Club 100 Treffen im Nautilus



Mittwoch, den 10. September 2008 um 19:40 Uhr
Am gestrigen Abend fand im Restaurant Nautilus das erste von zwei jährlich stattfindenden Treffen der Mitglieder des Club 100 des Wilhelmshavener HV statt. Dazu hatten sich neben den Sponsoren auch die komplette Mannschaft nebst Betreuern und Trainern, der WHV- Vorstand mit seinem Präsident Horst Bartels und Oberbürgermeister Eberhard Menzel im Nautilus eingefunden. Zudem hatte der WHV Stefan und Matthias Herzog von der Herzog-Akademie eingeladen, die einen Vortrag zum Thema: „Der Aufstieg geht nur über uns.“ halten sollten.

Zunächst richtete WHV- Präsident Horst Bartels das Wort an die Gäste. Nach der Begrüßung ging Horst Bartels noch einmal auf die letzte Saison ein und betonte, dass sicherlich einer der Hauptgründe für den Abstieg auch in der hohen Anzahl der Verletzungen zu finden war, wodurch der ohnehin schon begrenzte Kader noch weiter strapazierte wurde. So bedauerte nicht nur er, sondern sicherlich auch alle anwesenden Gäste, den Abstieg und wünschten sich nichts sehnlicher als die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Jedoch muss man sich nun halt mit der 2. Bundesliga abfinden, wobei man sich in dieser schon im ersten Spiel profilieren konnte und den ersten Sieg errang, zudem er noch einmal rückwirkend gratulierte. So hofft er, dass mit Klaus-Dieter Petersen als Hoffnungsträger der Region auch weiterhin mit Elan in die Zukunft durchgestartet wird.
Im weiteren Verlauf der Rede wurde dann auch die finanzielle Seite beim Wilhelmshavener HV angesprochen. So hat Horst Bartels in der ersten Saison in der ersten Bundesliga zunächst die noch vorhandenen Altlasten getilgt und dann in den folgenden Jahren jeweils 200.000 Euro pro Jahr dem WHV zur Verfügung gestellt. Jedoch sollten am Ende mehr als die zugesagten Mittel von Seiten Horst Bartels dem WHV beigesteuert werden, da Spitzensport nicht leicht auszumachen ist, was sich beispielsweise anhand von der Verpflichtung von neuen Spielern aufgrund von Verletzungen im Kader zeigt. Somit hat Horst Bartels in den vergangenen fünf Jahren nicht, wie ursprünglich angedacht, 1 Millionen Euro, sondern insgesamt 4 Millionen Euro dem WHV beigesteuert, wodurch er gleichzeitig maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der WHV in der 1. Bundesliga blieb.
In der 2. Liga kann dieses jedoch aus seiner Sicht nicht so weiter gehen, so dass man sich neu besinnen muss und die Last auf mehrere Schultern verteilen muss, wobei er nach wie vor auch seinen ursprünglichen Beitrag von 200.000 Euro pro Jahr beisteuert. In diesem Zusammenhang bedankte sich der WHV- Präsident zudem dafür, dass auch die Großsponsoren in der 2. Bundesliga uneingeschränkt ihren Beitrag beibehalten haben und damit den WHV weiterhin unterstützen.
Auch im Hinblick auf die Organisation im Verein wurde von Seiten Horst Bartels Stellung bezogen. So hatte der WHV- Präsident die gesamten Anteile der WHV- Sportmarketing GmbH übernommen. Diese hat er nun in der letzten Woche wieder an den Verein zurückgegeben, so dass nun nicht nur alles wieder beim Verein liegt, sondern auch dadurch kein Präsidium mehr notwendig ist. Daher trat Horst Bartels als WHV- Präsident zurück. Zukünftig wird der WHV durch einen Aufsichtsrat geführt, in dem Horst Heitmann den Vorsitz übernimmt. Als 2. Vorsitzender steht ihm Wilfrid Adam zur Seite. Daneben umfasst der Aufsichtsrat noch die Mitglieder Rolf Janshen, Gerd-Joachim Grom, Günter Schulz, Heino Meenken, Rolf Brandstrup und Horst Bartels. Der Aufsichtsrat wird zudem weiterhin durch den Geschäftsführer Carsten Dietz und Manager Dieter Koopmann unterstützt.
Abschließend wünschte Horst Bartles sowohl dem neuen Aufsichtsrat als auch der Mannschaft viel Erfolg und gab dem Team als Ziel einen Platz unter den ersten fünf aus.
Als nächster Programmpunkt stand dann die Vorstellung der Mannschaft an, wo Hallensprecher Stephan Reiners den Gästen und Sponsoren jeden einzelnen Spieler und jedes Teammitglied kurz vorstellte.
Hieran schloss sich nun eine kurze Rede vom Oberbürgermeister Eberhard Menzel an, der noch einmal betonte, dass der WHV in den vergangenen sechs Jahren in der 1. Bundesliga auch unter schwierigen Bedingungen eine tolle Leistung gezeigt hat. Zudem zollte der Oberbürgermeister Horst Bartels Respekt für die erbrachten Leistungen. So freut sich Eberhard Menzel auf die neue Saison in der 2. Bundesliga und griff dabei, den zuvor von Klaus-Dieter Petersen formulierten Satz: „Der Aufstieg geht nur über uns.“ noch einmal auf. Zum Abschluss der Rede betonte der Oberbürgermeister, dass nicht nur die Stadt Wilhelmshaven Zukunft hat, sondern auch der WHV mit einem soliden wirtschaftlichen Hintergrund eine sportliche Zukunft hat.
Hiernach richtete Manager Dieter Koopmann noch das Wort an die Gäste. Dabei bedankte sich der WHV- Manager bei den Sponsoren und dem gesamten Vereinsumfeld (Team, Aufsichtsrat, ehrenamtliche Helfer) für das Engagement und leitete dann zum letzten offiziellen Programmpunkt, nämlich dem Vortrag von der Herzog-Akademie unter dem Thema: „ Der Aufstieg geht nur über uns“ über. Matthias und Stefan Herzog arbeiten im Bereich Mentaltraining nicht nur mit Firmen und Unternehmen, sondern auch mit Sportvereinen zusammen. Neben Hockeyvereinen gehören auch Handballvereine, wie der WHV dazu, der bereits im Hochseilgarten in Eckernförde mit beiden zusammen gearbeitet hat. Dabei schauen beide von aussen auf den betreffenden Verein oder Firma und geben dann Tipps, wie jeder einzelne noch mehr aus sich herausholen kann. Dabei steht die gesamte Arbeit unter dem Motto: „gut sein, wenn’s drauf ankommt.“ Dabei setzte sich der nun folgende Vortrag aus mehreren Übungen zusammen, die jeweils einzelne Bereiche wie Wahrnehmung, Visualisierung oder Stress zum Oberthema hatten und an denen die anwesenden Gäste aktiv teilnahmen.
So sei hier als Beispiel nur die Übung zur Wahrnehmung zu nennen, wo vier Rechenaufgaben an eine Tafel geschrieben wurden. Eine von diesen war falsch, worauf sich sofort alle fixiert hatten. Jedoch hatten alle nicht sofort bemerkt, dass die anderen drei Antworten (75 Prozent) richtig waren, da die Wahrnehmung bevorzugt auf die negativen Seiten aufmerksam macht. Daher kommt man zu dem Schluss: „Wir lernen nicht Leistung zu erzielen, sondern Fehler zu vermeiden!“ So jammern z.B. die Fans über einen Fehlwurf eines Spielers, sehen dabei aber nicht die vorherige Leistung (80 Prozent) des Spielers. Daher kann man die Menschen in die 75er (positiv denkend) und 25er(negativ denkend) einteilen, wobei jeder täglich entscheiden kann, zu welcher Gruppe er gehört. So gibt es nämlich viele Dinge, wie z.B. einen Stau, die man nicht ändern kann, aber man kann selbst entscheiden, wie man mit ihnen umgeht (Tipp von Herrn Herzog: einfach im Stau eine rote Nase aufsetzen und auf die Reaktionen warten).
Zum Abschluss des Vortrages wurde dann Bastian Rutschmann bei der Stuhlübung von vier freiwilligen Damen mit Hilfe ihrer Zeigefinger und einer mentalen Technik zunächst einen Meter in die Luft gehoben und als Steigerung von einem Stuhl zu einem anderen getragen, womit dann ein interessanter und in Teilen auch sehr lustiger Vortrag endete.
Beim anschließenden Essen vom Büffet klang dann das Club 100 Treffen mit Gesprächen zwischen Sponsoren und Spielern langsam aus, wobei die anwesenden Sponsoren sicherlich den ein oder anderen neuen Kontakt geknüpft oder alte Kontakte erneuert bzw. vertieft haben. Zudem erfuhren die Mitglieder des Club 100 sicherlich auch einiges von den anwesenden Spielern, die am Samstag im Heimspiel gegen den SV Anhalt Bernburg sicherlich alles daran setzen werden, den ersten Heimsieg zu erringen.
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 01. November 2008 um 12:03 Uhr
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