten. Ein wiederum 3:0 Lauf brachte nach einem Tor
von Josip Repusic wieder eine sieben Tore Führung (27:20 38:05) und die erste
kleine Vorentscheidung in der Partie. So hielten nämlich unsere Jungs über 28:21
(39:17), 29:22 (40:10), 30:23 (41:27) und 31:25 (43:26) den beruhigenden Vorsprung
und stellten die Weichen auf den Heimsieg, ehe dann die 48. Minute für Entsetzen
sorgte. So sorgte Josip Repusic mit einem blitzsauberen Tor zum 34:28 für den
WHV, landete jedoch nach dem Wurf auf dem Fuß seines Gegenspielers und blieb
mit lauten Schmerzensschreien liegen. Josip wurde gestützt von Mitspielern in die
Kabine gebracht und der Schock über die schwere Verletzung (Bruch des rechten
Sprunggelenks) blieb den Rest des Abends in der Nordfrost Arena. Der WHV musste
zunächst diesen Schock verdauen, so dass die Gäste wieder bis auf vier Tore (34:30
50:18) herankamen. Jonas Schweigart brachte dem WHV wieder eine fünf Tore
Führung beim 36:31( 52:30), aber die Gäste kämpften weiter. Albert Brack mit
seinem Tor zum 36:33 (53:37) und Lukas Tamms mit seinem Treffer zum 37:34
(54:34) sorgten noch mal für Hoffnung bei den Gästen auf Auswärtspunkte, ehe nun
Konstantin Madert in den Fokus rückte. So hielt er wichtige Würfe von außen und
aus dem Rückraum unter Konsti Konsti Jubelrufen, und der geschrumpfte WHV
Kader nutzte diese Ballgewinne eiskalt aus. Ein 5:0 Lauf brachte, gekrönt von einem
Treffer von Tom Frangen zum 42:34 (58:13) die Entscheidung, und die Nordfrost
Arena zum toben. Unter Standing Ovations sorgte Matej Kozul 12 Sekunden vor dem
Ende für den letzten Treffer zum 43:35 Endstand. Natürlich feierte das Team nach
insgesamt drei Roten Karten und 78 Toren den Heimsieg mit uns, jedoch fehlte
jemand im Jubelkreis in Person von Josip Repusic.
Gute Besserung und eine schnelle Genesung an unsere Nummer 11. Komme
schnell und gesund wieder zurück Josip, denn wir brauchen nicht nur deine
Schnelligkeit, sondern auch deine wichtigen Tore von Rechtsaußen!!!
In einer Woche steht dann das Spiel der Spiele auf dem Programm. In der
ausverkauften Manfred Schmidt Sporthalle kommt es am 18.April 2026 um 19:30 Uhr
dann zum Derbyrückspiel zwischen der HSG Varel und dem WHV. Der WHV will sich
für die Hinspielniederlage revanchieren und wir werden euch dabei lautstark
unterstützen.
Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals