WHV verliert auf Zielgeraden in Fredenbeck

Wie brutal Handball sein kann, zeigte sich gestern Abend in der Geestlandhalle beim Gastspiel unseres WHV beim VfL Fredenbeck. So führten unsere Jungs trotz Rückschlägen die meiste Zeit im Spiel, warfen 34 Tore auswärts und hätten einen weiteren Auswärtssieg verdient gehabt. Jedoch führten das Fehlen wichtiger Spieler und eigene Fehlwürfe dazu, dass am Ende sicherlich nicht der gerechte Sieger in Form von Fredenbeck jubeln konnte. 

Vor 930 Zuschauern, darunter 9 lautstarke WHV Fans, erwischte der WHV, der ohne Jannes Hertlein (Grippe) agieren musste, einen guten Start in die Partie. So war, wie zuletzt, Jakub Lefan sofort mit Paraden zur Stelle und die Ballgewinne wurden vorne mit Toren sofort genutzt. So brachte Tom Frangen den WHV mit 0:2 (1:23) in Führung, jedoch glich Fredenbeck postwendend durch Lauro Strothmann zum 2:2 (4:10) aus. Das beeindruckte unseren WHV wenig und unter großem Jubel von uns sorgte Tom Frangen wieder für die zwei Tore Führung (3:5 6:42). Auch dank weiterer Paraden von Jakub Lefan hielt der Vorsprung über 4:6 (7:41) und 5:7 (9:02), ehe wiederum Tom Frangen unsere Jungs erstmals mit drei Toren beim 5:8 (9:43) in Führung warf. Der WHV hatte die Partie im Griff und führte auch nach einem Siebenmetertor von Matej Kozul zum 6:9 (13:24), ehe die Geestlandhalle erstmals bebte. So hielt nämlich in der 15. Minute Justin Rundt im VfL Tor nicht nur den Siebenmeter von Matej Kozul, sondern auch den Nachwurf und brachte erstmals richtig Stimmung in das Lager der Heimfans. Aber der WHV blieb weiterhin am Drücker und baute sehr zur Freude von uns den Vorsprung auf vier Tore aus (9:13 20:18). Auch dank einer Umstellung auf 7 gegen 6 im Angriff fand der VFL zurück ins Spiel, zu mal sich in das WHV Angriffsspiel einige Fehlwürfe und Ballverluste einschlichen. So krönte Kreisläufer Michel Brassait einen 3:0 Lauf zum 13:14 Anschlusstreffer (25:05) und brachte die Halle zurück ins Spiel. Zwar antwortete der stark spielende Duncan Postel mit dem 13:15 (25:33), aber Fredenbeck blieb am Drücker. Jeder WHV Fehler wurde bestraft und so glich nicht nur der VfL dank Nils Schröder zum 15:15 aus (27:04), sondern selbiger brachte eine Minute vor dem Halbzeitpfiff Fredenbeck mit zwei Toren in Führung (17:15). Matej Kozul verkürzte zwar postwendend zum 17:16 Halbzeitstand (29:24), aber Fredenbeck hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt komplett gedreht. Dabei hätte der WHV nicht mit einem Rückstand in die Kabine gehen müssen, aber die letzten acht Fehler behafteten Minuten der ersten Halbzeit brachten Fredenbeck zurück. Die Dramatik sollte sich noch steigern bis in die Schlusssekunden.

Auch wenn Marten Franke per Siebenmeter auf 18:16(31:27) stellte, erwischte der WHV den Beginn in die zweite Halbzeit perfekt. Dank Ballgewinnen sorgte Okke Dröge für den 18:18 Ausgleich (32:41), ehe Jan Bennet Behrends, der in der ersten Halbzeit eine Fingerverletzung erlitt, unseren WHV wieder mit 19:20(34:09) in Führung brachte. Ein weiterer Ballgewinn sorgte 41 Sekunden später wieder für Jubel im Gästeblock hinter dem Tor, da Okke Dröge den WHV mit zwei Toren in Führung brachte (19:21). Zwar glich Fredenbeck wieder aus (22:22 36:55), aber unser Team fand sofort die Antwort und Jan Bennet Behrends sorgte wieder für den zwei Tore Abstand beim 22:24 (38:52). Auch in der 42. Minute hielt beim 24:26 der zwei Tore Vorsprung des WHV, ehe zwei Minuten später das Spiel eine entscheidende Wendung nahm. So hatte Matej Kozul den Ball gewonnen und passte auf den an der Seitenlinie stehenden Duncan Postel. Selbiger fing den Ball im Zurücklaufen und fiel dabei auf den hinter ihmauch um den Ball kämpfenden Marten Franke, der vor der Zuschauertribüne daraufhin mit Schmerzen liegen blieb. Nach kurzer Diskussion zogen die Schiedsrichter die direkte Rote Karte, so dass fortan nicht nur ein wichtiger Angriffsspieler, sondern auch der Eckpfeiler in der Abwehr fehlte. Jakub Toth übernahm beide Rollen und unser WHV, noch mehr angefeuert von uns, verdaute den Schock sehr gut, da Jakub Lefan mit Paraden glänzte und vorne Matej Kozul den WHV mit vier Toren beim 24:28 (46:26) in Führung warf. Auch in den folgenden Minuten hielt der WHV Vorsprung über 26:30 (49:36) und 27:31 (50:15) und vieles deutete auf einen Auswärtssieg. Jedoch profitierte, wie schon in der ersten Halbzeit, der VfL von Fehlern des WHV, der damit auch wieder die Halle aufweckte. Fredenbeck nutzte die Ballgewinne, da der WHV nun ein ums andere Mal an Justin Rundt scheiterte, so dass Pelle Fick den VFL unter Jubel der Heimfans. bis auf ein Tor beim 30:31 (52:59) heranbrachte. Aber unsere Jungs fanden sofort die Antwort zum 30:32 (53:31) und auch in der Folge hielt der Vorsprung nach einem Ballgewinn von Tom Frangen mit Tor zum 31:33 (56:21), ehe es dramatisch wurde. Mit Tempospiel kam der VfL dank Lauro Strothmann zum 33:33 (57:09) und Justin Rundt parierte einen WHV Wurf. Im anschließenden Angriff bekam der VfL einen Siebenmeter zugesprochen. Unter Jakub Jakub Rufen parierte Jakub Lefan den Wurf von Marten Franke mit dem Kopf (keine Zeitstrafe gegen Marten Franke) (58:33) und Chrissi Köhrmann zog seine letzte Auszeit (58:42). Im nun folgenden Angriff bekam Mislav Trninic den Ball auf Rechtsaußen und scheiterte mit seinem Wurf an der Latte. Diesen Ballgewinn nutzte Nils Schröder mit seinem neunten Tor zum 34:33 (59:20) und die Halle stand Kopf. Jedoch sorgte Matej Kozul seinerseits nervenstark vom Siebenmeterpunkt mit seinem zehnten Tor für den 34:34 Ausgleich (59:36). Es blieb noch ein VfL Angriff und selbiger sollte die Entscheidung bringen. So tankte sich Pelle Fick fünf Sekunden vor dem Ende durch die WHV Abwehr und setzte seinen Wurf an Jakub Lefan vorbei zum 35:34. Der letzte WHV Pass landete im aus und ab dann war nur noch großer Jubel in der Geestlandhalle über den glücklichen und vom Spielverlauf nicht gerechten Sieg der Gastgeber. 

Nach dem Bedanken des Teams bei uns blieb an diesem Abend die Erkenntnis, dass eine Rote Karte sehr viel Einfluss auf ein Spiel nehmen kann und leider ein Handballspiel nicht 56, sondern 60 Minuten dauert.

In einer Woche steht dann ein schweres Heimspiel auf dem Programm, wenn der WHV am 21.03.2026 um18:00 Uhr auf den TuS Spenge trifft. Hier möchte sich der WHV sicherlich für die klare Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren.

Ihr 

Tobias Manick 

WHV Fanclub Jade-Seals