Am gestrigen Samstagabend stand das Derby in der Region auf dem Programm, als
unser WHV in der heimischen Nordfrost Arena auf die HSG Varel traf. Auch dieses
Spiel lieferte wieder Geschichten für die Derbyhistorie, in die sich aus WHV Sicht
zwei Spieler maßgeblich eintrugen und mit dazu beitrugen, dass unsere Jungs am
Ende ausgelassen als Derbysieger gefeiert wurden.
Schon vor dem Spiel merkte man die besondere Atmosphäre dieses Duells, da von
Minute zu Minute sich nicht nur die Arena füllte, sondern auch die Vorfreude und
Spannung auf Spieler- und Fanseite zunahm. Spätestens als aus dem prall gefüllten
Gästeblock die legendäre Luftschutzsirene erklang, wusste jeder, dass das Derby
und Einlaufen der Spieler kurz bevorstand.
Vor 1721 Zuschauern sorgte dann Oskar Jakobsen Egsgaard nicht nur für das 0:1,
sondern auch für erstmaligen Jubel im Gästeblock. Aber der WHV konterte
postwendend und Marek Skwarczynski glich zum 1:1 (1:21) aus. Auch in der Folge
blieb das Derby nicht nur temporeich, sondern auch ausgeglichen. Angetrieben von
beiden Fanlagern blieb die Partie über 2:2 (3:09), 4:4 (7:55) und 5:5 (9:43) offen, ehe
Tom Frangen den WHV erstmals in Führung warf (6:5 11:02) und die Arena tobte.
Der wiederum starke Duncan Postel sorgte vom Kreis für die erste zwei Tore
Führung des WHV (7:5 14:32), die sogar in der Folge noch wachsen hätte können.
Jedoch standen ein Ballverlust sowie ein gehaltener Siebenmeter von Frederick
Lüpke gegen Matej Kozul selbigem im Weg. Hierdurch konnte Varel durch Jannik
Bruhnken wieder auf 7:6 (16:39) verkürzen. Unser Team beeindruckte das wenig,
hinten stand die Abwehr gut und vorne wurden die sich bietenden Chancen genutzt.
So sorgte Jan Bennet Behrends für die erste drei Tore Führung (9:6 18:03) und in
den folgenden Minuten blieb der WHV am Drücker. Über 10:7 (18:45) wurde auch
dank Paraden von Jakub Lefan der Vorsprung auf vier Tore ausgebaut (12:8 22:12).
Nach dem Treffer von Matej Kozul zum 13:9 (23:22) deutete vieles auf eine klare
Halbzeitführung des WHV, zumal kurze Zeit später Arek Blacha eine zwei Minuten
Strafe erhielt (24:28). Selbiges weckte nicht nur den Vareler Fanblock auf, sondern
auch die HSG. Der nun zwischen den Pfosten stehende Felix Legermann hielt
gerade von Außen freie Bälle des WHV und vorne wurden die Ballgewinne eiskalt
genutzt. So verkürzte mit einem 0:3 Lauf Joel Hoppe auf 13:12 (26:51) und der
Gästeblock tobte. Zwar unterband Duncan Postel kurz den HSG Lauf (14:12 27:04),
aber Brent Riksten antwortete sofort mit dem 14:13 (27:28). Das Momentum kippte
komplett, als nach einer weiteren Legermann Parade Niklas Bachmann 2 Sekunden
vor dem Halbzeitpfiff von Rechtsaußen zum 14:14 Halbzeitstand traf. Leichtes
Entsetzen war dann im WHV Fanlager zu vernehmen, wo hingegen der HSG
Fanblock lautstark die Mannschaft in die Kabine begleitete. Schon jetzt bot das
Derby alles was man sich im Vorfeld erhoffte mit Emotionen, lautstarken Fanlagern,
tollen Toren, La Ola Welle und es sollte auch in der zweiten Hälfte nicht anders
werden.
Den Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der WHV perfekt und zog mit einem 2:0
Lauf auf 16:14 (31:51) leicht davon. Auch in der Folge hielt der knappe WHV
Vorsprung über 17:15 (32:15), 18:16 (33:31) und 19:17 (34:19), da der Angriff wieder
zielstrebiger agierte. Jedoch blieb die HSG im Spiel und bestrafte jeden WHV Fehler
eiskalt. So glich nicht nur Niklas Bachmann zum 19:19 aus (35:45), sondern der
starke Joel Hoppe brachte Varel dann wieder in Führung (19:20 37:29). Diese hielt
jedoch nur Sekunden Bruchteile, da angetrieben von uns Marek Skwarczynski sofort
zum 20:20 (37:58) traf und zudem auch den WHV wieder mit 21:20 (39:02) in
Führung brachte. In der Folge wuchs der WHV Vorsprung, sehr zur Freude von uns,
wieder an, was an zwei Spielern lag, die nun dem Spiel den Stempel aufdrückten. So
war der ins Tor gerückte Levin Stasch sofort mit teils spektakulären Paraden zur
Stelle und vorne übernahm Jan Bennet Behrends Verantwortung. So fand er Lücken
in der HSG Abwehr und überwand den wieder ins Tor zurückgekehrten Frederick
Lüpke. Mit drei Toren in Folge brachte Jan Bennet den WHV wieder mit drei Toren in
Führung (24:21 43:08) und die Nordfrost Arena tobte. Die drei Tore Führung hielt
auch dank der Treffsicherheit von Okke Dröge in der Folge über 25:22 (46:08), 26:23
(46:51) und 27:24 (47:31), ehe sogar Duncan Postel unsere Jungs mit vier Toren in
Führung brachte (29:25 50:05). Das Spiel bog langsam auf die Zielgerade ein und
Varel kämpfte sich wieder zurück. Dank Ballgewinnen verkürzten Brent Riksten zum
29:27 (51:24) und Joel Hoppe zum 29:28 (51:58), und die HSG war wieder zurück im
Spiel. Kippte die Partie? Nein, Levin Stasch sorgte wieder mit Paraden für Freude im
WHV Fanlager, gefeiert mit Levin, Levin Rufen und vorne sorgte Marek Skwarczynski
wieder für eine drei Tore Führung (31:28 55:08) des WHV. Zwar verkürzte Joost
Sanders vom Kreis zum 31:29 (56:00), aber nun rückte Jan Bennet Behrends wieder
in den Fokus. Mit starken Unterarmwürfen sorgte er nicht nur für das 32:29 (56:40)
und 33:29 (57:12), sondern warf, eingeleitet durch eine Parade von Levin Stasch,
auch das mit vor entscheidende Tor zum 34:30 (57:36) mit im Anschluss
ausgelassenem Jubel zu uns Fans. Aber Varel gab nicht klein bei, stellte auf
Manndeckung um und Noah Duris verkürzte von Linksaußen auf 34:32 (58:35). Die
Entscheidung fiel dann in der Schlussminute, als Matej Kozul eiskalt blieb und vom
Siebenmeterstrich für das 35:32 (59:03) sorgte und die Ampel auf Derbysieg stellte.
Unter Derbysieger Derbysieger Rufen sorgte Duncan Postel für den 37:34 Endstand
(59:46) und die Feier in der Nordfrost Arena begann. Beleg für das Tempo im Spiel
ist auch die Schlussminute, wo innerhalb von 43 Sekunden fünf Tore fielen und mit
insgesamt 71 Toren sicherlich dieses Derby als torreichste in die Geschichtsbücher
eingeht.
In der Nordfrost Arena sah man dann in enttäuschte Gästespieler und Fans
und auf der anderen Seite ausgelassene jubelnde WHV Spieler und Fans, die sich
für die tolle Stimmung per La Ola Welle bedankten und sich für die letzt jährige
Derbyniederlage revanchierten. DANKE JUNGS FÜR DEN DERBYSIEG UND 60
MINUTEN KAMPF WILLE UND HERZBLUT FÜR DEN WHV!!!
Derbysiege sind nun mal die schönsten Siege und dieser Sieg war eine
geschlossene Leistung aller Jungs, sei es der um jeden Ball kämpfende Tom
Frangen, der wieder einmal emsige kämpfende Duncan Postel oder auch die
treffsicheren Marek Skwarczynski und Okke Dröge. Jedoch sollte man gestern zwei
Spieler besonders hervorheben. Die Durchschlagskraft und Treffsicherheit von Jan
Bennet Behrends in wichtigen Situationen und die Paraden von Levin Stasch,
insbesondere gegen freie Würfe der Vareler vom Kreis und Außen, sollten hier
nochmals hervorgehoben werden, da sie wichtige Anteile am Derbysieg hatten.
Am nächsten Samstag stehen unsere Jungs vor einer schwierigen Auswärtshürde
und Premiere. So reist man am 17.Oktober um 19:00 Uhr zum starken Aufsteiger
Sportfreunde Loxten, wo unsere Jungs erstmals in der Sparkassen Arena antreten.
Sicherlich möchten unsere Jungs dann ihren Lauf und ihre gute Auswärtsbilanz mit
einem weiteren Auswärtssieg ausbauen.
Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals