Das war ein gelungener Abschluss für den WHV. Mit 29:27 konnte der WHV erstmals gegen den Vfl Gummersbach II gewinnen. Dabei fehlten dem WHV nicht nur die Dräger-Geschwister, sondern auch Christoph Danngkeit, Fabrice Lehmann und Christian Köhrmann selbst. Demnach ist der Erfolg gar nicht hoch genug zu bewerten, auch wenn dem Vfl Gummersbach auf Torhüter Lucas Puhl und Andreas Heyme verzichten mussten. Beide waren mit der "Ersten" in Flensburg im Einsatz. Für den WHV konnte aber zum ersten Mal nach seiner langen Verletzung Ivo Warnecke wieder mitwirken und das zahlte sich an allen Ecken aus. "Ivo hat heute für die nötige Ruhe gesorgt. Da muss ich nicht viel sagen. Er lenkt das Spiel“, lobte Köhrmann. Auch Gästetrainer Maik Thiele schwärmte in höchsten Tönen über Ivo Warnecke: " Das ist mein absoluter Lieblingsspieler. So einer fehlt mir, dass ich mich mit Worten zurückhalten kann von der Seitenlinie. Für den WHV ist Ivo eine eingebaute Sieggarantie." So war es auch Warnecke, der in den ersten Minuten dem Spiel seinen Stempel aufdrückte. Auch war der WHV sehr zufrieden mit seinem Block und Torwart: "Das hat ganz gut funktioniert. Der Block um Georg Auerswald machte die lange Ecke dicht und Benny Trinks hielt die kurzen“, freute sich Köhrmann. Nur im Angriff kam der WHV nicht so richtig in Fahrt. "Die rechte Seite war zunächst vollkommen Tod“, bemängelte Köhrmann. Zum Glück setzte die linke Seite mit Matej Kozul und einem frisch aufspielenden Tobias Schwolow die Akzente und konnte den Vfl nicht davonziehen lassen. Mit 12:11 ging es in die Pause. Was dort in der Luft eingeatmet wurde, muss dann wohl den WHV Beine gemacht haben: "Die ersten 90 Sekunden der 2. Halbzeit haben den Ausschlag für den WHV gegeben", ärgerte sich Thiele und fügte hinzu: "da raste ich aus!". Was er meinte war ein Sturmlauf des WHV. Matej Kozul und Rene Drechsler nutzten die Unsicherheiten und warfen binnen 50 Sekunden das 14:11. Auch eine Zeitstrafe gegen Warnecke stoppte den WHV-Express nicht und Drechsler und Maas schraubten auf 16:11. "Wir haben die Überzahlspiele miserabel umgesetzt“, haderte Thiele mit seinem Vfl. Der WHV machte es besser. Jetzt trafen auch Rene Drechsler und Evgeny Vorontsov vermehrt und "machten das, was sie eigentlich tun sollten (Köhrmann)": Tore werfen. Bis zum 20:14 konnte der WHV dann den Vfl auf Abstand halten. Einzig David Wiencek wehrte sich gegen die drohende Niederlage, der auch gute Kritiken vom Trainer bekam. Er alleine konnte aber nicht verhindern, dass der WHV den Vorsprung verwaltete. Auch wenn das Spiel auf Augenhöhe war, konnte der WHV seine scheidenden Spieler Tobias Hesslein und Thorben Hackstein früh längere Einsatzzeiten schenken. Tobias Hesslein bedanke sich für die vier Jahre WHV mit dem 24:20, hingegen der Ball von Thorben Hackstein einfach nicht über die Linie wollte. Dennoch kam der Sieg nicht wirklich mehr in Gefahr und Wilhelmshaven konnte weiterhin auf dem Olympia-Boden ungeschlagen bleiben. Zum letzten Mal waren auch die Dräger-Geschwister in der Halle, die aber nicht aktiv mit eingegriffen haben. Sie spielen am Sonntag noch um den Einzug ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft. Ebenfalls betreute zum letzten Mal Matthias Fritz den WHV, der aus beruflichen Gründen dem WHV einige Monate nicht zur Verfügung stehen kann. Alle bekamen schon vor dem Spiel große Sahne-Torten von Sabine Bathelt überreicht. Auch zum letzten Mal war der überaus sympathische Gästetrainer Maik Thiele in der Nordfrost-Arena. Er wird seinen Trainerstuhl für Georgi Swiridenko freimachen. Thiele selbst übernimmt die Verbandsliga-Mannschaft des Vfl um privat und beruflich nicht so eingebunden zu sein. Beim WHV hingegen freut man sich schon jetzt auf die kommende Spielzeit. Mit Lukas Mertens und Lukas Kalafut hat man zwei spielstarke Akteure an den WHV gebunden. Auch in der erweiterten Jugend stehen die Chancen gut, dass ein Nick Steffen oder Jonas Schweigart in naher Zukunft den Weg in die "Erste" schaffen könnten. Sind wir gespannt und freuen uns auf das, was auf uns zukommt. Eines ist garantiert: Auch in der Saison 2013/2014 wird es 6 Derbys geben und einen WHV, der alles daran setzten wird, ganz oben zu stehen!
Stephan Reiners.
Wilhelmshavener HV - Vfl Gummersbach II
29:27 (12:11)
WHV: Trinks (15 Paraden) , Lüpke (1 Parade) , Drechsler (5), Warnecke (3), Köhrmann (0), Maas (4), Vorontsov (6/3), Auerswald (2), Hesslein (1), Kozul (5), Hackstein (0), Schwolow (3).
Vfl: Blech (17 Paraden), Plessers, Mürtz, Wiencek (10/4), Predragovic (0), Jaeger (1), Multhauf (7/2), Wilhelm (4), Mayer (1), Schroeter (2), Biselli (0), Strohl (2)
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