Am Sonntagabend stand für unseren WHV bei der gastgebenden TSG A-H Bielefeld der lang ersehnte Saisonauftakt auf dem Programm. Trotz einer langen Verletztenliste, die fast noch durch den Ausfall von Arman Ikanovic (Magenprobleme am Samstag) verlängert worden wäre, hatte der WHV sogar die Chance, mit zwei Punkten an die Nordsee zurückzukehren.
Doch zu viele eigene Fehler im Angriff verhinderten den Punktgewinn – auch wenn die letzten fünfzehn Minuten außergewöhnlich waren.Vor 500 Zuschauern, darunter sieben lautstarke WHV-Fans, sorgte Duncan Postel für die erste Führung der Saison (0:1, 0:36), die jedoch prompt von Simon Strakeljahn zum 1:1 egalisiert wurde. Bis zum 3:3 (5:06) blieb die Partie ausgeglichen, ehe sich die TSG – begünstigt durch technische Fehler des WHV – erstmals auf zwei Tore absetzen konnte (5:3, 9:16). Zwar verkürzte Jonas Schweigart auf 5:4 (9:35), doch die Gastgeber bauten ihren Vorsprung weiter aus. Großen Anteil daran hatte Torhüter Mustafa Wendland, der dem WHV-Angriff mit starken Paraden den Zahn zog. Im Gegenzug traf vor allem Rückraumschütze Simon Strakeljahn zuverlässig. So ging die TSG zwischenzeitlich mit fünf Toren in Führung (9:4, 15:39) und erhöhte sogar auf 13:7 (21:22).Der WHV kämpfte sich zwar zurück, lag aber in der 22. Minute weiterhin deutlich hinten (14:8).
Dann kam die Wende: Jakub Lefan hielt spektakulär und gab der Abwehr Sicherheit. Angetrieben von Jonas Schweigart und Jan Bennet Behrends verkürzte der WHV Tor um Tor bis zum 14:13 (28:59). Der Ausgleich blieb jedoch aus – ein Fehler wurde eiskalt zum 15:13 (29:36) Halbzeitstand bestraft.
Nach der Pause starteten die Gastgeber besser und zogen wieder auf vier Treffer davon (17:13, 33:50). Zwei schnelle Tore von Behrends brachten den WHV jedoch zurück (17:15, 34:46), und auch das erste Saisontor von Jakub Tóth zum 18:16 (35:27) hielt den Anschluss. Doch wie schon in Halbzeit eins verhinderten Fehler und Wendland im TSG-Tor eine Wende. Über 20:16 (37:49), 23:18 (40:23) und 26:20 (45:58) baute Bielefeld den Vorsprung auf sechs Treffer aus.
Ein Torwartwechsel sollte die Partie noch einmal drehen: Konstantin Madert kam ins Spiel und avancierte zur Wand. Er entschärfte in einer unglaublichen Serie Wurf um Wurf, während vorne Ikanovic und Behrends das Team heranbrachten. Elf Minuten lang blieb die TSG ohne Tor, sodass Behrends kurz vor Schluss auf 27:25 (58:40) verkürzte. Der Ausgleich lag in der Luft, doch erneut verhinderten Fehler die Sensation. Stattdessen traf Thore Oetjen zum 28:25 (59:35), ehe Ikanovic 17 Sekunden vor dem Ende den 28:26-Endstand markierte.
Am Ende bedankte sich unser Team bei uns Fans für die Unterstützung. Heute wäre sicher mehr drin gewesen – doch die Fehlerquote war einfach zu hoch, um die starke Schlussphase mit Punkten zu belohnen.
Am 30.08.2025 geht es weiter: Dann empfängt der WHV um 18:00 Uhr zum Heimspielauftakt den ASV Hamm-Westfalen – und damit auch ein Wiedersehen mit Alexander Coßmann.
Euer Tobias Manick
WHV-Fanclub Jade-Seals