Für solche Spiele, wie es gestern das Derby gegen die HSG Varel war, spielt man
als Spieler Handball bzw. fiebert man als Fan von der Tribüne mit. Emotionen,
Diskussionen, Hitze, Tore, Paraden und am Ende ein verdienter Sieger in Form des
WHV, der den Gastgebern der HSG Varel klar die Grenzen aufgezeigt hat. Dabei
waren die Vorzeichen aus Sicht des WHV nicht die Besten, denn neben Jan Bennet
Behrends und Josip Repusic muss der WHV bis zum Saisonende auch auf
Linksaußen Tom Frangen (Handverletzung) verzichten. Trotzdem zeigte der
Minikader des WHV, getragen von den lautstarken Gästefans, einen emotionalen
und starken Auftritt, wobei die Abwehr mit dem überragenden Jakub Lefan zum
Matchwinner wurde.
Schon vor Beginn der Partie merkte man das Knistern in der Manfred Schmidt
Sporthalle, die sich immer mehr füllte, um am Ende mit ausverkauften 900
Zuschauern den Rahmen für das Derby zu liefern. Schon das Einlaufen beider
Teams brachte Gänsehaut, wobei „Anheizer“ Matej Kozul den zahlenmäßig kleineren
aber lautstarken Gästeblock erstmals zum ausflippen brachte und damit die
Marschroute festlegte. Das erste Tor der Partie besorgte Matej Kozul per
Siebenmeter (0:1 1:27) mit anschließendem Faustjubel zu uns in den Gästeblock und
es sollte nicht der letzte Jubel werden. Zwar glich Noah Duris postwendend zum 1:1
aus (2:05), aber der WHV konterte sofort. Da Jakub Lefan gleich im Spiel war,
brachte Jonas Schweigart unsere Jungs erstmals mit zwei Toren in Führung (1:3
4:28), die durch ein Tor von Okke Dröge auf drei Tore wuchs (2:5 6:45). Aber Varel
kämpfte sich zurück und verkürzte durch den guten Evgeny Vorontsov per
Siebenmeter auf 4:5 (9:02). Den WHV beeindruckte das wenig, da die Abwehr
weiterhin gut stand und Jakub Lefan mit Paraden zur Stelle war (mit Jakub Jakub
Rufen anschließend gefeiert). Die Ballgewinne nutzte unser Angriff, lautstark
angetrieben von uns, um nach einem 0:3 Lauf auf 4:8 (12:00) leicht davon zu ziehen.
Der agile Nicholas Beck verkürzte zwar für Varel auf 6:9 (14:41), aber unser Team
konterte postwendend und Duncan Postel brachte den WHV erstmals mit fünf Toren
in Führung (6:11 15:42). Auch in den folgenden Minuten hielten unsere Jungs das
Heft in der Hand, ließen sich nicht durch hitzige Situationen oder einem Cut am Auge
(Duncan Postel, der fortan mit Turban spielte) aus dem Konzept bringen. Auf die
Abwehr war weiterhin Verlass und vorne wurden die Chancen konsequent genutzt.
So sorgte Rene Drechsler für das 9:15 (24:24) und der Gästeblock bebte. Auch bis
zur Halbzeit änderte sich nichts am Spielgeschehen. Der WHV hatte die Partie im
Griff und über 11:16 (27:59) sorgte schließlich Jonas Schweigart mit seinem Tor für
den 12:17 (29:23) Halbzeitstand und glückliche Gesichter im Gästebock. Unsere
Jungs führten verdient, basierend auf einer starken Abwehr, es blieb nur die Frage:
Halten beim Minikader die Kräfte bis zum Ende?
Den Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der WHV perfekt. So schwächte sich
Varel sofort mit der zweiten Zeitstrafe von Kai Schildknecht (31:43) und der WHV
nutzte die Überzahl eiskalt aus. Nach einem Treffer von Liam Vogt führte unser
Team erstmals mit sieben Toren (12:19 32:42) und die Hoffnungen auf den
Derbysieg wuchsen schon im Gästeblock. Die Hoffnungen wurden auch in der Folge
immer größer, da Varel kaum Antworten im Angriff fand und der WHV Vorsprung hielt
(14:20 35:03). Auch eine doppelte Unterzahl des WHV konnte die HSG nicht nutzen,
da der WHV weiter stark aufspielte und auch in der 41. Minute beruhigend mit 16:22
führte. Sinnbild für das gestrige Spiel war sicherlich die 42. Minute. Arek Blacha
kassierte eine zwei Minuten Strafe wegen meckerns und nach einem Foul an Mislav
Trninic musste Jan Derk Janßen für zwei Minuten auf die Bank und der WHV bekam
einen Siebenmeter. Matej Kozul scheiterte an Freddy Lüpke und die Halle bebte. Die
Heimfans hofften auf die Wende, jedoch hielt in die Freddy Freddy Rufe hinein Jakub
Lefan den Ball und Matej Kotzul traf ins leere Vareler Tor zum 16:23 (43:10) mit
anschließenden Doppelfaustjubel zu uns. Immer mehr nahm der Derbysieg Konturen
an, auch als Mislav Trninic zum 17:25 (45:10) traf. Letzte Zweifel beseitigte dann die 48. Minute. So zog Jannes Hertlein in der Abwehr ein Stürmerfoul (bejubelt unter
Jannes Hertlein Rufen von uns) und selbiges versuchte dann auch Kai Schildknecht
im Gegenangriff. Jedoch wurde das zu stark nach hinten fallen von den guten
Schiedsrichtern mit einer zwei Minuten Strafe geahndet, so dass der Abend für ihn
nach der dritten Zeitstrafe (Rote Karte) beendet war. Der WHV drehte nun komplett
auf, Jakub Lefan hielt freie Bälle, wurde dafür ausgiebig gefeiert und vorne traf der
Angriff nach belieben. Mislav Trninic (19:27 49:02), Jannes Hertlein (19:28 49:44)
und zwei Mal Liam Vogt (19:29 50:11, 19:30 (51:04) mit Doppelfaustjubel zu uns
brachten nicht nur die klare Führung, sondern stellten die Weichen endgültig auf
Derbysieg. Die unmittelbare Folge: Auszeit Varel und ein tobender Gästeblock mit
„Hier regiert der WHV“ Rufen. Die restlichen Minuten waren dann nur noch geprägt
von feiernden WHV Fans und traurigen Vareler Fans. Unter Derbysieger,
Derbysieger Rufen konnte sich in der 56. Minute auch Linus Otten beim 22:33
(56:30) in die Torschützenliste eintragen, getragen unter Linus Linus Rufen beim
Zurücklaufen in der Abwehr. Für den Schlusspunkt der Partie sorgte zwar Mohamad
Sibahi beim 24:34 (58:38) aber selbiges ging schon in den Gesängen von uns unter.
Unter Derbysieger, Derbysieger Rufen wurde die Mannschaft ins Ziel gerufen und
der Rest war dann nur noch Jubel. Unsere Jungs feierten ausgelassen mit uns
diesen Sieg per La Ola Welle und Humbta und nahmen erfolgreich Revanche für das
Hinspiel.
Matchwinner war sicherlich am gestrigen Abend die Abwehr mit einem starken Jakub
Lefan im Tor und einem starken Innenblock in Form von Duncan Postel und Jannes
Hertlein. Jedoch sollte man jemanden noch einmal besonders herausheben. Nicht
nur, dass unser Kapitän Matej Kozul fast die gesamten 60 Minuten durchgespielt hat
und wichtige Tore geworfen und Entscheidungen getroffen hat, war gestern wichtig.
Vielmehr hast du von der ersten Minute an Emotionen ins Spiel gebracht und wir
haben es dir mit lautstarker Unterstützung zurückgegeben.
DANKE AN UNSER TEAM FÜR DIESES SPIEL. Dieser Sieg ist der schönste Sieg
der Saison und zwei Mal auswärts Revanche im Derby zu nehmen, ist auch nicht
selbstverständlich.
Am 25. April um 18:00 Uhr steht dann das letzte Heimspiel der Saison auf dem
Programm. Mit dem ATSV Habenhausen kommt der Tabellenletzte und Absteiger in
die Nordfrost Arena und unsere Jungs möchten sich natürlich bei ihren Heimfans mit
einem Sieg verabschieden.
Ihr
Tobias Manick
WHV Fanclub Jade-Seals