Letztes Heimspiel endet mit großer Überraschung


Nach dem grandiosen 24:34 Derbysieg in Varel und einem der besten Spiele der Saison standen die Vorzeichen gestern Abend auf einen sicheren Heimsieg, da mit
dem Tabellenletzten ATSV Habenhausen die seit 22 Spielen sieglose Mannschaft an
die Jade reiste. Was sich dann jedoch gerade in der zweiten Halbzeit abspielte,
brachte Entsetzen in die Gesichter der WHV Fans, sodass am Ende völlig
überraschend Habenhausen einen verdienten Auswärtssieg ausgelassen feierte.
Hiervon ahnten die Zuschauer vor Spielbeginn noch nichts, auch wenn zum
verletzten Trio Jan Bennet Behrends, Josip Repusic und Tom Frangen sich auch
noch Jannes Hertlein (Handverletzung) hinzu gesellte, die gemeinsam mit dem Rest
des Teams die Verabschiedung von Kreisläufer Jakub Toth erlebten.
Vor 986 Zuschauern erwischte nämlich der WHV einen perfekten Start. Konstantin
Madert hielt die ersten vier Würfe der Gäste, darunter einen Siebenmeter und vorne
wurden die Chancen gut genutzt. So führte unser Team nach einem Treffer von
Duncan Postel mit 3:0 (5:08) und hielt auch beim 4:1 (6:22) durch Okke Dröge diesen
Vorsprung. Jedoch schlichen sich schon jetzt einige Fehler in das Angriffsspiel des
WHV, die die Gäste sofort nutzen konnten. So sorgte der gute Jannis Hoff mit einem
Rückraumtor für den 4:4 Ausgleich (9:51), was jedoch den WHV wenig beeindruckte.
Da auch Habenhausen viele Fehler im Angriffsspiel produzierte, zog der WHV wieder
mit zwei Toren dank des starken Jonas Schweigart (6:4 12:09) leicht davon. Über 8:6
(14:32) wuchs der WHV Vorsprung nach einem Siebenmetertor von Matej Kozul
wieder auf drei Tore an (10:7 17:01). Aber die Gästen blieben auch dank einer gut
stehenden Abwehr in Schlagdistanz, sodass WHV Neuzugang Marek Skwarczynski
die Gäste wieder bis auf ein Tor heranbrachte (10:9 18:39). Auch in der Folge blieb
es zunächst eng (11:10 21:39), ehe wiederum Jonas Schweigart den WHV, auch
dank Paraden von Konstantin Madert, wieder mit drei Toren (13:10 23:39 und 14:11
26:06) in Führung brachte. Jedoch wuchs der WHV Vorsprung bedingt durch
Ballverluste nicht an, vielmehr zeigte Marek Skwarczynski seine Eins gegen Eins
Stärke eindrucksvoll auf und brachte 50 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit
Habenhausen wieder mit einem Tor heran (14:13). Jedoch hatte der WHV noch
einen Angriff und mit der Schlusssirene sorgte Jonas Schweigart für den 15:13
Halbzeitstand. Eigentlich hätte der WHV höher führen müssen, da Konstantin Madert
gut im Spiel war, aber die Fehlerquote im Angriff war schon zu diesem Zeitpunkt zu
hoch. Niemand konnte ahnen, dass der Abend sich noch komplett ändern sollte.
Den Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der WHV überhaupt nicht. Nach zwei
Fehlwürfen glich Jannis Hoff zum 15:15 (32:10) aus und die Partie war wieder eng.
Auch in der Folge blieb die Partie zunächst ausgeglichen, ehe die Gäste dank einer
weiterhin starken Abwehr durch einen Treffer von Caio Pogorzalski erstmals in
Führung gingen (16:17 39:35). Zwar glich der WHV postwendend aus und hielt die
Partie beim 18:18 (41:14) ausgeglichen, jedoch stotterte der WHV Angriff erheblich.
Abspielfehler und Fehlwürfe prägten das Spiel und die Gäste witterten ihre Chance
und zogen dank Marek Skwarczynski erstmals mit zwei Toren davon (18:20 42:58).
Auch in den folgenden Minuten hielt der Vorsprung über 19:21 (43:53) und 20:22
(44:48) und Entsetzen machte sich in der Nordfrost Arena breit. Da aber auch
Habenhausen Fehler im Angriff produzierte, kam der WHV zurück und glich unter
dem Jubel der Nordfrost Arena zum 22:22 (47:01) durch Duncan Postel aus. Auch
eine doppelte Unterzahl überstand nun der WHV schadlos und war beim 23:23
(50:31) nach einem Siebenmetertor von Matej Kozul trotz vieler Fehler noch auf Kurs
Heimsieg. Jedoch sollte nun die Vorentscheidung fallen. Der WHV Angriff fand kaum
Mittel gegen die kompakte 6:0 Abwehr der Gäste, produzierte Abspielfehler und
scheiterte zudem oft an Azeez Oyewusi im ATSV Tor. Die Gäste nahmen die
Geschenke gerne an und zogen über 23:25 (51:49) durch Niklas Mühlenbruch
erstmals mit drei Toren beim 23:26 durch Jonas Millahn (53:58) davon. Die
Überraschung nahm immer mehr Form an und die Nordfrost Arena wurde immer
stiller. Habenhausen ließ sich nicht mehr stoppen und ein 0:4 Lauf von 24:27 (55:30)
auf 24:30 (58:45) besiegelte die faustdicke Überraschung. Zwar sorgte Rene
Drechsler für den finalen 25:30 Treffer (59:37) und damit letztem Heimspieltor,
jedoch überwogen dann die enttäuschten und fassungslosen Gesichter der
Zuschauer, die fest mit einem Heimsieg im letzten Heimspiel der Saison gerechnet
hatten.

Auf der anderen Seite jubelte Habenhausen ausgelassen und völlig zurecht
über die Punkte 4 und 5 der Saison, die man sich dank einer tollen Einstellung
redlich verdient hatte. Das einzig Gute aus WHV Fansicht war sicherlich, dass WHV
Neuzugang Marek Skwarczynski mit acht Toren seine Qualitäten toll aufzeigte und
man sich in der neuen Saison auf eine sehr gute Verstärkung im Kader freuen darf.

In einer Woche steht dann das letzte Spiel der Saison auf dem Programm. Hierbei
reist der WHV am 2.Mai um 19:00 Uhr zum abstiegsbedrohten GWD Minden II und
wird sicherlich ein anderes Gesicht zeigen müssen, um sich mit einem Auswärtssieg
in die Sommerpause zu verabschieden.

Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals