WHV verliert Saisonauftakt trotz großem Kampf gegen TSG AH Bielefeld

Endlich wieder Handball nach der Sommerpause und der Saisonauftakt des WHV bot all das, was wir vermisst hatten. Emotionen, Kampf, hitzige Diskussionen, tolle Tore, am Ende standen aber unsere Jungs gegen clevere Gäste aus Bielefeld trotz großem Kampf mit leeren Händen da. Dabei war die Partie eigentlich schon nach sieben Minuten entschieden.

Vor 963 Zuschauern in einer nicht nur von den Temperaturen heißen Nordfrost Arena standen zunächst die beiden Abwehrreihen im Fokus. Sowohl Leon Goldbecker im TSG Tor als auch Jakub Lefan im WHV Tor fanden gut in die Partie, so dass sich erst in der vierten Minute Manuel Hörr die Gäste erstmals auf die Anzeigentafel brachte (0:1 3:58). Unsere Jungs antworten sofort und so erzielte Duncan Postel das erste Saisontor des WHV zum 1:1 (5:50). Dann jedoch nahm die Partie eine entscheidende Wendung zu ungunsten unseres WHV. Nach einem Foul an Manuel Hörr musste Duncan Postel mit einer direkten Roten Karte (7:13) das Spielfeld verlassen. Somit brachen nicht nur der Innenblock und der einzige Kreisläufer des WHV weg, sondern fortan musste auch Matej Kozul den Platz am Kreis (mit kurzen Unterbrechungen durch Linus Otten) einnehmen. Ein herber Verlust für unseren WHV, den man zunächst noch beim 2:2 (8:13) und 3:3 (9:13) kompensieren konnte. Jedoch schlichen sich nun Fehler ins Angriffsspiel des WHV ein, die Bielefeld in Person von Ralfs Geislers nutzte. So zog die TSG auf zwei Tore davon (3:5 11:18) und hielt auch in der Folge über 4:6 (12:45) und 5:7 (13:59) den Vorsprung. Angetrieben von uns Fans und den Paraden von Jakub Lefan kam der WHV zurück, so dass erst Tom Frangen den Anschluss (6:7 14:12) und schließlich der gut spielende Neuzugang Marek Skwarczynski den Ausgleich (7:7 15:20) erzielte. Es sollte noch besser kommen, denn nach einem Doppelschlag von Neuzugang Christopher Braun führten unsere Jungs zum ersten Mal (9:8 19:49) und die Nordfrost Arena tobte. In der besten Phase der ersten Halbzeit zog der WHV nach einem Tor von Jan Bennet Behrends auf zwei Tore davon (11:8 23:17), was die Gäste nur wenig beeindruckte. Angetrieben vom starken Hark Hansen kam die TSG auf 11:10 (25:01) heran, worauf Rene Drechsler mit dem 12:10 (27:07) antwortete. Jedoch bestrafte der Gast leichte Ballverluste des WHV mit dem 12:12Ausgleichstreffer (27:55) durch Malik St. Claire. Jedoch sollte der WHV das letzte Wort haben, denn Okke Dröge sorgte mit seinem Treffer zum 13:12 (29:37) für den Halbzeitstand. Der WHV konnte den Verlust von Duncan Postel noch gut verkraften, aber es blieb die Frage, ob selbiges auch in Halbzeit zwei gelingen könnte.

Den Beginn der zweiten Halbzeit erwischte der WHV nicht gut, da die TSG nach zwei WHV Fehlwürfen wieder durch Hark Hansen in Führung ging (13:14 (32:02)). Jedoch glich unser Team auch dank eines Tores vom Kreis von Matej Kozul wieder aus (15:15 (34:41)), ehe sich nun eine Schwächephase ins WHV- Spiel einschlich. So fehlten leider Paraden von Jakub Lefan und im Angriff scheiterte man allzu oft an Leon Goldbecker im TSG-Tor bzw. produzierte technische Fehler. Bielefeld wusste selbige zu nutzen, zog dank des starken Hark Hansen und Malik St. Claire zunächst auf 16:19 (40:42) etwas davon. Zwar konterte Marek Skwarczynski mit seinem Tor zum 17:19 (41:10), aber ein 0:3 Lauf abgeschlossen durch Malik St. Claire brachte der TSG eine beruhigende fünf Tore Führung (17:22 45:53). Eine kleine Vorentscheidung? Nein, unser WHV kämpfte, kam zu Ballgewinnen und konterte seinerseits unter großem Jubel der Nordfrost Arena mit einem 3:0 Lauf und war beim 20:22 (47:53) durch Tom Frangen wieder im Spiel. Der Gast reagierte mit einer Auszeit und läutete damit in einer weiterhin Kampf betonten Partie eine heiße Schlussphase ein. Zwar brachte Ralf Geislers den Gast wieder mit drei Toren in Front (20:23 50:10), aber Marek Skwarczynski fand die passende Antwort zum 22:24(53:10), ehe es wieder Aufregung gab. Bei einem Tempogegenstoß von Tom Frangen griff der beste TSG Spieler Hark Hansen (7 Tore) selbigen in den Arm und es gab die Doppelbestrafung Siebenmeter und direkte Rote Karte (54:11). Matej Kozul behielt die Nerven und brachte den WHV wieder mit einem Tor heran (23:2454:15). Jedoch wurde die Aufholjagd durch eine diskutable Zeitstrafe gegen Matej Kozul (56:08) gestoppt, die Jan Pretzewofsky zum 23:25 (56:28) nutzte. Aber der WHV kämpfte und mit einem direkten Freiwurf von Jan Bennet Behrends sorgte er nicht nur für das 24:25 (57:44), sondern für große Stimmung in der Arena. Jedoch sorgte Manuel Hörr gleich mit seinem sechsten Tor für das 24:26 (57:50), dass sofort von Linus Otten zum 25:26 (57:55) beantwortet wurde. Sollte der WHV die Wende doch noch schaffen? Nein, der Gast blieb clever und mit ihren jeweils sechsten Toren sorgten Ralfs Geislers (25:27 58:37) und Malik St. Claire (25:28 59:42) für die Entscheidung, so dass Matej Kozul in der Schlusssekunde vom Kreis nur noch zum 26:28 Endstand traf. 

Am Ende war dann doch die Hypothek der Roten Karte gegen Duncan Postel zu groß, jedoch kämpfte der WHV verbissen um die Punkte und gerade Marek Skwarczynski zeigte schon auf, worauf man sich im weiteren Saisonverlauf freuen darf. Nun stehen erst einmal drei Auswärtsspiele auf dem Programm.

In einer Woche reist der WHV am 05.09.2026 um 19:30 Uhr zum VfL Fredenbeck .In der dortigen altehrwürdigen Geestlandhalle im Landkreis Stade möchte der WHV dann die ersten Punkte der Saison holen.

Ihr 

Tobias Manick 

WHV Fanclub Jade-Seals