Am heutigen Samstagabend stand für unseren WHV das erste Heimspiel auf dem Programm. Gegen den großen Favoriten ASV Hamm-Westfalen sollte es nicht zu einer Überraschung reichen, da die Gäste ihre großen Qualitäten – gerade im Rückraum – eindrucksvoll ausspielten.
Jedoch kämpfte unser dezimierter Kader bis zum Ende und hielt größtenteils gut in der Partie mit, auch wenn man nie in die Nähe eines Sieges kam.Vor 878 Zuschauern erwischte unser Team einen schlechten Start, da der ASV jeden WHV-Fehler sofort eiskalt bestrafte. Der nicht zu bremsende Niklas Gautzsch (am Ende 10 Tore) brachte die Gäste mit 0:3 in Front (2:22), ehe Jonas Schweigart (ebenfalls 10 Tore) für den ersten WHV-Heimtreffer der Saison beim 1:3 (3:33) sorgte. Jedoch beeindruckte das die Gäste wenig, und der gute Torwart Ivan Budalic konnte sich beim 1:5 mit einem Wurf ins leere Tor (5:21) sogar in die Torschützenliste eintragen. Zwar kamen unsere Jungs etwas heran (3:5, 6:43), aber die Gäste behielten weiter das Heft in der Hand bis zum 5:8 (11:03). Dann sollte auch die Vorentscheidung im Spiel fallen: Eine weiterhin zu hohe Fehlerquote im WHV-Angriff gegen eine stark spielende 6:0-Abwehr der Gäste, gepaart mit Paraden von Budalic, brachte Hamm Ballgewinne, die mit einfachen Rückraumtoren – wiederum von Niklas Gautzsch – bestraft wurden.
So zog Hamm mit einem 0:5-Lauf vorentscheidend davon (5:13, 15:39) zur Freude der mitgereisten Gästefans.Auch in der Folge hatte der Vorsprung der Gäste über 7:15 (18:12), 8:16 (19:09), 10:17 (21:25) und 12:18 (24:44) Bestand, da die Gästeabwehr gut stand und vorne im Angriff der Rückraum von Hamm vom starken Spiel des bulligen Jan Brosch am Kreis profitierte. Jedoch versuchte der WHV alles, zwang den ASV zu Fehlern und kam wieder etwas heran (15:20, 28:06). Eigene Fehler verhinderten jedoch eine weitere Aufholjagd – vielmehr sorgte Jan Brosch mit der Halbzeitsirene für eine Sieben-Tore-Führung der Gäste (16:23). Schon jetzt zeigte Hamm seine große Qualität, insbesondere durch die 1. und 2. Bundesliga erfahrenen Jan Brosch, Niklas Gautzsch und Ivan Budalic, was sich auch in der zweiten Halbzeit fortsetzen sollte.
Der Beginn der zweiten Halbzeit ging ebenfalls an den ASV, der zunächst von einem verworfenen Siebenmeter von Jonas Schweigart profitierte und sich auf 16:25 (31:38) weiter absetzte. Aber der WHV zeigte Moral, und unsere Jungs kamen – auch dank des guten Josip Repusic – wieder beim 19:25 (35:09) heran. Einer weiteren Wende standen jedoch zu viele Fehlwürfe im Weg, die der ASV wiederum eiskalt bestrafte. So blieb Hamm dank leichter Rückraumtore über 20:26 (36:17), 22:28 (40:31), 22:30 (42:57) und 25:31 (48:28) am Drücker. Unsere Jungs kämpften zwar weiter, kamen jedoch trotz Unterstützung der Nordfrost-Arena nicht näher als fünf Tore beim 27:32 (50:26) heran.
Die individuelle Klasse der Gäste war an diesem Abend einfach zu groß, da man sich in der Schlussphase im rechten Rückraum durch Tore von Andreas Bornemann wieder auf sieben Tore absetzte (28:35, 53:07). In den letzten Minuten der Partie unterliefen dem WHV dann zu viele technische Fehler, die der ASV durch Rechtsaußen Carl Gabrielsson per Tempogegenstöße bestrafte. So erzielte selbiger auch die höchste ASV-Führung (neun Tore) beim 29:38 (58:20), ehe Josip Repusic 18 Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter für den 30:38-Endstand sorgte.Am Ende steht somit die zweite Saisonniederlage zu Buche, die durch den größeren und stärkeren Kader des ASV Hamm-Westfalen zu erklären ist. Jedoch zeigten unsere Jungs trotz kleinem Kader Moral und kämpften über 60 Minuten verbissen um Anschluss.
Schön herausgespielte Tore, oft durch unsere Flügelzange Josip Repusic und Tom Frangen, gepaart mit dem Dauerkämpfer Duncan Postel, sorgten für Jubel in der Nordfrost-Arena. Auch Arman Ikanovic sowie Jakub Toth zeigten auf, dass man in der Saison noch viel Freude mit ihnen haben wird.
Am nächsten Samstag geht es nun für unsere Jungs auswärts weiter, wenn man um 18:00 Uhr bei der gastgebenden Handball Lippe II antritt. Sicherlich möchte man dann mit den ersten beiden Punkten der Saison an die Nordsee zurückkehren.
Ihr Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals