WHV Aufholjagd wird gegen Spenge nicht belohnt

Am gestrigen Samstagabend stand für den WHV das erste von drei Heimspielen in Folge auf dem Programm, wobei mit dem Tabellenvierten TuS Spenge der sicherlich schwerste Gegner auf unsere Jungs zukam. Dabei zeigte unser Team zwei Gesichter. Auf eine starke erste Halbzeit folgte zunächst in der zweiten Hälfte ein unerklärlicher Blackout von fast 10 Minuten, verbunden mit einer Aufholjagd, die am Ende nicht von Erfolg gekrönt wurde. Anstatt eines gerechten Unentschieden verlor der WHV, wie schon in der Vorwoche, das Spiel mit einem Tor und belohnte sich wiederum nicht mit Punkten.

Vor 951 Zuschauern und ohne Jan Bennet Behrends (Saisonende nach Fingerverletzung) aber mit Jannes Hertlein, erwischte der WHV einen guten Start in die Partie. So war, wie zuletzt, Jakub Lefan sofort mit Paraden zur Stelle und vorne nutzte der starke Duncan Postel sehr oft die sich bietenden Chancen. So brachte er nicht nur den WHV erstmals in Führung (1:0 0:40), sondern drückte dem Spiel seinen Stempel auf. In einem schnellen Spiel erspielte sich unser Team auch dank Jakub Lefans Paraden eine schnelle drei Tore Führung (5:2 5:42), die in der Folge über 6:3 (6:24), 7:4 (7:40) und 9:6 (11:46) hielt. Auch gegen eine sehr offensive Abwehr der Gäste blieb der WHV ruhig und geduldig und fand immer wieder den freien Duncan Postel am Kreis, der fehlerfrei gegen Bastian Rutschmann im Spenger Tor blieb. Zwar kam Spenge auch dank Ballverlusten des WHV wieder dank des guten Vincent Hofmann heran (9:8 14:19), aber der WHV antwortete sofort mit einem 2:0 Lauf. Wer, wenn nicht Duncan Postel, sorgte für das 11:8 (15:50) und der WHV Vorsprung hielt auch bis zur 21. Minute (14:12), ehe es noch besser kam. Dank einer weiterhin stark stehenden Abwehr zog der WHV sogar auf vier Tore davon (16:1223:40), was die Nordfrost Arena zum beben brachte. Nach einem weiteren Treffer von Duncan Postel zum 17:13 (25:46) hätte der WHV Vorsprung noch weiter anwachsen können. Aber Fehlwürfe, darunter der zweite vergebene Siebenmeter von Matej Kozul sowie Ballverluste sorgten dafür, dass Spenge dank Mateusz Martyn auf 17:15 (29:40) verkürzen konnte. Trotzdem zeigte der WHV eine starke erste Halbzeit gegen den Favoriten und konnte sich sowohl auf den Angriff als auch die Abwehr verlassen. Was dann jedoch folgen sollte, wird sicherlich als eine historische zweite Halbzeit in die WHV Geschichte eingehen. Die Dramatik sollte sich dabei bis in die Schlusssekunden steigern.

Unerklärlicherweise erwischte der WHV den Start in die zweite Halbzeit überhaupt nicht. Erst schwächte sich der WHV mit einer Zeitstrafe gegen Okke Dröge (31:28), die Spenge konsequent zum 17:17 Ausgleichstreffer durch Mateusz Martyn nutzte. Aber auch in der Folge fand der WHV Angriff nicht mehr statt. Man scheiterte fortan am zuvor nicht im Spiel befindlichen Bastian Rutschmann oder produzierte Abspielfehler, was Spenge zu nutzen wusste. Per Tempogegenstoßtoren bzw. mit schnellen Rückraumtoren brachte nicht nur Bjarne Schulz Spenge erstmals in Führung (17:18  34:21), sondern Moritz Wilhelm krönte einen 0:8 Lauf (!) mit der ersten sechs Tore Führung (17:23 39:16) der Gäste. Nach quälend langen 9:41 Minuten erlöste Duncan Postel die ungläubigen WHV Fans mit seinem Treffer zum 18:23(39:41), ehe der WHV nun eine Aufholjagd mit Unterstützung der Nordfrost Arena startete. So steigerte sich nun die WHV Abwehr und auch Jakub Lefan sorgte wieder mit Paraden für Jubel in der Nordfrost Arena. Im Angriff bestimmten nun zwei Personen das Geschehen. So übernahmen Liam Vogt und Mislav Trninic Verantwortung und brachten mit teils spektakulären Toren die Nordfrost Arena zum Kochen. Zunächst sorgte Mislav Trninic für das 19:24 (41:16), Liam Vogt per Tempogegenstoß zum 21:24 (46:09), wiederum Mislav Trninic zum 22:24 (47:15) und schließlich Liam Vogt krönte den 5:0 Lauf zum 23:24 (49:10) und brachte den WHV zurück ins Spiel. Es folgten nun dramatische 10 Minuten. Erst sorgte Marvin Stender von Linksaußen zum 23:25 (50:01), ehe Matej Kozul dieses Mal vom Siebenmeterpunkt cool blieb und zum 24:25 (50:26) verkürzte. Aber zwei Rückraumknaller von Vincent Hofmann später war Spenge wieder mit drei Toren in Führung (24:27 53:42). Dieser Vorsprung hatte auch in der 56. Minute Bestand (26:29), ehe die WHV Abwehr zu zwei Ballgewinnen kam. Selbige nutzten Duncan Postel sowie Matej Kozul, um auf 28:29 (57:19) zu verkürzen. Marvin Stender behielt aber auf Linksaußen die Nerven und brachte Spenge wieder mit zwei Toren in Führung (28:30 57:52). Aber angetrieben von der stehenden Nordfrost Arena fand sofort Mislav Trninic die Antwort zum 29:30 (58:08) und Jakub Lefan parierte im Anschluss den Rückraumwurf der Gäste. Nach einer Auszeit des WHV (59:07) stellte man auf 7:6 um und Mislav Trninic kam wieder frei zum Wurf, scheiterte aber an Bastian Rutschmann. Jedoch stand Jannes Hertlein goldrichtig am Kreis und brachte unter tosendem Jubel den Abpraller zum 30:30 im Spenger Tor unter (59:25). Es blieb noch ein TuS Angriff und selbiger sollte die Entscheidung bringen. Nach einer Auszeit von Spenge (59:33) konnte der WHV zunächst den Angriff des TuS stoppen. Jedoch bekam Mathis Borgmann fünf Sekunden vor dem Ende den Ball im linken Rückraum und setzte seinen Wurf an Jakub Lefan vorbei zum 30:31. Der letzte WHV Pass landete im aus und ab dann war nur noch großer Jubel bei den Gästen mit Auswärtssieg Auswärtssieg Rufen und Entsetzen im WHV Lager zu verspüren.

Wie schon in der Vorwoche verlor der WHV in den letzten Sekunden auf identische Weise wie in Fredenbeck eine Partie, die man nicht hätte verlieren müssen. Rätselhaft bleibt die 9:41 Minuten Phase des WHV zu Beginn der zweiten Halbzeit, aber auch die Erkenntnis, dass der WHV einen sechs Tore Rückstand aufholen kann, aber dann doch bitter ohne Punkte dasteht.

Nach einer spielfreien Woche steht dann am Ostersamstag ein weiteres Heimspiel auf dem Programm, wenn der WHV am 04.04.2026 um 18:00 Uhr auf Eintracht Hagen II trifft. Es bleibt zu hoffen, dass der WHV nicht zum dritten Mal in Folge mit einem Tor verliert, sondern sich mit einem Heimsieg zu Ostern belohnt. 

Ihr 

Tobias Manick 

WHV Fanclub Jade-Seals